Giovanni Barreca[54] ermordet seine Frau und die gemeinsamen Söhne – VIDEO

Schreckliche Tragödie: „Der Dämon ist im Haus“

Montag, 12. Februar 2024 | 08:05 Uhr

Altavilla Milicia – Ein Haus in Altavilla Milicia bei Palermo ist Schauplatz einer schrecklichen Tragödie geworden. Offenbar weil er glaubte, dass in seinem Haus der Dämon wohne, ermordete der 54-jährige Giovanni Barreca seine 41-jährige Frau und seine beiden jeweils 16 und fünf Jahre alten Söhne. Die 17-jährige Tochter des Paars blieb wie durch ein Wunder am Leben. Giovanni Barreca, der selbst die Carabinieri verständigt hatte, wurde festgenommen. Zusammen mit einem befreundeten Paar, das den 54-Jährigen zur Tat angestiftet haben könnte, wird Giovanni Barreca derzeit verhört.

Facebook/Giovanni Barreca

Als die Carabinieri in der Nacht vom Samstag auf den Sonntag einen Anruf entgegennahmen, trauten sie ihren Ohren kaum. „Ich habe meine ganze Familie getötet, kommt und holt mich“, so die Stimme am anderen Ende der Leitung.

Nachdem die Carabinieri den 54-jährigen Giovanni Barreca im benachbarten Casteldaccia festgenommen hatten, fuhren sie sofort zu seinem Haus in Altavilla Milicia. Für seine Frau und die beiden gemeinsamen Söhne kam jedoch jede Hilfe zu spät. Als sie am frühen Sonntagmorgen gegen 3.00 Uhr in die Wohnung eindrangen, entdeckten sie die Leichen des fünfjährigen Kevin und seines 16-jährigen Bruders Emanuel. In einem Zimmer fanden sie aber auch die 17-jährige Tochter des Elternpaars, die wie durch ein Wunder noch am Leben war. Laut ihrer Aussage war die verwirrte und erschütterte Jugendliche in der Nacht plötzlich aufgewacht und hatte gesehen habe, wie ihr Vater sich über dämonische Erscheinungen im Haus beklagt hatte.

Von der 41-jährigen Frau von Giovanni Barreca, Antonella Salamone, hingegen fehlte zunächst noch jede Spur. Erst Stunden nach dem Auffinden der Leichen der beiden Söhne wurden im Garten des Hauses die sterblichen Überreste von Antonella Salamone entdeckt. Die 41-jährige Frau war nach dem Mord verbrannt und unter wenigen Zentimetern Erde vor dem Haus verscharrt worden.

ANSA/IGOR PETYX

Einige Hinweise wie die zum Trocknen aufgehängte Wäsche, die von der Frau nicht abgenommen worden war, deuten darauf hin, dass das schreckliche Verbrechen bereits am Freitag verübt worden war. Einer ersten Rekonstruktion des Tathergangs zufolge waren die beiden Söhne im Schlaf mit einer Kette stranguliert worden. Vermutlich vor dem Mord an Emanuel und Kevin hatte Giovanni Barreca Antonella Salamone umgebracht. Wie es der 17-Jährigen gelungen war, rechtzeitig zu fliehen, oder aus welchem Grund der geständige Mörder die Jugendliche verschont hatte, ist noch Gegenstand von Ermittlungen.

Facebook/Antonella Salamone

Bezüglich des Mordmotivs hingegen zeichnete sich bereits am Tag des Auffindens der Leichen ab, dass dieses vor allem im religiösen Wahn des 54-Jährigen zu suchen sei. Seine Facebook-Seite zeugt von seiner Besessenheit. In seinen Posts beschuldigt er die offizielle Kirche, vom wahren Glauben abgefallen zu sein. In unzähligen Posts bemängelt er die Dekadenz der Sitten und bittet Gott darum, dass sein Wille geschehen möge.

Seine Nachbarin, die ursprünglich aus Deutschland stammende Pascal Ballof, hatte Angst vor ihm. „Antonella Salamone war eine so liebe Frau. Sie fühlte sich nicht wohl hier und wollte nach Novara, wo sie jahrelang gewohnt hatten, zurückkehren. Sie erzählte mir, dass er sie schlug. Ich dachte, vielleicht würde Antonella eines Tages ihren Mann verlassen und nicht auf so schreckliche Weise enden“, so Pascal Ballof.

Facebook/Giovanni Barreca

„Giovanni Barreca war mir unheimlich, ich hatte Angst vor ihm. Er sprach immer wieder vom Teufel. Einmal schaltete er das Licht meiner kleinen Madonnenstatue, die ich im Garten meines Hauses aufgebaut hatte, aus. Er meinte, es gäbe nur Gott. Auch von meinen Katzen, die ich in meiner Katzenkolonie in meinem Haus halte, sagte er, dass sie des Teufels seien. Um mir das mitzuteilen, schrieb er mir eigens eine Nachricht“, berichtet die ursprünglich aus Deutschland stammende Frau.

Laut Berichten des Pastors der evangelischen Gemeinde von Altavilla, Gaspare Basile, hatte Antonella Salamone eine Zeit lang seine Kirche besucht, sie später aber wieder verlassen. Auch Giovanni Barreca war Anhänger des evangelischen Glaubens gewesen. „Antonella erzählte mir, dass sie sich in ihrem Haus mit anderen Leuten zum gemeinsamen Gebet und zu Schriftlesungen trafen. Meines Wissens hatten sie aber keinen Pastor“, so der Pastor der evangelischen Gemeinde.

Nach dem Dreifachmord in seiner Gemeinde steht Gaspare Basile unter Schock. „Antonella war eine sanftmütige Frau, sie liebte den Herrn und glaubte an sein Wort. Als ich davon erfuhr, war ich sprachlos. Wir glauben an das Wort Gottes, wir predigen Erlösung und Liebe, wir verurteilen Gewalt. Was geschehen ist, ist tausend Meilen von unserem Glauben entfernt“, lässt der Pastor der evangelischen Gemeinde von Altavilla den Kopf senken.

Facebook/Giovanni Barreca

Verwandten zufolge sollen der 54-Jährige, der als Maurer und Anstreicher arbeitete, und seine Frau, die als Altenpflegerin, als Badante, tätig war, auch unter Geldsorgen gelitten haben, was öfters zu Streit geführt habe. Neben Giovanni Barreca nahmen die Carabinieri ein Paar, das mit dem 54-Jährigen befreundet war, in Gewahrsam. Vermutungen der Ermittler zufolge könnte das Paar, das zur „Gebetsgruppe“ gehören soll, Giovanni Barreca zur Bluttat angestiftet haben.

In Altavilla Milicia herrscht grenzenlose Trauer. Nach dem Bekanntwerden der schrecklichen Tragödie wurden alle Faschingsfeierlichkeiten abgesagt. Zugleich wurden aber auch Stimmen laut, die meinen, dass diese Tragödie vielleicht hätte verhindert werden können. Giovanni Barrecas religiöser Fanatismus, der zur Isolierung der gesamten Familie von der Dorfgemeinschaft geführt hatte, war allgemein bekannt. „Die Kinder hatten keine Bücher. Wie ist es möglich, dass niemand von der Schule diesen Missstand gemeldet hat?“, erklärt Pascal Ballof traurig.

Von: ka

Kommentare

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7 Kommentare auf "Schreckliche Tragödie: „Der Dämon ist im Haus“"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Zugspitze947
19 Tage 14 h

da fehlen mir die Worte 😢😡👌 Hoffentlich bekommt die Tochter die nötige Hilfe um dieses Trauma zu verarbeiten ,dazu wünsche Ich ihr viel Kraft 👌☺

Homelander
Homelander
Superredner
19 Tage 14 h

Es isch leido nimma zi lochn… die Leit drahn olba mehra durch.. wahrscheinlich hat uns das der ganze Wohlstand gebracht…

Pasta Madre
Pasta Madre
Superredner
19 Tage 13 h

Das wegschauen und zudecken ist Schuld am Tod dieser Menschen.
Die heutige Geselschaft ist Meister in Wegschauen.

Dagobert
Dagobert
Kinig
19 Tage 13 h

Dämone? 🤔
Moll auf de Bilder schaugr aus als wenns asoa jähzornigr besitzergreifender Giftzwerg isch!

krokodilstraene
krokodilstraene
Universalgelehrter
19 Tage 10 h

Häng ein Bild von dir an, dann stellen wir Mutmaßungen über dich nur anhand es Bilde an… findest du schön, oder?
Es ist auch in diesem schrecklichen Fall nicht besonders zweckmäßig oder zielführend!!!

World
World
Superredner
19 Tage 10 h

So etwas hat es immer schon gegeben, nur wird es heute durch das Internet schneller und weiter verbreitet.

Staenkerer
19 Tage 10 h

fanatismus isch schun fur hbor, ober no schrecklicher isch es wenn fanatismus in lestm funken von verstond, und gfühl raubt!

mi hots schun endsetzt als i gheart honn das der clerus erst vor kurzen wieder über 70 priester als exerzisten ausgebildet hot, und des im 21ten johrhundert!

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