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Familienvater stirbt bei Rettungseinsatz

Montag, 28. September 2020 | 08:05 Uhr

Milazzo – Es war am Samstagvormittag gegen 9.00 Uhr als zwei jeweils 13 und 15 Jahre alte Buben sich trotz des schlechten Wetters zum Strand der sizilianischen Kleinstadt Milazzo begaben.

Obwohl ein Sturm das Meer aufwühlte und bis zu fünf Meter hohe Wellen verursachte, wagten sich die beiden Buben – vermutlich aufgrund einer „Mutprobe“ – ins tosende Meer. Aber schon nach kurzer Zeit und nur wenige Meter vom Strand entfernt kamen die beiden Jugendlichen in große Schwierigkeiten.

Dem Jungen, der näher am Strand schwamm, gelang es, aus eigener Kraft das Ufer zu erreichen. Sein 15-jähriger Freund hingegen wurde immer weiter auf das Meer hinausgetrieben. Innerhalb weniger Minuten trafen am Unglücksort drei Mitglieder der Küstenwache, die Carabinieri sowie die Rettungskräfte ein. Dem ersten Jungen, der bereits fast das Ufer erreicht hatte, halfen die Retter auf den Strand. Dem zweiten Jungen warfen sie einen Rettungsring zu und wiesen ihn an, eine nahe Boje zu erreichen und sich an ihr festzuklammern, was dem 15-Jährigen auch gelang. Die drei Retter wagten sich mit ihren Rettungswesten bekleidet trotz der hohen See in das Meer. Während der Rettung, die dem 15-Jährigen galt, wurde einer der drei Retter, der 40-jährige Aurelio Visalli, aber von den Wellen und der starken Strömung fortgerissen.

Sono in corso le ricerche di un militare della #GuardiaCostiera disperso tra le onde durante un tentativo di salvataggio di due bagnanti lungo il litorale di #Milazzo. Le pessime condizioni del mare rendono difficoltose le ricerche.

Pubblicato da Corpo delle Capitanerie di Porto – Guardia Costiera su Sabato 26 settembre 2020

Sofort nach dem Verschwinden des Unteroffiziers wurden Suchmannschaften der Küstenwache ausgeschickt. Nach stundenlanger Suche gelang es in einer Bucht nahe Milazzo, den leblosen Körper des im Meer vermissten 40-Jährigen auszumachen.

Viele Sizilianer hingegen fragen sich, warum ein Familienvater, der eine Frau und zwei Kinder hinterlässt, wegen der dummen „Mutprobe“ zwei Jungen – diese zogen sich beim Unglück lediglich eine Unterkühlung zu – sein Leben lassen musste.

In Milazzo herrschen Trauer und Entsetzen. Am ganzen Samstag harrten viele Bewohner der sizilianischen Kleinstadt am Strand aus und hofften vergeblich auf ein glückliches Ende der Suchaktion im wogenden Meer. Nachdem am Sonntagmorgen die Bergung der Leiche des 40-Jährigen bekannt wurde, legte sich auf die sonst so lebensfrohe und quirlige Kleinstadt ein Schleier aus Stille und Trauer.

ANSA

Von: ka

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