Von: ka
Rom – Wie leider auch in den vergangenen Jahren wurde die Silvesternacht in Italien von schweren Unfällen mit Feuerwerkskörpern überschattet.
Das schwerste Unglück ereignete sich in der Ewigen Stadt, wo der 63-jährige Ion Botnari aus Moldawien nach der Explosion eines Feuerwerkskörpers verblutete. Der schreckliche Unfall geschah am 31. Dezember gegen 17.30 Uhr in Malafede, einem Vorort im äußersten Süden Roms. Botnari befand sich mitten auf der Straße, als der Feuerwerkskörper, den er in der Hand hielt, plötzlich explodierte. Die Explosion traf ihn an Brust und Händen und verursachte schwere Verletzungen und starke Blutungen. Als die Rettungskräfte eintrafen, versuchten sie lange, ihn wiederzubeleben, doch für den 63-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Ion Botnari, der zum Zeitpunkt der Explosion allein war, hatte zu viel Blut verloren.

Ersten Ermittlungen der Carabinieri zufolge handelte es sich bei dem Feuerwerkskörper um einen einfachen Sprengkörper, der vermutlich auf illegalen Wegen erworben wurde.
In Neapel, dem Epizentrum der italienischen Silvesterfeiern, gab es mehr Verletzte als im vergangenen Jahr. Insgesamt 57 Personen mussten wegen Verletzungen durch Feuerwerkskörper, Böller und Knallkörper medizinisch versorgt werden. Nach Angaben der neapolitanischen Polizei konnten 41 Personen das Krankenhaus bereits wieder verlassen, während 16 Patienten weiterhin unter Beobachtung stehen müssen. Unter ihnen gibt es glücklicherweise keine kritischen Fälle. In Neapel wurden am Morgen nach den Feierlichkeiten 42 Verletzte gezählt, darunter sieben Minderjährige, die alle entlassen wurden. Im Hinterland waren 15 Personen betroffen, darunter vier unter 18 Jahren. Diese Zahlen bedeuten eine Verschlechterung gegenüber den 36 Verletzten des Vorjahres. In Mailand und den anderen Regionen Italiens verlief die Silvesternacht relativ ruhig.

Laut der Nachrichtenagentur Ansa rückte die Feuerwehr zu 770 Einsätzen wegen Bränden im Zusammenhang mit den Silvesterfeierlichkeiten aus. Das sind 112 Einsätze weniger als im Vorjahr, als es 882 Einsätze gab. Die Emilia-Romagna führt mit 114 Einsätzen die Rangliste an, gefolgt von der Lombardei mit 113 Einsätzen. Venetien und die Region Trentino-Südtirol verzeichneten insgesamt 77 Einsätze, aus Kampanien und der Toskana wurden jeweils 69 Einsätze gemeldet. Bemerkenswert ist, dass Sardinien und Molise keine Einsätze zu verzeichnen hatten.





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