Von: luk
Trient – Lange Warteschlangen an den Liftanlagen, volle Pisten und ausgebuchte Unterkünfte: Trotz weitgehend fehlender Naturschneefälle erlebt der Skitourismus im Trentino rund um die Feiertage eine starke Hochsaison. Vor allem zwischen Weihnachten, Silvester und dem Dreikönigstag zeigte sich das „weiße Karussell“ in Südtirols Nachbarprovinz als Magnet. Von einer Krise ist wenig zu spüren.
Möglich wird der Betrieb aber nahezu ausschließlich durch technische Beschneiung. Nach einem milden und trockenen Dezember nutzten die Skigebiete kurze Kältefenster intensiv, um die Pisten rechtzeitig zu präparieren. Teilweise kamen dabei auch außergewöhnliche Maßnahmen zum Einsatz, etwa den Einsatz von Helikoptern.
Branchenvertreter sprechen von einem insgesamt positiven Saisonverlauf. Laut dem italienischen Observatorium für Bergtourismus wird für den Winter ein moderates, aber stabiles Wachstum (3,8 Prozent) erwartet, getragen vor allem von einem deutlichen Plus bei ausländischen Gästen (8,8 Prozent). Bei italienischen Gästen wurde ein Rückgang von 3,9 Prozent verzeichnet. Auch wirtschaftlich bleibt der Wintersport ein zentraler Motor für die Bergregionen.
Trotz der klimatischen Unsicherheiten bleibe der Wintersport ein zentraler Wirtschaftsfaktor für die Bergregionen. Die Hoffnung ruht nun auf kälteren Phasen und möglichen Schneefällen im weiteren Verlauf des Winters.




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