„Südtirols bewährte Struktur muss erhalten bleiben“

Abschaffung der Gleichstellungsrätin wäre laut Team K ein Rückschritt

Montag, 09. März 2026 | 09:38 Uhr

Von: mk

Bozen – Die Pläne auf staatlicher Ebene, die Gleichstellungsrätinnen in Italien abzuschaffen, stoßen beim Team K auf deutliche Kritik. Gerade in Südtirol habe die Gleichstellungsrätin in den vergangenen Jahren eine wesentliche Rolle beim Schutz von Arbeitnehmerinnen und bei der Förderung von Chancengleichheit übernommen und hervorragende Arbeit geleistet.

„Die Gleichstellungsrätinnen haben in Südtirol einen bedeutenden, unverzichtbaren Dienst aufgebaut. Dieser schützt Frauen am Arbeitsplatz, stärkt ihre Rechte und sorgt dafür, dass Diskriminierung und Ungleichbehandlung konsequent verfolgt werden. Diese Struktur jetzt abzuschaffen, wäre ein klarer Rückschritt. Im neuen Gesetz der Ombudsstellen muss dieser Dienst ganz klar festgeschrieben werden “, betont Maria Elisabeth Rieder, Landtagsabgeordnete des Team K.

Die Gleichstellungsrätin sei ein unverzichtbares Bindeglied für Gleichstellung und Schutz von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und unterstütze seit Jahren Betroffene bei Fällen von Diskriminierung am Arbeitsplatz aufgrund des Geschlechtes, Mobbing, sowie bei strukturellen Ungleichheiten am Arbeitsplatz. Ihre Arbeit erfolge unabhängig, niedrigschwellig und im direkten Kontakt mit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern – ein Angebot, das besonders in sensiblen Situationen entscheidend sei.

Das Team K warnt davor, funktionierende und gewachsene Schutzmechanismen zu demontieren, und fordert Erhalt und Stärkung statt Abbau. „Gerade in einer Zeit, in der der gesellschaftliche und berufliche Druck auf Frauen nicht abnimmt, brauchen wir starke, kompetente und gut verankerte Gleichstellungsstrukturen. Wir setzen uns klar dafür ein, dass Südtirol dieses erfolgreiche Modell bewahren kann und fordern die Wahrnehmung unserer autonomen Kompetenzen“, so Maria Elisabeth Rieder.

Das Team K fordert sowohl das Land als auch den Staat auf, die Rolle der Gleichstellungsrätin nicht zu schwächen, sondern weiter zu stärken und langfristig abzusichern.

Bezirk: Bozen

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