Muren, Evakuierungen und Straßensperren

Unwetter wüten im Fassatal

Montag, 03. August 2026 | 10:04 Uhr

Von: Lukas Unterkofler

Fasstal – Heftige Unwetter haben am Sonntag das Fassatal schwer getroffen und Muren sowie erhebliche Schäden an Straßen und Infrastruktur verursacht. Besonders betroffen sind die Gebiete rund um Gardeccia, das Vajolettal und dem Grasleitenpass an der Grenze zu Südtirol. Wanderer mussten aus den Hochlagen in Sicherheit gebracht werden.

Die Lage war kritisch. Ein angeschwollener Wildbach riss auf einer Länge von mehr als 200 Metern die Zufahrtsstraße weg und machte sie unpassierbar. Zudem wurden Abwasserleitungen, Glasfaserkabel und Stromleitungen zerstört.

Die Freiwilligen Feuerwehren von Pozza und Vigo di Fassa sowie die Bergrettung leiteten umgehend Evakuierungsmaßnahmen ein. Wanderer und Touristen aus dem Gebiet rund um die Vajolet-Hütten wurden über einen alternativen Weg durch den Wald ins Tal begleitet. Gleichzeitig überprüften Experten die Stabilität des Weges nach Gardeccia, der an mehreren Stellen unterspült wurde. Ein Geologe der Provinz Trient verschaffte sich per Hubschrauber einen Überblick über die Lage und beurteilt die Stabilität der Hänge.

Auch die Hauptverkehrswege sind betroffen. Die Provinz Trient hat die Staatsstraße 346 über den San-Pellegrino-Pass bei Kilometer 6,5 in der Ortschaft Bucaneve (Gemeinde Moena) gesperrt. Dort ging eine größere Mure ab und verschüttete die Fahrbahn mit Geröll und Schlamm. Der Verkehr wird vorübergehend über den Vallespass umgeleitet.

Die Provinz ruft Einheimische und Gäste zu besonderer Vorsicht auf. Betroffene Gebiete sollten gemieden und Fahrten nur unter Berücksichtigung der eingerichteten Umleitungen geplant werden.

Bereits in den vergangenen Tagen hatten Unwetter Muren in Antholz und St. Vigil in Enneberg ausgelöst.

Kommentare

Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen