Von: apa
Die Mailänder Scala begeht am 11. Mai den 80. Jahrestag ihres historischen Wiedereröffnungskonzerts mit einer mehrtägigen Veranstaltungsreihe. Im Mittelpunkt steht eine öffentliche Zeremonie am 11. Mai, bei der Orchester und Chor des Opernhauses unter der Leitung von Dirigent Riccardo Chailly Auszüge aus Giuseppe Verdis “Nabucco” aufführen.
Die Feier erinnert an den 11. Mai 1946, als Arturo Toscanini das Konzert zur Wiedereröffnung des nach Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg zerstörten und wiederaufgebauten Opernhauses dirigierte. Die Scala wurde damals als Symbol für den kulturellen und zivilen Wiederaufbau Italiens gefeiert.
Begleitveranstaltungen von Ausstellung bis Lichtinstallation
Bereits ab dem 9. Mai sind zahlreiche Begleitveranstaltungen geplant, darunter eine Ausstellung im Foyer des Theaters mit dem Titel “1946, die Scala wird wiedergeboren”, die die Wiederauferstehung des Hauses und die Rückkehr Toscaninis dokumentiert. Ergänzt wird sie durch ein wissenschaftliches Kolloquium mit Historikern und Kulturvertreterinnen.
Am 10. Mai dürfen Studierende eine Generalprobe von “Nabucco” besuchen. Am Abend folgt die Einweihung der Lichtinstallation “Note di luce” des Künstlers Marco Lodola, die die Fassade des Opernhauses und den Vorplatz in farbiges Licht taucht.
Ursprünglich 1778 eröffnet
Das für über 2.000 Zuschauer Platz bietende Opernhaus geht auf einen Auftrag durch Maria Theresia zurück, wurde von Giuseppe Piermarini geplant und am 3. August 1778 mit der Salieri-Oper “L’Europa riconosciuta” eröffnet. Rund 60 Jahre später feierte Giuseppe Verdi seinen ersten großen Triumph in Mailand, als 1842 “Nabucco” uraufgeführt wurde und seinen späteren Ruhm begründete. Wie die Wiener Staatsoper wurde auch die Scala im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, doch deutlich früher als diese wiedereröffnet.




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