Zweijähriger Bub kämpft im Krankenhaus um sein Leben – VIDEO

Tragödie: Kleinkind fällt in tiefen Brunnen

Mittwoch, 05. April 2017 | 07:04 Uhr

Velletri/Latium – In Velletri, einer Kleinstadt in der Nähe von Rom, hat sich ein schweres Unglück ereignet. Ein zweijähriger Bub ist im Garten des Elternhauses vor den Toren der Kleinstadt aus noch ungeklärter Ursache in einen tiefen Brunnen gefallen.

Das Unglück geschah am Samstagabend kurz vor 19.00 Uhr. Laut ersten Erkenntnissen soll der kleine Bub, der im Garten der elterlichen Villa gespielt hatte, in einem unbeaufsichtigten Moment auf die Ummauerung des Brunnes gestiegen und rund acht Meter tief bis zur Wasseroberfläche am Grund des Brunnens gefallen sein.

Twitter/Velletri

Wenige Minuten später fiel dem Großvater des Kindes auf, dass der kleine Junge fehlte. Als er über den Rand der Ummauerung der Brunnenöffnung blickte, erkannte er auf dem Grund des Brunnens den kleinen Körper des Zweijährigen. Er stieg in den Brunnen hinab, um sein Enkelkind zu retten. In der Zwischenzeit waren auch die Rettungskräfte alarmiert worden. Kurze Zeit nach dem Unfall trafen am Unglücksort mehrere Feuerwehrmannschaften und eine Spezialeinheit der Höhlen- und Wasserrettung ein und zogen in einer gemeinsamen Aktion Großvater und Enkelkind aus dem tiefen Brunnen heraus.

Twitter/Velletri

Beide Verletzten wurden in das Krankenhaus von Velletri gebracht. Während sich aber der Großvater beim Sprung in den Brunnen nur einige Abschürfungen und Prellungen zugezogen hatte, war der Sturz für den kleinen Buben folgenschwer gewesen. Ersten Vermutungen zufolge könnte der Zweijährige zu lange bewusstlos im Wasser am Brunnengrund gelegen und sich zudem beim Fall in den Brunnen an den Innenwänden verletzt haben. Aufgrund der Schwere der Verletzungen entschlossen die Ärzte in der Nacht auf Sonntag, den kleinen Buben in das pädiatrische Krankenhaus Bambino Gesù nach Rom zu bringen. Der kleine Junge kämpft noch immer um sein Leben.

Zum genauen Unfallhergang befragten die Carabinieri den Großvater des kleinen Buben. Laut ersten Ergebnissen soll es sich beim Unglück um einen Unfall gehandelt haben. Gegen die Verantwortlichen wird zurzeit „nur“ wegen unterlassener Beaufsichtigung des spielenden Kindes ermittelt. Laut Angaben der Eltern des Zweijährigen soll die einen halben Meter über dem Boden sich befindende Brunnenöffnung von einer mit zwei Amphoren beschwerten Eisenplatte gesichert gewesen sein, die der kleine Bub zur Seite geschoben haben soll.

Bub hat es leider nicht geschafft

Wie am Montagabend bekannt wurde, hat es der zweijährige Bub leider nicht geschafft. Trotz der Bemühungen der Ärzte konnte infolge der Schwere der Verletzungen das Leben des 23 Monate alten Adrian Costan, so der Name des kleinen Buben, nicht gerettet werden.

Von: ka