Widerspenstiger Betrunkener von drei Polizisten minutenlang am Boden festgehalten – VIDEO

Fall von Polizeigewalt?

Samstag, 11. Juli 2020 | 08:20 Uhr

Verona – Ein Video, das einen angeblichen Fall von Polizeigewalt zeigen soll, sorgt in Italien für heftige Diskussionen.

Im Video ist ein verhafteter, betrunkener Mann zu sehen, wie er von drei Polizisten fünf Minuten lang zu Boden gedrückt wird. „Einer hielt ihn am Hals, einer am Rücken und einer an den Füßen fest. Währenddessen riefen ihnen die Passanten zu, damit aufzuhören, weil sie ihn sonst auf diese Weise umbringen würden“, so ein Zeuge. Die Polizeibeamten sehen das ganz anders. „Er weigerte sich, sich auszuweisen, widersetzte sich der Festnahme und griff uns an“, so die Polizisten.

YouTube/Frame video Salvo Sottile/Repubblica

Es war am späten Dienstagnachmittag gegen 18.00 Uhr als die chinesischen Inhaber einer Bar in Verona die Ordnungskräfte verständigten. Ein bereits betrunkener, 46-jähriger Mann aus Verona hätte immer wieder nach weiteren alkoholischen Getränken verlangt und hätte damit begonnen, mit seinem Geschrei die anderen Gäste der Bar zu belästigen, so der Anrufer.

Violenza poliziotti

Verona, arrestato e bloccato a terra da tre poliziotti per cinque minuti. Il video di una testimoneUn uomo bloccato a terra da tre poliziotti. Per almeno cinque minuti. Apparentemente inerme, almeno stando alle immagini. In stato di ubriachezza molesta, e lo era da un paio d'ore: da quando, all'interno di un bar di Borgo Nuovo, periferia di Verona, continuava a pretendere alcolici e per questo i titolari hanno chiesto l'intervento della polizia. Gli agenti arrivano sul posto: uno ferma l'uomo e lo porta di peso verso la volante, dove viene perquisito e dove gli vengono abbassati i pantaloni. "Ha fatto resistenza e ci ha aggrediti", spiegano dalla questura. "Nessuna resistenza, gli sono stati addosso in tre e gridava dal dolore", raccontano alcuni testimoni.A documentare i momenti dell'arresto è un video realizzato da un testimone e pubblicato – in esclusiva – da Repubblica. Nel filmato si vedono gli agenti che tengono l'uomo riverso a pancia in giù sull'asfalto, al centro di un parcheggio. Dietro una delle due auto della polizia intervenute. Un poliziotto gli tiene bloccati i piedi, l'altro la schiena, un altro il collo. L'arrestato – sotto lo sguardo di altri avventori del bar e di alcuni residenti della zona – grida, bestemmia. Si lamenta per la presa degli agenti che lo hanno ammanettato. Si sente una donna, che forse lo conosce, che gli dice "non gridare, respira". Un altro uomo, poi allontanato dagli uomini in divisa, cerca di aiutarlo e altri dicono ai poliziotti di fermarsi, altrimenti "lo ammazzate".Ha rifiutato di mostrare i documenti – è la versione dei poliziotti – e ha iniziato a inveire contro di noi. La situazione si è scaldata a tal punto che l'uomo ci ha aggredito fisicamente, tentando addirittura, spalleggiato da altri due avventori, di sottrarci le manette di sicurezza". Anche su questo punto, il testimone che ha filmato e ha riferito l'episodio a Repubblica fornisce un racconto contrastante: "Nessuna delle persone che ha assistito all'arresto ha visto l'uomo alzare le mani".Ma andiamo con ordine. I fatti. Sono le ore 18 di martedì 7 luglio. In questura arriva la chiamata dei titolari (cinesi) del bar Delphi's in via Monreale. Siamo a Borgo Nuovo, in fondo a Borgo Milano (ex villaggio dell'Oca bianca), estrema periferia di Verona. C'è un cliente ubriaco – veronese, 46 anni – che continua a pretendere dai baristi che gli vengano serviti alcolici. Da un paio d'ore continua a cantare e a gridare fuori dal locale. La polizia arriva sul posto: una sola volante, inizialmente. Un agente, fisico robusto, ferma l'uomo e lo porta verso l'auto di servizio. "Lo hanno fatto appoggiare al bagagliaio – racconta il testimone, che chiede l'anonimato -. A un certo punto l'uomo aveva i pantaloni abbassati. Ho pensato a una perquisizione, benché anomala. Subito dopo lo hanno messo a terra. È arrivata un'altra volante. Vedendo quell'uomo tenuto fermo a terra che gridava – e sono trascorsi almeno cinque minuti – mi è venuto naturale filmare la scena. Che bisogno c'era di tenerlo così, in tre, dal momento che era già pancia sulla strada, ammanettato? Tutti avevamo visto che era ubriaco. A un certo punto ho pensato si stesse sentendo male…".Intorno al capannello di poliziotti, c'è gente che, a distanza, protesta. Il 46enne viene caricato sull'auto e continua a gridare. Nel comunicato della polizia diffuso l'8 luglio alla stampa locale ("Aggredisce due agenti di polizia: arrestato veronese di 46 anni") la ricostruzione dell'accaduto continua così: "Non c'è stato altro da fare se non arrestare il soggetto per resistenza. Una volta a bordo dell'auto l'uomo ha continuato a tenere atteggiamenti violenti, arrivando persino a danneggiare i vetri della volante contro i quali sbatteva le manette, nonché, una volta condotto in questura, a dare calci alla porta dell'ufficio nel quale era trattenuto". Denunciato per resistenza a pubblico ufficiale (ha già un medesimo precedente alle spalle) e convocato per il giudizio direttissimo la mattinata di mercoledì 8 luglio, l'uomo è in stato di arresto (convalidato dal giudice, che ha fissato l'udienza a dicembre).

Pubblicato da Salvo Sottile su Venerdì 10 luglio 2020

Zunächst machte sich nur eine Polizeistreife zur Bar, die sich in einem Viertel in der Peripherie von Verona befindet, auf. Ein robuster, groß gewachsener Beamter nahm den Mann fest und brachte ihn zum Streifenwagen. Während eine weitere Polizeistreife eintraf, wurde der Mann einem anonymen Zeugen zufolge zunächst einer Leibesvisite unterzogen und dann auf den Boden gelegt.

„Als ich sah, wie dieser schreiende Mann am Boden gehalten wurde – und das waren mindestens fünf Minuten – war es für mich selbstverständlich, die Szene zu filmen. Ich fragte mich, warum sie zu dritt einen mit dem Bauch auf den Boden liegenden Mann, der bereits Handschellen trug, auf diese Art und Weise festhalten mussten. Alle hatten wir gesehen, dass er betrunken war. Ab einem bestimmten Moment dachte ich, dass ihm schlecht werde“, so der Zeuge.

Um die Polizisten, die den Mann zu Boden drückten, bildete sich schnell ein Auflauf von Passanten, die zwar Distanz hielten, aber lautstark protestierten. „Schreie nicht, atme!“, rief eine Frau, die den Mann vermutlich kannte, zu. Später wurde der Mann, der fortfuhr, zu schreien, in den Streifenwagen gepackt und zur Quästur von Verona gebracht.

In der Presseaussendung mit dem Titel „Zwei Beamte angegriffen: 46-Jähriger aus Verona festgenommen“ rechtfertigte die Polizei ihr Vorgehen. „Es gab keine andere Lösung, als das Individuum wegen Widerstands festzunehmen. Noch im Streifenwagen fuhr der Mann fort, sich aggressiv zu verhalten. Dabei kam es sogar so weit, dass er mit den Handschellen gegen die Seitenscheiben des Streifenwagens schlug, sodass diese beschädigt wurden. Einmal in der Quästur angekommen, trat er auch gegen eine Türe. Der bereits wegen des gleichen Vergehens vorbestrafte Mann wurde wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt angezeigt und in Gewahrsam genommen. Für ihn wurde ein gerichtliches Schnellverfahren angesetzt“, so die Presseaussendung der Quästur von Verona.

Aber angesichts der Toten durch Polizeigewalt in den USA haben vielen Lesern und Kommentatoren zufolge die Bilder aus Verona einen schalen Beigeschmack. Seit dem Polizeieinsatz in Verona wird in der italienischen Öffentlichkeit daher heftig diskutiert. Während die einen den laut ihnen übermäßigen Einsatz von Gewalt kritisieren, verteidigen die anderen die Vorgangsweise der Polizisten, wobei sie hinzufügen, dass es dem Mann im Gegensatz zu den traurigen Vorkommnissen in den USA ja prächtig ginge.

Und was meinen unsere Leserinnen und Leser?

 

Von: ka

Kommentare

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33 Kommentare auf "Fall von Polizeigewalt?"


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alpenfranz
alpenfranz
Superredner
30 Tage 20 h

lasst die Polizei ihren Job machen. wollte sich nicht ausweisen und griff die Polizei an. wer sich so verhält hat kein Recht auf faire Behandlung. Diese Kuschelpolitik führt uns noch in den Ruin

traktor
traktor
Universalgelehrter
30 Tage 19 h

alpenfranz@
wenn es sich bei den angreifer um eine schwarzen handeln würde, würden jetzt wieder alle wegen rassismus grollen? die polizsten wussten was sie machen! bravo

Staenkerer
30 Tage 18 h

jo, jo, de samthandschuhe wern jo gsetzlich an de polizei und de richter verteilt … fördert olles, in friedn sicher nit!

alpenfranz
alpenfranz
Superredner
30 Tage 18 h

@traktor für mich geht es nicht um Rassismus. Respekt ist die Devise. Ich bin über 50 und gewiss kein Heiliger….bin aber noch nie in eine solche Situation geraten. warum? wie man in den Wald hineinruft so schallt es heraus.

KingCrimson
KingCrimson
Tratscher
29 Tage 12 h

Er ist aber auch nicht gestorben…

Staenkerer
30 Tage 20 h

i wor do jo nit dabei, ober ba ins müaßn de polizistn weit mehr einsteckn wie sie es sichs verdienen!

Oma
Oma
Tratscher
30 Tage 21 h

Für mich alles im grünen Bereich, samthandschuhe sind bei babys zu verwenden.

Nik1
Nik1
Tratscher
30 Tage 21 h

Iaz ischs nimma hoagl! Alkohol und Drogen sein koan Freifohrtsschein dass man sich aufriahn konn wie man will.

Sokrates
Sokrates
Grünschnabel
30 Tage 17 h

So isches👍👍

marher
marher
Universalgelehrter
30 Tage 20 h

Sicher ein harter Einsatz seitens der Polizeibehörden. Diese Szenen werden oft povoziert um Aufsehen zu erregen umd landen dann im Ntz. Im Nachhinein wird alles so gepuscht um Gewalt gegen die Ordnungskräfte zu schuren.

Storch24
Storch24
Universalgelehrter
30 Tage 20 h

Wenn die Ordnungshüter einen betrunkenen, randalierenden festnehmen, ist es nicht in Ordnung, wenn die Ordnungshüter nichts tun, ist es auch nicht ok.
Man soll sie einfach ihre Arbeit machen lassen. Wissen schon was sie tun.

Ars Vivendi
Ars Vivendi
Superredner
30 Tage 19 h

So viel könnte man mir gar nicht bezahlen, dass ich die Arbeit der Polizisten machen würde. Egal wie auch immer, sie machen es “falsch” und werden kritisiert. Zur Krönung sollen sie gegen Aggression auch noch mit Zurückhaltung vorgehen.

Staenkerer
30 Tage 18 h

tjo, de wern jetz stott mi hobdschelln mit samthandschuhe ausgatottet und stott mit autorität aufzutretn hobn se in kniefoll zu üben …
ubd naa, i mochat den Sisyphusjob eines polizistn a nit: so schnell derdrahen de sich gor nit um, sein de … mit richterlich verliehenen heiligenschein wieder unterwegs!

Mistermah
Mistermah
Kinig
30 Tage 11 h

Ja, wann kommt der Tag an dem die Polizei unisono ihren Dienst quittiert? Dann können wir schauen wo Anarchie hinführt. In einen summer of love wie es die BM von Minneapolis nannte? Jetzt rufen sie noch Hilfe, weil dort mord und totschlag herrscht. Hier liegt ein eindeutiger strafbestand vor, mit Widerstand gegen die Staatsgewalt. Somit handelt es sich weder um Willkür noch um Polizeigewalt, da die Polizei nur auf Gewalt reagierte.

Raphi
Raphi
Grünschnabel
30 Tage 19 h

Alles wird aufgenommem und gleich ins Netz veröffentlicht.Die Leute die so etwas Aufnehmen sollen bestraft werden.!!! Wann kommt das Gesetz.???

Staenkerer
30 Tage 18 h

👍👍👍!!!

Billy31
Billy31
Grünschnabel
30 Tage 20 h

Ich finde die Polizei MUSS in solchen Fällen Zwang anwenden. Natürlich solle diese Person dabei nicht verletzt werden, aber der Staat muss schon eine bestimmte Autorität haben, sonst endet das schnell böse

alex1992
alex1992
Grünschnabel
30 Tage 20 h

Und danach fragt man sich: wieso greifen die ordnungskräfte nicht ein?
Welches interesse hat ein polizist noch für ordnung zu sorgen wenn jede seine handlung angefochten wird uns jeder kleinstkrimineller mehr mitleid bekommt wie jeder andere.

traurig
traurig
Tratscher
30 Tage 20 h

Richtig so. Wo kemmer denn hin wenn sich a jeder so auffiehrn tat? Wer nicht hören will muss fühlen. A oltes Sprichwort…… Und de wos sich do auregn sein nor die erschtn de wiedr schrein tatn wenn ihmene eppes passiern tat und die Polizei net in 2Min. zem war. Mir hobm gressere Probleme als de. Setzt enk zem bitte ein…….

Neumi
Neumi
Kinig
30 Tage 21 h

Diese verdammten Todesfälle machen der Polizei das Arbeiten unmöglich.

Spaß beiseite … einen Verdächtigen hart anfassen muss manchmal sein. Falls derjenige sich beruhigt und keinen Widerstand leistet, sollte der Griff natürlich vorsichtig gelockert werden.

ahiga
ahiga
Superredner
30 Tage 19 h

ein besoffener   3 polizisten…2 autos, also 4 polizei..
…da muss man schon zeigen wer oder was man ist…
derweil geht das land vor drogen und echter kriminalität den bach runter

Apollon
Apollon
Tratscher
28 Tage 16 h

Sie würden den Mann natürlich ganz alleine verhaften 😁😁😁

eisern
eisern
Grünschnabel
30 Tage 19 h

Die Polizei ist ausgebildet und macht ihren harten Job der leider nicht anerkannt wird

king76
king76
Tratscher
30 Tage 19 h

I mechet in der heintigen zeit kon polizischt sein, tusch wos osces net recht, tusch nichts isches a net recht, es war die aifgobe der richter die verbrecher mol herter zu strofen…. die hoben jo norrenfreiheit😡

Krissy
Krissy
Superredner
30 Tage 17 h

Frage mich ob die Passanten auch so viel “Mitleid” gezeigt hätten, wenn das “Opfer” ein Polizist gewesen wäre.

pfaelzerwald
pfaelzerwald
Superredner
30 Tage 15 h

Die hätten dann vermutlich applaudiert.

MarkusKoell
MarkusKoell
Tratscher
30 Tage 18 h

Ja ja immer die Polizei 🤬 Hört doch auf zu 😭 Wenn ein Psycho oder Einer unter Vollrausch durchdreht und nicht aufhört wie soll so einer auch gestoppt werden 😉

Savonarola
30 Tage 17 h

er hat sich selbst in diese Lage gebracht, und das nicht zum ersten Mal.

OrB
OrB
Universalgelehrter
30 Tage 15 h

Bravo an die Ordnungshüter, für solche vollen Deppen die sich ausweisen und auch noch versuchen handgreiflich zu werden brauch es keine Samthandschuhe.

sophie
sophie
Tratscher
30 Tage 16 h

Mittlerweile ist man in Südtirol auch nicht mehr so sicher wie es mal war, Der Drogenmarkt floriert bei uns, man kann an jeder Ecke in Südtirol alle Drogen und Suchtmittel kaufen, das glaube ich jedenfalls mal persöhnlich trägt sehr zu Diebstählen und Gewalt bei, man sollte ein neues Sicherheitskonzept ausarbeiten, strenge Gestze und Taten folgen lassen, was nützt es Menschen anzeigen, Sie haben nichts zu verlieren….

sophie
sophie
Tratscher
30 Tage 16 h

Alle Kriminellen was fest genommen werden, sind meistens sofort mit einer Anzeige oder spätestens nach ein zwei Tagen wieder auf freiem Fuss. Ich glaube den Polizisten vergeht die Lust immer wieder die selben oder sagmer wiederholungstäter fest zu nehmen, es braucht härtere Gesetze und abschieben, die festgenommenen werden mit Steuergeldern werden die Spesen bezahlt.

Erwin
Erwin
Grünschnabel
30 Tage 16 h

Komisch,daß iich nie solche Probleme mit der Polizei hatte!Die meisten die solche Probleme hatten sind meistens schon Polizei bekannt und zum Tei vorbestraft!

shanti
shanti
Grünschnabel
30 Tage 10 h

Richtig so,wer nicht hören will muss fühlen.

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