Von: ka
Massa – In Massa in der Toskana wurde in der Nacht auf Sonntag ein 47-jähriger Mann zu Tode geprügelt. Er hatte eine Gruppe von etwa zehn Jugendlichen und jungen Männern getadelt, die im Zentrum der Kleinstadt Glasflaschen auf Schaufensterscheiben warfen. Vor den Augen seines elfjährigen Sohnes und seiner Partnerin wurden er und sein Schwager daraufhin von mindestens fünf Personen angegriffen und brutal zusammengeschlagen.
Während der brutalen Prügelattacke soll er einen Herzstillstand erlitten haben. Gegen 1.25 Uhr am frühen Sonntagmorgen trafen die Rettungskräfte des Notdienstes 118 am Tatort ein. Der Notarzt und sein Team versuchten lange Zeit, ihn wiederzubeleben, doch letztlich konnten sie nichts mehr für ihn tun. „Sie haben ihn zu Tode geprügelt“, sagten sein Schwager und seine Partnerin. Im Laufe des Sonntags verhörten die Carabinieri mindestens ein Dutzend Verdächtige. Am Abend nahmen sie drei Personen – zwei Volljährige und einen Minderjährigen – in Gewahrsam. Nach dem tödlichen Angriff steht Massa unter Schock.

Der 47-jährige Giacomo Bongiorni aus Massa starb, weil er gesagt hatte, man solle keine Flaschen werfen. Daraufhin wurde er von einer Gruppe junger Leute attackiert, darunter einige Italiener und einige Ausländer im Alter zwischen 16 und 20 Jahren. Die Gruppe warf auf der Piazza Felice Palma, mitten in der Altstadt von Massa und nur einen Steinwurf von den Dienststellen der Polizei, der Carabinieri und der Stadtpolizei entfernt, Flaschen gegen Schaufenster.
Nachdem der 47-Jährige sie gebeten hatte, damit aufzuhören, näherten sie sich ihm und seinem Schwager auf bedrohliche Weise. Vor den Augen von Bongiornis Lebensgefährtin und seinem elfjährigen Sohn begannen sie, auf die beiden Männer einzuschlagen.
Während die Bande auf die beiden Männer losging, brachte Bongiornis Lebensgefährtin den Jungen in Sicherheit. Bongiorni, der von Beruf Zimmermann war, brach unter den Faustschlägen und Tritten zusammen und starb. Vermutlich erlitt er einen Herzstillstand, weil er mit dem Kopf auf das Pflaster aufschlug. Gegen 1.25 Uhr am frühen Sonntagmorgen trafen die Rettungskräfte des Notdienstes 118 am Tatort ein. Der Notarzt und sein Team versuchten lange Zeit, ihn wiederzubeleben, doch es gab nichts mehr zu tun. „Sie haben ihn zu Tode geprügelt“, sagten sein Schwager und seine Partnerin.
Die Obduktion soll nun klären, ob Bongiorni starb, weil er während der brutalen Prügelattacke zu Boden stürzte und sich dabei tödlich am Kopf verletzte, oder ob er vor den Augen seines Sohnes, seiner Lebensgefährtin und mehrerer Zeugen zu Tode geprügelt wurde.
Derzeit suchen die Carabinieri auch in den Aufzeichnungen der Überwachungskameras nach Hinweisen. Mindestens ein Dutzend Verdächtige wurden in der Kaserne der Carabinieri verhört. Am Sonntagabend nahmen die Carabinieri zwei erwachsene Männer und einen Jugendlichen unter dem Vorwurf des vorsätzlichen Mordes fest. Die Täter konnten dank Überwachungskameras und Zeugenaussagen ausfindig gemacht werden.
Der Schwager des Opfers wurde wegen seiner Verletzungen nach der Erstversorgung durch das Notarztteam ins Krankenhaus gebracht. Auch der Sohn des Opfers steht wegen des Schocks unter Beobachtung.

Matteo Bruzzi, ein Verwandter des Opfers, begab sich am Sonntagmorgen auf die Piazza della Palma in Massa und äußerte sich zum Tod des 47-Jährigen: „In der Nacht wurden wir gegen 3.00 Uhr geweckt. Meine Mutter befand sich leider auf dem Platz und rief mich an, um mir zu sagen, dass Giacomo zu Tode geprügelt worden sei, die Täter seien eine Gruppe von Jugendlichen gewesen. Heute Morgen haben wir erfahren, wie es dazu kam. Alles begann damit, dass die Jugendlichen Flaschen gegen eine Schaufensterscheibe warfen. Er war ganz ruhig hier, mit seinem Sohn und seiner Partnerin. Er hat nicht versucht, sie zu provozieren. Aber weil er gesagt hat: ‚Werft keine Flaschen!‘, wurde er von diesen Bestien angegriffen.“ An der Stelle, an der sich die Tragödie ereignet hat, wurde ein Strauß weißer Blumen niedergelegt.
In der Zwischenzeit wurde heute Vormittag eine Dringlichkeitssitzung des Landeskomitees für öffentliche Ordnung und Sicherheit unter dem Vorsitz von Präfekt Gaetano Cupello einberufen. Anwesend waren unter anderem die Bürgermeister von Massa, Francesco Persiani, und von Carrara, Serena Arrighi, sowie Landeshauptmann Roberto Valettini.
Unbeschadet der laufenden Ermittlungen wurde in der Sitzung gemäß einer Mitteilung eine Verschärfung der Präventions- und Kontrollmaßnahmen in den am stärksten von der sogenannten „Malamovida” betroffenen Gebieten beschlossen. Damit sind die von nächtlichen Sachbeschädigungen und Gewalttaten im Zuge der Ausgehsaison betroffenen städtischen Zonen gemeint.
Die Bürgermeister von Massa und Carrara werden entsprechende Verordnungen erlassen, um die Schließung von Gaststätten eine halbe Stunde nach Mitternacht bis zum 31. Mai anzuordnen. Außerdem ist ein Verbot des Verkaufs und des Mitnehmens von Getränken in Glasbehältern nach 22.00 Uhr vorgesehen. Kontrollen werden auch die Einhaltung des Verbots des Verkaufs alkoholischer Getränke an Minderjährige überprüfen.
Im Rahmen der Sitzung, die am Sonntag unter Beteiligung des Staatsanwalts von Massa stattfand, wurde auch die Einrichtung von „Überwachungszonen” in den historischen Stadtzentren sowie in den Hafengebieten von Massa und Carrara diskutiert. Aus diesen Zonen sollen Personen mit bestimmten Vorstrafen, die sich antisozial verhalten, verwiesen werden.
Nach dem tödlichen Angriff steht Massa unter Schock. „Im Namen der Stadt drücke ich meine tiefe Trauer und große Bestürzung über diesen auf nichtige Motive zurückzuführenden Vorfall beispielloser Gewalt aus. Dieser hat die gesamte Gemeinschaft erschüttert. Ich spreche der Familie von Giacomo Bongiorni, die von einer so schweren und ungerechten Tragödie hart getroffen wurde, mein tiefstes Beileid und meine Verbundenheit aus”, erklärte der Bürgermeister von Massa, Francesco Persiani, der für den Tag der Beisetzung eine städtische Trauerzeit ausrufen wird.

„Ich habe um ein dringendes Treffen mit dem Innenminister gebeten. Mit ihm habe ich bereits informell gesprochen. Er hat großes Interesse an der Angelegenheit gezeigt. Ich werde die Lage vor Ort darlegen und eine sofortige Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen in der Region fordern”, kündigte der toskanische Abgeordnete der Lega, Andrea Barabotti, an.






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