Fecht-Olympiasieger erlitt anaphylaktischen Schock

“Wieder einmal hängt mein Leben am seidenen Faden”

Sonntag, 05. Juli 2026 | 11:56 Uhr

Von: mk

Bozen – Der italienische Fecht-Olympiasieger Aldo Montano musste in die Klinik Santo Spirito eingeliefert werden, weil er bei einem Abendessen in einem Restaurant in Rom einen anaphylaktischen Schock erlitten hat. Da eine Lebensmittelallergie als Auslöser vermutet wird, schlägt der Vorfall in Italien hohe Wellen. „Wieder einmal hängt mein Leben am seidenen Faden“, kommentierte der Profisportler seine Lage auf Instagram.

Neben Angst und Sorge herrschen vor allem auch Wut und Bestürzung vor – nicht nur weil es sich um einen bekannten Sportler handelt. Wie Montano erklärt, hatte er im Restaurant explizit darauf hingewiesen, dass er auf das Milchprotein Kasein allergisch reagiert.

Nach dem Abendessen musste er wegen akuter Atemnot auf die Intensivstation gebracht werden. Ein Foto auf Instagram zeigt ihn mit Sauerstoffmaske. Glücklicherweise schlug die Therapie unter Einsatz von Notfall-Adrenalin rasch an. Obwohl er am Tag darauf das Krankenhaus wieder verlassen konnte, hätte der Vorfall dennoch leicht zu einer Tragödie führen können.

Den Namen des Lokals verriet der ehemalige Säbelfechter nicht. Dennoch weist er auf die Ernsthaftigkeit der Lage hin. „Eine Allergie ist kein Ernährungstrend und keine Laune, sondern potenziell tödlich. Es darf hier keine ‚kleinen Unachtsamkeiten‘ geben.“

Experten unterstützen seine Kritik. Jährlich gibt es in Italien Tausende schwere Fälle von Anaphylaxie, die nicht selten tödlich enden. Die Italienische Gesellschaft für Allergologie fordert angesichts des Vorfalls nun schärfere Gesetze, wie die Nachrichtenagentur Ansa schreibt: Adrenalin-Autoinjektoren sollten demnach in öffentlichen Räumen, Schulen und Restaurants künftig genauso verpflichtend bereitstehen wie Defibrillatoren.

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