Von: luk
Bozen – Der Südtiroler Landtag hat die Behandlung des Antrags zum Test KI-gestützter Dolmetschtools im Gesundheitsbereich vorerst ausgesetzt. Der Beschlussantrag Nr. 367/26, eingebracht von Sandro Repetto (PD), war am Mittwochnachmittag im Rahmen der Februar-Sitzungsfolge 2026 im Plenum behandelt worden.
In seiner Stellungnahme erklärte Gesundheitslandesrat Hubert Messner, dass der Südtiroler Sanitätsbetrieb bereits an einer umfassenden Strategie zur Einführung von künstlicher Intelligenz arbeite. Der Einsatz von KI sei aufgrund strenger Datenschutzvorgaben komplex, zudem spiele die sprachliche Dimension im Gesundheitswesen eine zentrale Rolle. Sprache und Kommunikation seien im Arzt-Patienten-Gespräch oft von entscheidender Bedeutung für den Behandlungserfolg. Ziel sei es, innovative, verlässliche und praktikable KI-Lösungen einzusetzen, um die Arbeitsbelastung des Personals zu verringern und die Betreuung der Patienten zu verbessern. Pilotprojekte seien bereits vorgesehen, weshalb der Landesrat eine Ablehnung des Antrags ankündigte.
Repetto betonte, dass es ihm mit dem Vorstoß um das Testen neuer Technologien gegangen sei. Die Diskussion habe sich jedoch stark auf die Zweisprachigkeit konzentriert, während der Antrag als Ergänzung zu bestehenden Maßnahmen gedacht gewesen sei. Da im Gesundheitsbereich bereits experimentelle Anwendungen im Gange seien, erklärte Repetto schließlich den Rückzug des Antrags. Zugleich ersuchte er den Landesrat, die laufenden und geplanten KI-Projekte im Gesundheitswesen umfassend zu dokumentieren und transparent darzustellen, um die Bevölkerung besser zu informieren.
Ziel bleibe es, so Repetto, eine möglichst hochwertige Versorgung der Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen.




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