Von: apa
Italienische Ermittler haben im Rahmen einer internationalen Antimafia-Operation Vermögenswerte im Umfang von mehr als 200 Millionen Euro beschlagnahmt, die dem Umfeld des verstorbenen Mafiabosses Matteo Messina Denaro zugerechnet werden und die großteils aus dem Drogenhandel stammen. Drei Personen wurden festgenommen, wie die Exekutive am Donnerstag berichtete.
Die Operation wurde von den Antimafia-Ermittlern in Palermo koordiniert und von der Finanzpolizei durchgeführt. Sie erstreckte sich über mehrere Länder und führte zur Sicherstellung von Unternehmen, Finanzbeteiligungen und Vermögenswerten in verschiedenen Staaten, darunter Andorra, Luxemburg, die Schweiz, Monaco sowie Spanien.
Gewinne aus illegalen Geschäften unter Aufsicht von Messina Denaro
Von den Kriminalisten konnte ein umfangreiches Vermögen rekonstruiert werden, das aus Drogenhandel seit den 1980er-Jahren stammen soll und über Offshore-Strukturen reinvestiert wurde – unter dem Schutz des damaligen Cosa-Nostra-Bosses Matteo Messina Denaro.
Italiens lange Zeit meistgesuchter Mafiaboss war 2023 im Alter von 61 Jahren in L’Aquila an den Folgen eines Krebsleidens gestorben. Der Boss der sizilianischen Cosa Nostra war nach drei Jahrzehnten auf der Flucht im Jänner 2023 verhaftet worden. Er soll Dutzende Morde begangen oder organisiert haben, darunter auch die tödlichen Bombenanschläge auf die Mafiajäger Giovanni Falcone und Paolo Borsellino, die 1992 weltweit Schlagzeilen machten.




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