Von: luk
Neapel – Im Fall eines verstorbenen Kindes nach einer Herztransplantation ermittelt die Staatsanwaltschaft von Neapel nun wegen eines weiteren Delikts gegen zwei Ärzte. Neben dem bereits bestehenden Verdacht der fahrlässigen Tötung wird ihnen nun auch Urkundenfälschung vorgeworfen.
Konkret geht es um den Herzchirurgen Guido Oppido sowie die Ärztin Emma Bergonzoni, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa. Beide sollen laut Ermittlern die Krankenakte des kleinen Domenico Caliendo nachträglich verändert haben. Im Fokus stehen insbesondere Angaben zu den Ankunftszeiten des Spenderherzens, das von Bozen nach Neapel transportiert wurde.
Die Staatsanwaltschaft unter Leitung von Giuseppe Tittaferrante und Vize-Staatsanwalt Antonio Ricci hat für beide Mediziner zudem ein vorübergehendes Berufsverbot beantragt. Eine Entscheidung darüber steht noch aus, die Beschuldigten sollen Ende des Monats angehört werden.
Insgesamt stehen sieben Ärzte des Krankenhauses Monaldi im Zusammenhang mit dem Tod des Kindes unter Verdacht.




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