Vorwurf: Unbefugte Zimmervermietung

Stadtpolizei stoppt erstes italienisches „Haus der erotischen Puppen“

Donnerstag, 13. September 2018 | 08:10 Uhr

Turin – Bereits wenige Tage, nachdem das erste italienische „Haus der erotischen Puppen“ seine Tore geöffnet hatte, bekam das „Puppenbordell“ – wie das Haus von den Medien getauft worden ist – Besuch von der Stadtpolizei. Die Beamten warnten die Inhaber davor, ihre Tätigkeit weiterhin auszuüben.

LumiDolls

Noch am 3. September war für die Inhaber des „Hauses der erotischen Puppen“ die Welt noch in Ordnung. Bereits vor der Eröffnung hatte das „pikante Angebot“ – das erste dieser Art in Italien – in der italienischen Öffentlichkeit für erhebliches Aufsehen gesorgt. Anfang September war es dann soweit. In Italien eröffnete das erste Geschäftslokal der katalanischen Gesellschaft LumiDolls, die im Netz und in eigenen „Geschäftslokalen“ lebensecht wirkende, teure Sexpuppen, die dem „sexuell-spielerischen Zeitvertreib“ dienen sollen, zur stundenweisen Vermietung und zum Verkauf anbietet. Bei den lebensechten Puppen handelt es sich nicht um billige, aufblasbare Gummipuppen, sondern um anatomisch nahezu perfekte Modelle mit gelenkigen Gliedmaßen, die laut dem Hersteller mit thermoplastischen Elastomeren und anderen hochwertigen Materialien hergestellt werden, um für die „Nutzer“ ein „lebensechtes Erlebnis“ zu erreichen. Das ist durchaus ein teures Vergnügen. Die Preise der lebensechten Puppen beginnen bei 750 Euro, können aber auch die 2.000 Euro weit überschreiten.

LumiDolls

Der Turiner Geschäftspartner des Anbieters schloss mit LumiDolls einen Franchisevertrag ab und übernahm für die katalanische Gesellschaft das Italiengeschäft mit den lebensechten, teuren Sexpuppen. „Wir wollen euch die Sexualität auf vollkommen andere Weise, in einer luxuriösen und diskreten Umgebung sowie auf eine vollkommen legale Art auskosten lassen. In unserem Lokal in Turin werdet ihr einen komfortablen und mit Geschmack ausgestatteten Raum betreten, wo ihr eure Fantasien bis ins kleinste Detail Wirklichkeit werden lassen könnt“, so die Turiner Inhaber auf ihrer Internetseite.

ANSA/ ALESSANDRO DI MARCO

Gegenüber Medien versicherte der italienische Franchisepartner von LumiDolls, dass er auch über alle behördlichen Genehmigungen verfüge. Dem ist anscheinend aber nicht so. Am Mittwoch bekam der Turiner LumiDolls-Partner Besuch von der lokalen Stadtpolizei. Die Sexpuppen selbst sind dabei nicht das Problem, sondern die Tatsache – so die Stadtpolizei – dass die Inhaber für ihre unternehmerische Tätigkeit nicht die nötigen Genehmigungen besitzen, um die Zimmer vermieten zu können. Dabei handelt es sich um die gleichen behördlichen Genehmigungen, über die auch Hotels und einfache Zimmervermieter verfügen müssen. Rechtlich gesehen ist das „Haus der erotischen Puppen“ eine Zimmervermietung, weil in dem aus mehreren Räumen bestehenden Lokal Zimmer – natürlich zusammen mit den Sexpuppen, wobei die Preise bei 80 Euro für eine halbe Stunde beginnen – vermietet werden. Zusammen mit den Beamten der Stadtpolizei erschienen auch Inspektoren des Hygieneamtes, um am „Tatort“ alle die Gesundheit und die Sauberkeit betreffenden Aspekte abklären zu können.

ANSA/ ALESSANDRO DI MARCO

Zudem riskieren die Inhaber auch eine Anzeige, weil sie, wie die gesetzliche Regelung für Hotels vorsieht, der Gemeinde nicht die Liste aller Vermieter übermittelt haben. Sicher ist derzeit nur, dass die Stadtpolizei den Inhabern eine Aufforderung überreichen wird, ihre „Vermietungstätigkeit“ vorläufig einzustellen. Am Ende des Verfahrens wird die Stadtgemeinde Turin entscheiden müssen, ob der italienische Lumidolls-Ableger endgültig seine Tore schließen muss oder seine Zimmer – und Sexpuppen – weiterhin vermieten darf. Dabei dürfte auch eine Rolle spielen, dass sich Nachbarn des „LumiDolls-Hotels“ bei der Gemeinde beschwert haben.

Von: ka

Kommentare

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25 Kommentare auf "Stadtpolizei stoppt erstes italienisches „Haus der erotischen Puppen“"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
wellen
wellen
Superredner
11 Tage 11 h

Besser die perversen Freier beuten Gummi aus statt echte Frauen

forzafcs
forzafcs
Tratscher
11 Tage 10 h

Lieber bei einer Prostituieren als Gewaltsam auf der Straße/Park.

genau
genau
Universalgelehrter
11 Tage 5 h

@forzafcs

Und mit einer Gummipuppe auf der Parkbank?? 😄😄

Aber du hast Recht

Mastermind
Mastermind
Superredner
11 Tage 2 h
Bitte meist ist es doch genau nur in Staaten, wo es illegal ist so. In anderen Staaten sind Huren meist Weiber ohne Ausbildung die damit halt mehr Geld verdienen als manche hohe Beamte im Monat und meistens geht es in Beziehung bei vielen auch nur ums Geld, deswegen leben ja teils in manchen EU-Staaten mehr Alleinerziehende, wobei 75% der Trennung von Frauen aus gehen, sicher kein Zufall der Mann muss ja in 99% der Fälle zahlen, Frauen daten nämlich fast immer nach oben, da ist mir eine Hure oder Puppe doch ehrlicher, da weiß man den Preis. Bei normalen Frauen… Weiterlesen »
m69
m69
Universalgelehrter
10 Tage 21 h

Mastermind @

Ich weiß ja nicht wie jung Sie sind, aber ein Sprichwort sagt:

Verliebe dich oft, verlobe dich selten, heirate nie!

Das muss ja nicht auf jeden zutreffen! 😉

Pyrrhon
Pyrrhon
Tratscher
11 Tage 12 h

Wenn i a Hose kafn will gea i woll a in a Umkleidekabine und probier sie 🤔 😅

m69
m69
Universalgelehrter
11 Tage 12 h

Pyrrhon@

der isch guat! 😉

xXx
xXx
Tratscher
11 Tage 11 h

Du bezahlts aber keine Miete für die Umkleide.

Staenkerer
11 Tage 2 h

sem zohlsch oder nit 80 € oder?

Pyrrhon
Pyrrhon
Tratscher
11 Tage 1 h

@xXx
miaßnse holt die miete weklossn u 80€ für die reinigung verlongen 😉

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Universalgelehrter
11 Tage 12 h

Spielverderber! Dieser pöhse Polizeistaat vergönnt einem aber auch gar nichts… 😉

Staenkerer
11 Tage 2 h

de hobn jo a lei gratis olles unschaugn gwellt …
tjo, 😉so werd der beruf.ausgenutzt …

aristoteles
aristoteles
Tratscher
11 Tage 11 h

ach wie fein, nie wieder kopfschmerzen. anderseits, die halbe stunde kostet ja mehr wie bei einer realen prostituierten (habe ich mir sagen lassen). noch besser, sollten diese puppen den freiern besser gefallen, dann gibt es bald einmal viel weniger menschenhandel in sachen prostitution

xXx
xXx
Tratscher
11 Tage 2 h

aha…hast du gehört 😉

knoflheiner
knoflheiner
Universalgelehrter
11 Tage 11 h

typisch scheinheiliger walscher stoot

Tabernakel
11 Tage 5 h

rosi
rosi
Neuling
10 Tage 14 h

tansch a gearn mit di poppilan spiel gel😋

Mutti
Mutti
Superredner
11 Tage 12 h

Olm die nochborn…🙂

Savonarola
Savonarola
Universalgelehrter
11 Tage 11 h

es ist korrekt, dass die Zimmervermietung auch die Vermietung des Zimmerzubehörs (Möbel, Verschönerungsgegenstände) beinhaltet. Es wäre zu klären, wie der uneigentliche Gebrauch dieser Objekte, der Verbrauch, die Abnützung oder gar die Zerstörung durch den Gebrauch vertraglich geregelt sind.

Angel
Angel
Grünschnabel
11 Tage 7 h

Waren die Puppen zu laut?

hoglsturm
hoglsturm
Grünschnabel
11 Tage 10 h

holz auf holz und gummi in gummi

Don Giovanni
Don Giovanni
Tratscher
11 Tage 48 Min

De solln sie hilt lossn 👍🏻👍🏻🤣🤣👏🏻🤣😂😂😂😍🦄

Bella Bionda
Bella Bionda
Grünschnabel
10 Tage 22 h

So was gibts im eher prüden Italien. Mal was Neues. Ich finde das schon schade, dass er schliessen musste. Aber er kann sich die Genehmigungen doch noch holen, oder? Wär ja schon wieder Stoff für fifty shades of grey😀

xXx
xXx
Tratscher
11 Tage 1 h

Alle nur Schw… gesteuert hier, ider was ist los? Es gehg nicht um die Puppen, due sind kein Problem. Auch was der Mieter damit macht ist egal.

Das Unternehmen hatte schlicht keine Genehmigung die Räume zu vermieten!

marher
marher
Grünschnabel
10 Tage 11 h

Es gibt immer wieder neue prickelnde Tendenzen. Gummipuppen die angeblich eine Frau bezw. einen Mann für Sex ersetzen. So manche werden eine zu Hause haben, keine wird sich bescheren, schwanger werden, und am Ende kann man sie einfach links liegen lassen . In welcher verrückten Welt leben wir?

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