Von: luk
Tezze – Radikale Tierschützer und Jagdgegner haben in der Valsugana zu drastischen Mitteln gegriffen: In der Nacht auf den 8. Dezember wurden nahe der Grenze der Region Trentino-Südtirol zum Veneto, insgesamt sechs Jagdstände und Hochstände schwer beschädigt. Die auf Holzsäulen gelagerten Hochstände wurden mit Motorsägen abgeschnitten und umgeworfen.
Hinter der Serie von Angriffen steht nach ersten Erkenntnissen die “Animal Liberation Front” (ALF). Dabei handelt es sich um eine international agierende Gruppe, die sich dem Kampf gegen jede Form der Tierausbeutung verschrieben hat. Die Täter hinterließen Schmierereien und Beleidigungen, mit denen sie ihre Aktion “signierten”.
Bei der Jägerschaft in der Provinz Trient sorgt der Vandalenakt für Entsetzen. “Es sind verwerfliche und klar zu verurteilende Vorfälle. Ich bin fassungslos”, erklärt Matteo Rensi, Präsident der Trentiner Jägervereinigung.
Rensi betont, dass die Täter nicht den gesamten Tierschutzsektor repräsentieren: “Zum Glück handelt es sich nur um eine kleine, radikale Minderheit, die Gewalt einsetzt. Wir Jäger hingegen sind zu einem konstruktiven Austausch und zum Dialog bereit. Diese Personen greifen andere an und beschädigen fremdes Eigentum, nur weil sie eine andere Meinung haben.”
Der Verband kündigt an, die betroffenen Besitzer der Hochsitze zu unterstützen. Auch rechtliche Schritte werden geprüft. “So etwas habe ich in dieser Form noch nie erlebt”, so Rensi weiter. “Es handelt sich um schwere, von Hass geprägte Akte. Und gerade diese Taten zeigen deutlich, was für Menschen dahinterstehen.”



