Anwohner beschweren sich über unglaubliche Zustände

Illegale „Metzgerei“: Fleisch auf dem Boden im Innenhof zerteilt

Mittwoch, 20. November 2019 | 08:04 Uhr

Mailand – Mehrere Mailänder Anwohner, die bereits öfters gezwungen waren, im Hinterhof des eigenen Kondominiums dem illegalen Zerteilen von großen Fleischstücken beizuwohnen, beschwerten sich beim zuständigen Stadtviertelrat über diese unglaublichen Zustände. Um diese illegale „Metzgerei“ zu dokumentieren, schickten sie einem Gemeindepolitiker auch ein Foto.

Die Abbildung hat es in sich. Auf dem Bild sind zwei Männer zu sehen, die auf einem direkt auf dem Boden gestellten, notdürftigen „Schneidebrett“ mit einem großen Stück Fleisch hantieren. Während die beiden Hauptakteure versuchen, das Fleischstück mit einem großen Messer zu zerteilen, schauen zwei weitere Männer dem behelfsmäßigen „Metzgern“ zu. Im heruntergekommenen Hinterhof – unter anderem sind verschiedene Mülltonnen zu sehen – ist neben den Männern ein großer Plastiksack zu erkennen, in dem sich ebenfalls Fleisch zu befinden scheint. Zudem liegen neben dem Brett auch zwei große weiße, längliche Behälter, die vermutlich zum Transport des Fleisches dienen. Ein auf Deckel einer Mülltonne liegendes Messer und ein Plastikdeckel voller Blut runden die wenig einladende „Szenerie“ einer Metzgerei unter dem freien Himmel ab.

Facebook/
Francesco Rocca

Der Ort dieser unglaublichen Zustände, die jeglichen gesetzlichen Normen und hygienischen Bestimmungen spotten, befindet sich nicht irgendwo in der Mailänder Peripherie, sondern im Zentrum der Großstadt. Es handelt sich um die Via Paolo Maspero im Viertel Calvairate, das sich in unmittelbarer Nähe des Mailänder Doms befindet.

Francesco Rocca, der für die Partei Fratelli d’Italia im Municipio IV(Stadtviertelgemeinde) der lombardischen Großstadt im Rat sitzt und der der für die Sicherheit, für die Grünanlagen und für die Parks zuständigen Kommission als Präsident vorsteht, postete das Bild der Anwohner auf seiner Facebook-Seite.

DIS-INTEGRAZIONE A MILANO, NEL 2019 Il cortile di un condominio, è utilizzato come macelleria. Ci troviamo a 10…

Pubblicato da Francesco Rocca su Sabato 16 novembre 2019

In dem mit der Überschrift „Dis-Integration in Mailand des Jahres 2019“ versehenen Beitrag übt Francesco Rocca scharfe Kritik und macht für diese Zustände den politischen Gegner verantwortlich.

„Der Innenhof wird als illegale Metzgerei benutzt. Wir befinden uns nur zehn Gehminuten vom Platz des Mailänder Doms und vom historischen Zentrum, aber Lichtjahre vom von der Linken umjubelten „Modell Mailand“ entfernt. Ich danke den Anwohnern, die mich auf das Problem hingewiesen haben. Wir können in unserer Stadt diese Zustände extremer Verwahrlosung nicht mehr länger tolerieren“, so Francesco Rocca auf Facebook.

Facebook/Francesco Rocca

Zuletzt teilt Francesco Rocca noch mit, dass die zuständigen Behörden bereits benachrichtigt worden seien.

Das Bild sorgt in Mailand für erhebliche Diskussionen. Viele Leser und Kommentatoren fordern alle Mailänder dazu auf, in ihrer Stadt genau hinzusehen und solche Zustände umgehend den Behörden und Ordnungskräften zu melden.

 

Von: ka

Kommentare

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27 Kommentare auf "Illegale „Metzgerei“: Fleisch auf dem Boden im Innenhof zerteilt"


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Mutti
Mutti
Universalgelehrter
17 Tage 22 h

Do kimp oan jo zum kotzen… So eppes grausigs… Hoffentlich wern sie ordentlich bestroft!!

Rumpelstielzchen
Rumpelstielzchen
Grünschnabel
17 Tage 21 h

@Mutti, stimmt. Wo sonst ja alles sooo genau kontrolliert wird. Wenn sie es aber nur für den Eigengebrauch verarbeiten, wäre es mir so ziemlich egal. Die hausen halt so wie sie es von daheim gewohnt sind.

Susi
Susi
Grünschnabel
17 Tage 20 h

Die Menschheit ist zu schämen! Jedlicher Respekt zum Tier ist verloren gegangen.🙈

Grantelbart
Grantelbart
Superredner
17 Tage 15 h

@Susi:
Selten so gelacht! Früher in der Bauernstube gings nicht anders zu. Respekt wäre geboten solange das Tier noch lebt und nicht gegenüber dem Fleischbrocken zu dem es verarbeitet wurde.

Staenkerer
17 Tage 13 h

maaa, de zertoaln fleisch wie se es von derhoam gewöhnt sein, und schlochtn nit! i möcht zwor nit wissn wo und wie des tier gschlochtet wurde …
passiern tuat in de eh nix, wozu nor den aufschrei!

Karl
Karl
Superredner
16 Tage 23 h

@Grantelbart nicht einmal vor 200 Jahren haben die Menschen bei uns im Hof auf dem Fußboden das Fleisch zerlegt. Was redest du da.?

Grantelbart
Grantelbart
Superredner
16 Tage 18 h

@ karl:
Scheint ja schon was drunter zu liegen im Bild, die Bauern die ihren Speck noch selber machten haben wohl kaum unter Fabriksbedingungen gearbeitet, da lehnst du dich weit aus dem Fenster. 😉

Karl
Karl
Superredner
15 Tage 21 h
In keinem Haushalt und auf keinem Bauernhof sind Fabriksbedingungen möglich, aber das was man auf dem Foto sieht hat man bei uns seit dem Mittelalter nicht mehr so gemacht. Die haben sich ja nicht einmal die Mühe gemacht den Hof zu kehren bevor sie mit der Schlachtung begonnen haben und ich soll mich da zu weit aus dem Fenster lehnen. Dass übrigens diese Art der Tiermisshandlung in ganz Europa eigentlich schon längst verboten ist möchte ich mal nur so nebenbei erwähnen. Wo bleibt dabei der Aufschrei der sonst so aktiven und nun plötzlich so stillen “Tierschützer” im Netz. Man hat… Weiterlesen »
Grantelbart
Grantelbart
Superredner
15 Tage 9 h

@ karl:
Du hörst die Tierschützer nicht weil man tote Tiere nicht mehr wirklich schützen kann, hier geht es doch eher um Hygiene.
Glaube kaum dass die das Fleisch verkaufen wollten und Dreck zu essen ist in Italien bekanntlich straffrei. Ob sich diese Grossstadt je davon erholen wird…

Grantelbart
Grantelbart
Superredner
15 Tage 9 h

@karl:
Du hast eh selbst gemerkt, dass von Schlachtung hier nirgendwo etwas steht, oder?

george
george
Superredner
17 Tage 21 h

Andere Länder, andere Sitten!

So ist das
So ist das
Universalgelehrter
17 Tage 19 h

Das mag stimmen, aber wenn man in einem anderen Land zu „Gast“ ist, dann bitte sich den Sitten und Gesetzen des Gastgeberlandes anpassen.

george
george
Superredner
17 Tage 17 h

Ein Migrant (es war in England ) hat einmal auf eine Bemerkung eines Enheimischen ” …hier in meinem Land ist das verboten ..” geantwortet:”Was lässt Sie glauben, das sei Ihr Land?” Da war der Engländer glatt a bissl baff …

so wie ich bin
so wie ich bin
Grünschnabel
17 Tage 19 h

die Bilder passen ins “drittwelt Land Italien ”
denn das ist Italien . wir entwickeln uns rückwärts!!

Italo
Italo
Tratscher
17 Tage 10 h

so wie ich bin) Brauchsch net über Italien🇮🇹 leschtern passiert ba die Piefkes sicher gleich lei sem Intresiertes niemand mer

george
george
Superredner
17 Tage 21 h

Wurde früher auch bei uns (keine 50 Jahre her) so ähnlich gemacht. Die Leute waren weniger beim Doktor.

Staenkerer
16 Tage 21 h

i wett ober das des fleisch bis zum letztn bissn aufgessn werd wie früher ban bauer! des braucht koan verfollsdatum und werd nit “bei unterbrechung der kühlkette” in de tonne gschmissn!

Grantelbart
Grantelbart
Superredner
17 Tage 21 h

Bestechende Optik! Blut, Messer und mehrere ausländisch aussehende Männer. Ein grober Verstoss gegen jede Hygieneregel, keine Frage. Aber der Niedergang des grossen Milano? Reiht sich gut ein in die gewohnt reisserische Rhetorik der Fratelli und Leghisti.

neidhassmissgunst
17 Tage 20 h

Was mich wundert, ich gehe davon aus dass es sich hier um “Schächten” handelt. Das ist Schlachten nach islamischer Art. Und dies ist meiner Meinung nach nicht unbedingt so ein großes Problem. Nur, wo kommt denn eigentlich das ganze Fleisch in den tausenden “Halal”- Metzgereien her? Es ist doch verboten zu schächten, andererseits wird es überall angeboten.
Dazu muss man sagen, mich wunderts auch bei den Chinesen, wo kommt das ganze Zeug für die billigen Restaurants her, bei den heimischen Engroanbietern kaufen die auf jeden Fall fast nichts ein.

george
george
Superredner
17 Tage 17 h

über die Chinesen gibt es noch den Mythos, dass niemand weiß wo die begraben werden …

Karl
Karl
Superredner
16 Tage 23 h

@george zwischen China und Europa werden viele Container bewegt, wer soll die alle kontrollieren?

Moses
Moses
Grünschnabel
17 Tage 20 h

und was passiert ,? Eben nichts. Die Justiz und die Politik schaut weg und die Metzger haben nichts zu verlieren. Die leisten sich alles im Vergleich zu uns Normalos bekommen die höchstens einen richterlichen guten Rat.

nuisnix
nuisnix
Superredner
17 Tage 15 h

Glaubt mir, ihr möchtet auch so manche Gasthausküche nicht von innen sehen…!

Surfer
Surfer
Superredner
17 Tage 21 h

mohlzeit

Knedl
Knedl
Grünschnabel
17 Tage 11 h

Do wert imene net viel passieren… mi tatnse moani glei insperrn und drschiasn…

wahrheitssucher
wahrheitssucher
Grünschnabel
16 Tage 16 h

Eaz woass i wos Halal bedeutet.

MarkusKoell
MarkusKoell
Tratscher
16 Tage 15 h

Was für Zustände die sprechen immer von Neapel aber Mailand und der Norden ist auch nicht viel besser 😉

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