Von: Martin Geier
Colli sul Velino – Sechs Tote und 27 Verletzte, davon vier schwer, ist die schreckliche Bilanz des Unfalls vom Sonntag, dem 2. August, auf der Staatsstraße 79 „Ternana“ in Colli sul Velino in der Provinz Rieti in der mittelitalienischen Region Latium. An dem Zusammenstoß waren ein Reisebus, ein Wohnmobil und drei Pkw beteiligt.
Die Fahrzeuge befanden sich auf der „Ternana“ im Grenzgebiet zwischen Latium und Umbrien, als sie auf Höhe des Lago di Ventina plötzlich zusammenstießen. Ersten Rekonstruktionen der Verkehrspolizei von Rieti und Terni zufolge soll das in Richtung Terni fahrende Wohnmobil aus bisher unbekannten Gründen auf die Gegenfahrbahn geraten sein. Der Reisebus war hingegen in Richtung Rieti unterwegs. Der Frontalzusammenstoß war sehr heftig. In den Unfall waren zudem drei Pkw verwickelt, die hinter dem Bus und dem Camper unterwegs waren und nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnten – eines der Autos kippte auf die Seite.

Nachkommende Autofahrer hielten an, um den Betroffenen Erste Hilfe zu leisten und die einheitliche Notrufnummer 112 zu wählen, um den dringenden Einsatz von Rettungskräften für mehrere Personen zu fordern, deren Gesundheitszustand äußerst kritisch schien.
Nach Eingang der Meldung trafen innerhalb weniger Minuten mehrere Rettungsfahrzeuge mit medizinischem Personal an der Unfallstelle ein. Die Bilanz war leider schwerwiegend: Für sechs der betroffenen Personen – die beiden Lenker, zwei Buspassagiere und ein weiterer Insasse des Campers – kam jede Hilfe zu spät, obwohl die Rettungskräfte alles in ihrer Macht Stehende taten, um sie wiederzubeleben, indem sie Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführten und die schweren Verletzungen und Traumata behandelten, die sie bei dem Zusammenstoß der Fahrzeuge erlitten hatten.
Die Feuerwehrleute befreiten vier Schwerverletzte mit schwerem hydraulischem Gerät aus den Wracks und übergab sie dem Notarztteam. Nach der Erstversorgung wurden sie mit dem Rettungshubschrauber in die Poliklinik Agostino Gemelli in Rom und in das Krankenhaus von Terni geflogen. 23 weitere Personen mit mittelschweren und leichten Verletzungen wurden mit Krankenwagen in die Krankenhäuser von Rieti, Terni und Foligno gebracht.
Die Feuerwehr kümmerte sich zudem um die Sicherung der Straße. Ordnungskräfte waren vor Ort, um die Unfallerhebungen durchzuführen und den Verkehr zu regeln. Der vom Unfall betroffene Straßenabschnitt wurde vorübergehend gesperrt, um die Rettungsmaßnahmen zu erleichtern und die Ermittlungen zum Unfallhergang zu ermöglichen. Die Auswirkungen auf den Verkehr waren erheblich: Es kam zu Verkehrsbehinderungen und kilometerlangen Staus. Im Einsatz standen vor Ort die Feuerwehr, mehrere Rettungswagen und Notarzthubschrauber mit Rettungskräften von Ares Lazio sowie die Ordnungskräfte, darunter die Verkehrspolizei von Terni und die Carabinieri.




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