Zwei Jahre und drei Monate Haft für den „Senatur“

Veruntreuung von Parteigeldern: Bossi und sein Sohn verurteilt

Montag, 10. Juli 2017 | 18:27 Uhr

Rom – Das ehemalige Aushängeschild der Lega Nord, Umberto Bossi, ist wegen Veruntreuung von Parteigeldern zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa. Während über Bossi eine Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten Haft verhängt wurde, sind es für seinen Sohn Renzo eineinhalb Jahre Haft. Der Ex-Schatzmeister der Partei, Francesco Belsito, wurde hingegen zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

Das Gericht ist damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft gefolgt. Für Renzo Bossi wurde die Haftstrafe auf Bewährung ausgesetzt. Außerdem wurden der Lega-Gründer, sein Sohn und Belsito zu Geldstrafen in der Höhe von jeweils 800, 500 und 900 Euro verdonnert. In 90 Tagen soll die Urteilsbegründung vorliegen. Für manche Vorfälle griff die Verjährungsfrist, in anderen Fällen wurde der Vorwurf auf versuchte Veruntreuung zurückgestuft, in anderen Fällen wurden die Betroffenen freigesprochen.

Laut den Ermittlungen, die sich von 2009 bis 2011 hinzogen, soll sich der ehemalige Schatzmeister der Lega rund eine halbe Million Euro angeeignet haben, während Bossi selbst über 208.000 Euro aus der Parteikasse für persönliche Zwecke ausgegeben haben soll.

Im Fall von Renzo Bossi sind es hingegen rund 145.000 Euro. Mehrere 1.000 Euro sollen allein für Verkehrsstrafen ausgegeben worden sein, 3.000 Euro waren es für Autoversicherungen, mit 48.000 Euro wurde ein Audi A6 erworben, 77.000 Euro wurden für einen Studientitel in Albanien ausgegeben.

Renzo Bossi hat bereits angekündigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Das Urteil sei keine Überraschung, er habe sich nichts vorzuwerfen, erklärte er laut dem Ansa-Bericht.

Von: mk

Kommentare

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8 Kommentare auf "Veruntreuung von Parteigeldern: Bossi und sein Sohn verurteilt"


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Jodla
Jodla
Grünschnabel
13 Tage 46 Min

Bossis Spruch ROMA LADRONA ist
einfach genial

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
13 Tage 1 h

Man muss jetzt schon mal ehrlich sagen ,solche …………… gibts wirklich nur in Italien und dan hat man auch noch die Schneid Berufung ein zu reichen …………
In den Tschumpus und Schlüssel verwerfen wär zu einfach ist klar.

raunzer
raunzer
Grünschnabel
12 Tage 22 h

Unverbesserlich dieses Land, nur noch zum fremdschämen.

Mello
Mello
Grünschnabel
12 Tage 10 h

Wos hot dor Bossi mit Italien za tian? Er will sich gleich von Italien trennen, wie die FH und STF

Staenkerer
13 Tage 24 Sek

eh schun lei goggelestrofn u. für de gien se no in berufung? es holb lossn se verkahrn … zum kotz…

Savonarola
Savonarola
Superredner
12 Tage 12 h

die Lega Nord der Anfänge war die revolutionärste Partei der italienischen Nachkriegszeit. Aber kaum finden sie Eingang ins Establishment, geraten sie in den Sumpf, wie alle anderen auch.

oli.
oli.
Universalgelehrter
12 Tage 19 h

gibt es Politiker , Wirtschaftsbosse etc. die sich nicht bedienen lassen oder in fremde Taschen greifen.

Was ist das für eine Welt.

So ist das
So ist das
Tratscher
12 Tage 10 h

Im Sumpf von Roma Ladrona untergegangen, wie alle die, die gross aufräumen wollten. Aber einmal an der Macht, versinken sie auch im römischen Sumpf.

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