Mattia Maestri gestorben

Tragischer Fall von E.-coli-Infektion durch Rohmilchkäse

Sonntag, 02. August 2026 | 10:27 Uhr

Von: Lukas Unterkofler

Trient – Der tragische Fall des kleinen Mattia Maestri aus Coredo im Trentino hat ein trauriges Ende gefunden: Der Bub, der seit 2017 nach dem Verzehr von mit Escherichia-coli-Bakterien belastetem Rohmilchkäse im dauerhaften Wachkoma lag, ist verstorben. Das bestätigte sein Vater Giovanni Battista Maestri gegenüber italienischen Medien.

“Unser Mattia hat uns verlassen. In seinem Namen danke ich allen, die dazu beigetragen haben, seinen Abschied weniger schmerzhaft zu machen”, so der Vater.

Der Fall hatte weit über das Trentino hinaus für Aufsehen gesorgt. Mattia hatte als Kleinkind mit dem gefährlichen Bakterium kontaminierten Rohmilchkäse gegessen und erlitt dadurch schwerste gesundheitliche Schäden. Seitdem befand er sich in einem permanenten vegetativen Zustand.

Das Kassationsgericht bestätigte später den ursächlichen Zusammenhang zwischen dem verunreinigten Käse und den schweren Verletzungen des Kindes. Damit wurden die Verurteilungen von zwei Verantwortlichen einer Käserei wegen fahrlässiger Körperverletzung rechtskräftig.

Nach dem Vorfall gründete Mattias Vater einen Verbraucherschutzverein, der über die Risiken bestimmter Lebensmittel – insbesondere von Rohmilchprodukten – aufklärt und sich für einen besseren Schutz der Konsumenten einsetzt.

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