730.000 Euro "zurückgeholt"

Spekulation mit Alpungsprämie: Scharfe Kontrollen im Trentino

Freitag, 13. Januar 2023 | 08:21 Uhr

Trient – Die Behörden in der Provinz Trient haben zuletzt ihre Kontrollen zu Grünflächen und Nutztierhaltung in den vergangenen drei Jahren verstärkt. Wie die Nachrichtenagentur Ansa schreibt, wollten sie damit Spekulationen von Agrarbetrieben zum Erhalt von Alpungsprämien unterbinden.

Seit 2020 wurde durch die Kontrolltätigkeit eine Summe von knapp 730.000 Euro für die öffentliche Hand “gerettet”. Es handelt sich dabei um nicht gezahlte Gelder in Höhe von 400.000 Euro sowie Sanktionen in Höhe von 330.000 Euro.

Die Behörden des Trentino haben durch die gezielten Kontrollen diverse Unstimmigkeiten festgestellt und in der Folge Zahlungen ausgesetzt oder reduzierte Prämien ausgezahlt. Allein 2021 wurden durch dieses Vorgehen 311.000 Euro vor der ungerechtfertigten Auszahlung bewahrt.

 

Von: luk

Kommentare

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10 Kommentare auf "Spekulation mit Alpungsprämie: Scharfe Kontrollen im Trentino"


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N. G.
N. G.
Kinig
26 Tage 8 h

Dieses Thema passt doch wunderbar zum Thema Wolf und was auf diversen Almen wirklich passiert! Die armen armen Bauern!
Man subventioniert etwas was es in dem Sinne nicht mehr gibt. Museumsalmwirtschaft nenn ich das! Und wenn, dann bitte auch mit standesgemäßen Trachten und Tänzen!

neidhassmissgunst
neidhassmissgunst
Universalgelehrter
26 Tage 5 h

@N.G.
Diese Prämie ist im Grunde nur eine Investition in den Tourismus.
Durch die ordentliche Beweidung und Bewirtschaftung der Almen sind diese auch bereit den Gast als Urlaubsfreude und Bewirtung zu dienen. Hier wiederum wird dem Bergbauer der “schwarze Peter” zugeschoben.
Es gibt sehr wohl die Möglichkeit einige Förderungen zu schleifen oder eben abzuschaffen. Die Grundlage ist ein gewisser garantierter Auszahlungspreis der Endprodukte in der Berglandwirtschaft. Und wenn man die aktuellen Kosten beachtet so müsste der Auszahlungspreis der Milch bei mindestens 70 Cent liegen.

Kinig
24 Tage 5 h
Eine Milchmädchenrechnung 🙈🙈. Kaufmännisches Rechnen und betriebswirtschaftliches Handeln scheint nicht nur in Rom (Spritpreis und seine Folgen) eine Schwäche zu sein. Und auch Du reihst dich in die Riege der “Bauern NHMler” ein. Wenn das Land die Almflächen, Wiesen und vorallem Hänge zum Schutz gegen Verbuschung, gegen Lawinenabgänge, Erhalt der Artenvielfalt etc. mit “eigenem” Personal bewirtschaften, sprich Mähen und Abtransportieren !! müsste, wären die Kosten für Technik und Personal um ein Vielfaches höher als die “Beiträge”, die bewirtschaftende Bauern beantragen können. Ganz davon abgesehen müssten wichtige Grundnahrungsmittel (z B. Milch u. Milchprodukte) mangels Anbau- und Produktionsmöglichkeiten teuer importiert werden. Vielleicht… Weiterlesen »
Landschaftspfleger
Landschaftspfleger
Superredner
26 Tage 8 h

Richtig so, Alpungsprämien sind Beiträge zum Erhalt von Umwelt, Tiergesundheit, Kultur und Lebensmittelqualität. Dabei ist keine Spekulation zu dulden.

Staenkerer
25 Tage 21 h

löst sich eh von alloan wenn de wurm-, maden-, grillen-,heuhupfer-, laus-, floh-, wonznzucht richtig in schwung kimmt …
olmen brauchts sem nimmer,
wölfe störn nimmer,
es obst werd nimmer gspritzt und gwaschn,
de prämin gibs pro wurm und insekt,
und vogelfänger wern nimmer gstroft sonder gezohlt …

Eros_R
Eros_R
Neuling
26 Tage 5 h

I mecht nit wissen, wieviel Unstimmigkeiten bei ins do gfuntn wurn, wenn sie ordentlich kontrollieren tatn…

neidhassmissgunst
neidhassmissgunst
Universalgelehrter
26 Tage 5 h

Ich habe gar nicht verstanden WIESO und WIE Spekulation mit der Prämie möglich ist. 
Die Prämie betrifft nur das Vieh dass effektiv auf der Alm weidet, also leicht kontrollierbar. 

ieztuets
ieztuets
Superredner
26 Tage 5 h

Wie ollm konn man nit olle in uen Topf werfn, ober es gibt sicher “Schlaue”…

Kinig
24 Tage 5 h

Bei der Antragstellung für Beiträge und Subventionen kann man sich schon mal “verrechnen🤣😉”. In den 1980er Jahren haben die Antragsteller einer süditalienischen Insel bei der EU gemeinsam mehr “pro Hektar Subventionen” beantragt, als die ganze Insel Fläche hat…

So ist das
25 Tage 9 h

Da kann man hierzulande weitermachen, aber wir haben leider ein Wahljahr 🫢

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