Tote aus Särgen genommen und Zink verkauft – VIDEO

Makaberer Betrug: In Lagerhalle Dutzende Leichen entdeckt

Samstag, 20. April 2019 | 21:35 Uhr

Asola di Scurelle/Trentino – Was die Beamten der Umweltabteilung der Carabinieri in einer halb verlassenen Lagerhalle in Asola di Scurelle, einer Ortschaft in der Valsugana im Trentino, fanden, ließ selbst lang gediente Carabinieri betroffen und bestürzt zurück.

Zwischen Altölfässern, Motoren, zerlegten Autos und Altreifen waren Arbeiter in einer Lagerhalle mit einer ganz besonders makaberen „Arbeit“ beschäftigt. Die Männer, die zu einer Genossenschaft, die Friedhofsdienste anbot, gehörten, öffneten zuerst mit einem Pickel die Särge. Dann entnahmen sie daraus die sterblichen Überreste und legten sie in Plastiksäcke, die wiederum in Kartons gepackt wurden. Die Särge, die aus fast ganz Venetien, aus dem Trentino und teilweise auch aus Südtirol stammten, wurden hingegen fein säuberlich zerlegt und nach den Ausgangsmaterialien – Holz und Zink – getrennt. Während das Holz der Abfallverwertung zugeführt wurde, wurde das Zink gewinnbringend verkauft.

ANSA/CARABINIERI

Das makabere Treiben wurde bei einer Kontrolle seitens der Gemeindepolizei entdeckt, die wiederum die Carabinieri der Umweltabteilung von Trient sowie die Carabinieri von Borgo Valsugana verständigten. Die Staatsanwaltschaft verfügte die Beschlagnahme der Lagerhalle und eröffnete gegen den 65-jährigen Guido Beber – Inhaber und verwaltungsrechtlicher Verantwortlicher der Genossenschaft „Linea momenti“ von Pergine – ein Verfahren wegen Leichenschändung und illegaler Handhabung von Abfällen. Die eventuellen, rechtlichen Verantwortlichkeiten der anderen Angestellten der Genossenschaft – drei Arbeiter und eine Sekretärin, alle aus dem Trentino – sind noch Gegenstand von weiteren Ermittlungen.

ANSA/CARABINIERI

Das betrügerische Geschäftsmodell der Genossenschaft – so die Anschuldigung der Staatsanwaltschaft und der Carabinieri – soll aber vor allem darin bestanden haben, die unterschiedlichen Kosten für das Verbrennen einer Leiche mit oder ohne Sarg für die eigene Tasche auszunützen. Während beim Verbrennen einer Leiche zusammen mit ihrem Sarg Kosten von rund 800 Euro anfallen, entstehen beim alleinigen Verbrennen der sterblichen Überreste Kosten von lediglich 400 Euro. Aus dieser Differenz, so die Staatsanwaltschaft, habe das „Geschäft“ bestanden.

Angesichts der 27 in der Lagerhalle aufgefundenen Särge und der Vermutung, dass in den letzten drei bis vier Monaten zwischen 150 und 200 Särge und Leichen die Halle in Asola di Scurelle passiert haben, schätzen die Ermittler den Umsatz auf eine Summe von 250.000 bis 300.000 Euro. Diese Annahme wird auch von der aus den Papieren hervorgehenden Menge des verkauften Zinks – rund 6.000 Kilogramm – gestützt. Zweifel erregt vor allem die Tatsache, dass die Entnahme der Leichen aus den Särgen in einer Lagerhalle mitten zwischen zerlegten Fahrzeugen und Altölfässern – einem unter anderem nicht sakralen Ort – stattfand, als ob es sich um eine normale Abfallbewirtschaftung, die aus Mülltrennung und -entsorgung besteht, handeln würde. Das Amt für Hygiene stellte in der Lagerhalle, wo 24 Särge übereinander gestapelt und drei weitere offene Särge auf dem Boden lagen, zudem einen Zustand der generellen Verwahrlosung fest.

Paolo Frizzi, Rechtsanwalt von Guido Beber, wies hingegen alle Anschuldigungen zurück, und erklärte, dass nie ein Verkehr mit Leichen und eine Schändung stattgefunden hätten und dass die Genossenschaft seines Mandanten ordnungsgemäß gearbeitet und über alle notwendigen Genehmigungen verfügt hätte.

ANSA/CARABINIERI

Laut der Onlineausgabe der Tageszeitung Alto Adige halten die Ermittler es für gesichert, dass auch verschiedene Särge und Tote aus Südtirol die von den Medien mittlerweile „Halle des Horrors“ getaufte Lagerhalle in Scurelle in der Valsugana durchlaufen haben. Die Genossenschaft „Linea Momenti“ von Pergine besitzt mit den Gemeinden Auer, Neumarkt und Leifers laufende Verträge.

Der Fund der Särge und der Leichen in der Lagerhalle in der Valsugana im Trentino löste aufgrund der makaberen Umstände in ganz Italien großes Aufsehen und tiefes Entsetzen aus.

 

 

 

 

Von: ka

Kommentare

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21 Kommentare auf "Makaberer Betrug: In Lagerhalle Dutzende Leichen entdeckt"


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Martha
Martha
Superredner
28 Tage 16 h

alle samt 20 Jahre Gefängnis

Mikeman
Mikeman
Kinig
28 Tage 15 h

20 Jahre ??
Dir ist wohl nicht klar was da gemacht wurde, die ganze Bande hinter Gitter und den Schlüssel verwerfen aber wir sind ja in Europa somit ist sowas Utopie.Wetten die laufen alle noch frei herum?

Blitz
Blitz
Universalgelehrter
28 Tage 9 h

@Mikeman Worn jo eh schun olle toat , olls nochher isch eh lai Hokus-Pokus !

maija
maija
Neuling
28 Tage 7 h

@Blitz
mecht i wissen wos du sogen tasch wenn do jemand fa deine Lieben drinnen gwesen wahr???
Ah jo sein jo lei Tote ….

Mikeman
Mikeman
Kinig
28 Tage 7 h

… 😡 😃
Aber zumindest vor den Toten sollte man sich die Grenze setzen , zudem war diese Sache wohl kaum legal ansonsten könnte sich jeder einen teuren Sarg ersparen anstatten zweimal bestohlen zu werden.

oli.
oli.
Kinig
28 Tage 6 h

@Mikeman, alle im Hausarrest also Urlaub , gibt eh keine Kontrollen.

Storch24
Storch24
Superredner
28 Tage 5 h

Ich hoffe nicht dass sie das mit eigenen Verwandten erleben müssen. Blitz @ würde ich nur für deren Aussage mit einsperren

Mikeman
Mikeman
Kinig
27 Tage 17 h

Einfach fürchterlich in welcher Welt wir heute leben ,links und rechts geht langsam alles daneben 😡

nixischfix
nixischfix
Tratscher
28 Tage 16 h

Abgesehen davon dass diese Personen im wahrsten Sinne dess Wortes über Leichen gehen stellt sich auch die Frage ob alle sterblichen Überreste auch ihren richtigen Bestimmungsort zugeführt worden sind. Ich hätte da so meine Zweifel…

aristoteles
aristoteles
Universalgelehrter
28 Tage 15 h

jetzt werden sogar schon die leichen betrogen

thomas
thomas
Universalgelehrter
28 Tage 11 h

war wohl immer so…..da werden sei je Geschäfte gemacht

oli.
oli.
Kinig
28 Tage 6 h

Sogar der Tod ist nicht umsonst , aber jetzt auch noch das , im katholischen Land.

ahiga
ahiga
Superredner
28 Tage 14 h

also so ganz hab ich das nicht verstanden.
da hat ja niemand leichen geschändet, da wurde ja nicht ein knochen gefunden. Also wo willst mit dem sarg auch hin? Im gegenteil, die haben das eh noch getrennt.
Der artikel ist wiedermal ein großer haufen show,…
Lest mal ganz genau!!  bevor ihr hier leute für 20 jahre wegsperren möchtet, die eine arbeit machten, die sonst niemand machen würde. .!27 särge gefunden…über 600 werden “vermutet”…250-300000 euro umsatz…Davon geht dann wahrscheinlich auch der verbale aus..
ein typischer italienischer artikel..
paar holzkisen gefunden und eine riesenshow draus gemacht!!!
sorry.so seh ich das

genau
genau
Universalgelehrter
28 Tage 9 h

Die Übeteste wurden in Kartonen verpackt.
So woe ich das verstanden habe wurde die Überreste dann wie vorgesehen verbrannt.

Nur eben ohne Sarg was die Kosten drückt

Verechnet wurde dann wahrscheinlich die Verbrennung mit Sarg.

Also wurde einmal an der Vebrennung verdient und zum anderen am Zink aus den Särgen.

Zugspitze947
Zugspitze947
Tratscher
28 Tage 11 h

die sollen für den Rest ihres Lebens umsonst die Gräber von Hand ausheben müssen 🙁 Geschmackloser geht es nimmer 🙁

Schnauzer
Schnauzer
Grünschnabel
28 Tage 13 h

Mohlzeit 😷🙊

peterle
peterle
Superredner
28 Tage 5 h

Wenn man sich in der Bestattungslobby bewegt merkt man die grossen Preisunterschiede welche angeboten werden. Da hat der Teure keine Skrupel Geld einzustecken dass Er im Moment der Trauer von den Hinterbliebenen einsackt. Es ist genauso eine Psychologie wie bei andere Lebenserfahrungen welche ausgenutzt und zu Geld gemacht wird.

nikki
nikki
Tratscher
28 Tage 2 h

Uanfoch lei pietätlos und furchtbor traurig , wozu Menschen fähig sein.

Black Lady
Black Lady
Neuling
27 Tage 7 h

Betrug im Leben!
Betrug im Tod!
Sowas nennt man Vollkommenheit!

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