Dieses Archivbild zeigt Zerstörungen nach einem pakistanischen Angriff

13 Tote bei pakistanischen Angriffen in Afghanistan

Mittwoch, 10. Juni 2026 | 11:54 Uhr

Von: APA/Reuters/dpa

Im anhaltenden Konflikt zwischen den Nachbarländern Afghanistan und Pakistan ist es am Mittwoch erneut zu Angriffen mit Toten und Verletzten gekommen. Nach Angaben der Taliban-Regierung wurden bei pakistanischen Luftangriffen in den östlichen Provinzen Kunar, Chost und Paktika in der Nacht auf Mittwoch 13 Menschen getötet und 14 weitere verletzt, darunter viele Kinder. Der lokale Fernsehsender Tolonews berichtete von mindestens 19 Toten bei einem Angriff in der Provinz Chost.

Aus Islamabad hieß es, nach Terroranschlägen in Pakistan in den vergangenen Tagen habe man Luftangriffe entlang der afghanisch-pakistanischen Grenze durchgeführt. Vier Ziele, darunter ein Trainingscamp und ein Waffendepot, seien vollständig zerstört worden, schrieb der pakistanische Informationsminister, Attaullah Tarar, auf der Plattform X. Dabei seien Terroristen getötet worden. Die Angaben der Konfliktparteien ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Seit Herbst schwelender Konflikt

Seit dem Herbst des Vorjahres kommt es immer wieder zu Angriffen zwischen den Nachbarländern. Islamabad wirft Kabul vor, Terroristen zu beherbergen, die in Pakistan Angriffe verüben. Kabul bestreitet das. Vorübergehend herrschte in dem Konflikt eine Waffenruhe. Seit Ende Februar spricht Pakistan von einem “offenen Krieg”.

Erst am Dienstag waren bei Angriffen militanter Gruppen auf einen Kontrollposten in der pakistanischen Stadt Peshawar mehrere Sicherheitskräfte getötet worden, wie es aus pakistanischen Sicherheitskreisen hieß. Bei einem besonders schweren pakistanischen Luftangriff wurde Mitte März eine Entzugsklinik in Kabul zerstört. Dabei kamen nach UNO-Angaben 269 Menschen ums Leben. Menschenrechtler sprechen von möglichen Kriegsverbrechen.

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