Von: luk
Neapel – Im Krankenhaus Monaldi in Neapel laufen die Vorbereitungen für ein außergewöhnliches medizinisches Spitzentreffen. Spezialisten aus ganz Italien prüfen am Mittwoch die Frage, ob einem Kind, dem ein bereits geschädigtes Herz transplantiert wurde, ein weiteres – neues – Spenderorgan eingesetzt werden kann. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ansa.
Kind weiterhin auf der Transplantationsliste
Der kleine Patient befindet sich weiterhin auf der Warteliste für eine Herztransplantation und wartet auf ein geeignetes Organ. Die Situation gilt als äußerst komplex.
Eine vom Monaldi-Krankenhaus bei der römischen Kinderklinik “Bambino Gesù” angeforderte fachliche Stellungnahme hatte ein kritisches klinisches Bild aufgezeigt. Demnach erscheine der Gesundheitszustand des Kindes derzeit nicht mit der Hoffnung vereinbar, eine erneute Herztransplantation erfolgreich durchführen zu können.
Familie hofft weiter – Entscheidung vertagt
Trotz dieser Einschätzung gibt die Familie die Hoffnung nicht auf. Ursprünglich hätte das Krankenhaus in Neapel bereits gestern eine neue eigene Bewertung vorlegen sollen. Stattdessen wurde die Entscheidung vertagt.
Am Abend kündigte die Klinik die Einberufung eines „Heart Teams“ an. Dazu sollen führende Spezialisten jener italienischen Zentren nach Neapel kommen, die über die größte Erfahrung und die höchsten Fallzahlen im Bereich der pädiatrischen Herztransplantation verfügen. Geplant ist eine gemeinsame Neubewertung direkt am Krankenbett des Kindes.
Das morgige Treffen dürfte entscheidend dafür sein, ob eine weitere Operation medizinisch vertretbar erscheint.




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