Von: idr
Florenz – Ein grausiger Fund hat die Gemeinde Scandicci bei Florenz in Schockstarre versetzt. Am Mittwochmorgen entdeckte ein Obdachloser auf einem verwilderten Parkgelände die zerstückelte Leiche einer 44-jährigen Deutschen. Doch die Einsatzkräfte drangen zunächst nicht zu der Leiche durch, weil ein Hund die Tote verbissen bewachte.
Erst nachdem der Hund weggebracht worden war, konnten Ermittler der Carabinieri und Staatsanwältin Alessandra Falcone mit der Spurensicherung beginnen. Dabei stellten sie in der Nähe der Leiche auch ein Messer sicher. Die Frau hatte keinen festen Wohnsitz in Italien. Laut Ermittlern könnte die Zerstückelung des Körpers dazu gedient haben, Spuren zu verwischen. Ob die Tat am Fundort begangen wurde oder die Leiche dorthin gebracht wurde, ist noch ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft Florenz hat ein Mordverfahren eingeleitet und eine Autopsie in der Gerichtsmedizin Careggi angeordnet.
Leiche in Problem-Areal gefunden
Die Leiche wurde am Fuß eines verlassenen Bauernhauses gefunden, das der Gemeinde Scandicci gehört. Es liegt auf dem ehemaligen Gelände der italienischen Forschungsbehörde CNR, das heute als Grünanlage genutzt wird. Tagsüber ist das Gelände beliebt bei Spaziergängern, nachts ist es jedoch laut Anwohnern zunehmend von Drogenmissbrauch und Gewalt geprägt. Hinter dem Gebäude befindet sich ein Zeltlager, das obdachlosen Menschen als provisorische Unterkunft dient.
Bürgermeisterin Claudia Sereni zeigte sich erschüttert. Sie habe erst durch die Medien von dem Verbrechen erfahren, erklärte sie. Auf dem CNR-Gelände soll demnächst ein städtischer Biodiversitätspark entstehen – die Finanzierung stehe bereits. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die sozialen Spannungen rund um das Areal, das seit Jahren als Treffpunkt für Menschen ohne Obdach gilt. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Wer die Frau tötete und warum, ist derzeit völlig offen.




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