Von: luk
Capracotta – Während in anderen Teilen Europas bereits Frühlingsstimmung herrscht, hat der Winter in Mittel- und Süditalien eindrucksvoll zurückgeschlagen: In der Nacht auf Mittwoch sorgte ein heftiger Wintereinbruch in höheren Lagen der Regionen Molise und Abruzzen für meterhohen Neuschnee und spektakuläre Bilder.
Besonders betroffen ist der Ort Capracotta in der Provinz Isernia. Dort türmen sich die Schneemassen inzwischen auf über eineinhalb Meter, stellenweise sogar deutlich höher. In sozialen Netzwerken kursieren Bilder von eingeschneiten Autos, kaum passierbaren Straßen und Bewohnern, die sich den Weg mit Schaufeln freikämpfen – fast wie in vergangenen Jahrzehnten.
Zeitweise berichten Beobachter sogar von Schneehöhen von bis zu zwei Metern. Starker Wind erschwert allerdings genaue Messungen. Fest steht: Die Niederschläge sind außergewöhnlich intensiv, begleitet von eisigen Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt.

Erinnerungen werden dabei wach an ein extremes Wetterereignis im März 2015, als Capracotta innerhalb von 24 Stunden über 2,5 Meter Neuschnee verzeichnete und damit sogar einen Weltrekord brach.
Auch andere Regionen sind betroffen: In Majella, etwa im Bergdorf Roccacaramanico, versinken Straßen und Häuser derzeit ebenfalls im Schnee. Dort sprechen Beobachter von nahezu zwei Metern Neuschnee.

Meteorologen sprechen von einer intensiven Störungslage, die seit Tagen über den Apennin zieht und weiterhin für anhaltende Schneefälle sorgt. Besonders in den Hochlagen kommt es zu extremen Akkumulationen.
Für die betroffenen Orte bedeutet das vor allem eines: viel Arbeit, aber auch eindrucksvolle Winterbilder, die derzeit ganz Italien in ihren Bann ziehen.






Aktuell sind 4 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen