Bis zu 40 Zentimeter Neuschnee

Winterwunder an der Adria: Schneegestöber in Rimini und der Toskana

Donnerstag, 08. Januar 2026 | 07:00 Uhr

Von: idr

Florenz/Rimini – Für die meisten stehen die mittelitalienischen Regionen Toskana und Emilia-Romagna für Sommerurlaub und Sonnenschein, doch aktuell finden Urlauber in den mittelitalienischen Regionen Winterlandschaften vor. In dem auf 328 Metern gelegenen Ort Marradi (Florenz) schneite es in der Nacht auf Mittwoch ganze 40 Zentimeter. Doch auch wenige Schritte vom Meer, etwa in Rimini, schneite es kräftig.

Am Dreikönigstag, am Dienstag, musste wegen des heftigen Schneegestöbers in Kombination mit der hohen Belastung zeitweise sogar die A1 zwischen den Metropolen Florenz und Bologna vollständig gesperrt werden. Was für Autofahrer und Reiserückkehrer zum Brückentags-Worst-Case wurde, entwickelte sich für Winterfreunde zum Glücksfall, wie Beiträge in den sozialen Medien deutlich machen.

Städte wie Forlì in der Emilia Romagna oder Fiesole in der Toskana liegen unter einer weißen Decke und auch der Binnenstaat San Marino erwachte unter einer dicken Schneeschicht. Ein Highlight war jedoch vor allem die dichte Schneedecke in Rimini, direkt an der Adriaküste, unweit des Strandes.

Schnee in San Marino
Passione Neve & Montagna

Schnee an der italienischen Adriaküste ist selten

In der Region Rimini kann es zwischen Januar und März schneien, besonders in den Hügellagen des Hinterlands. Der letzte wirklich heftige Wintereinbruch liegt über zehn Jahre zurück: 2012 fielen in der Provinz Rimini, etwa in Pennabilli auf 600 Metern Höhe, binnen weniger Tage zwei Meter Neuschnee – ein Allzeitrekord. Auch das Flachland bekam in den vergangenen Tagen seinen fairen Anteil.

Meteorologen erklären den Wintereinbruch mit einer ungewöhnlichen Wetterlage: Kalte Polarluft aus dem Norden traf auf feuchte Mittelmeerluft – eine Kombination, die zu ergiebigen Niederschlägen führte. In den Bergen kam der Niederschlag als Schnee herunter, im Flachland eher als Regen oder Schneeregen. Doch selbst an der Küste sank die Schneefallgrenze zeitweise bis auf Meeresniveau.

Für Einheimische ist der Anblick ungewohnt, für Touristen ein unverhofftes Geschenk. Wer gerade in der Region unterwegs war, erlebte Italien von einer Seite, die nur wenige kennen. Rimini, die Stadt der Strandurlaube und der Sommerpartys, zeigt sich plötzlich von einer anderen, fast mystischen Seite.

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