Umweltgruppe Eisacktal für Tausch - SOS Auwald Brixen dagegen

Auwald Brixen: Umweltgruppen gespalten

Samstag, 07. Dezember 2019 | 11:21 Uhr

Brixen – Der Auwald in Brixen, der für eine Erweiterung des Firmengeländes der Progress weichen soll, scheidet auch die Geister der Umweltgruppen.

Wie das Tagblatt Dolomiten heute berichtet, stimmt die Umweltgruppe Eisacktal den Plänen der Progress, die auch der Brixner Gemeinderat mehrheitlich befürwortet hat, zu. Sie argumentieren, dass die Progress dafür das bereits von ihr angekaufte Biotop in der Millander Au nach Süden erweitert. Für die Umweltgruppe somit ein Tausch, der langfristig mehr Vorteile bringt. „Im Gegensatz zum Waldstück in der Industriezone ist in den Ausgleichsflächen eine ökologische Aufwertung und Renaturierung möglich und eine Vernetzung mit bestehenden Flächen machbar“, betont die Gruppe, die auch der Dachverband für Natur und Umweltschutz unterstützt hat.

Ganz anders sieht die Sache Franz Pattis vom SOS Auwald Brixen. Er betont erneut, dass in dem Auwald bedrohte Tierarten leben. Zur Vergrößerung der Millander Au fügt er an, dass diese durch eine Fettwiese führe, die regelmäßig mit Gülle gedüngt werde. Pattis kritisiert, dass sich die Umweltgruppe Eisacktal habe „einlullen“ lassen. Auch der Verein des Artenschutzzentrums St. Georgen und die Gesellschaft für Biodiversität, geleitet von Petra Steiner und Martin Hilpold, sprechen sich für den Erhalt des Auwaldes aus.

Für die Umweltgruppe Eisacktal kommt mit dem Tausch am Ende jedoch mehr heraus: Es würden keine Waldflächen verloren, sondern neue, qualitativ hochwertigere Biotopflächen dazugewonnen.

Mehr zu diesem brisanten Thema erfahrt ihr in der heutigen „Dolomiten“-Ausgabe!

Von: luk

Bezirk: Eisacktal

Kommentare
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neidhassmissgunst
2 Monate 13 Tage

Wenn man nicht vom Boden lebt und keine Flächen brauch (z.b.Angestellte des öff.Dienstes – immerhin über 40.000 Südtiroler, Stadtler  oder Wohlhabende) dann ist es leicht gegen jede Entwicklung zu rebellieren die Andere brauchen (Landwirtschaft, Tourismus, Gewerbe).
Ich denke die neue Raumordnung bringt schon allgemeine Verbesserung auch in Richtung Naturschutz. Man kann aber nicht alles verbieten.  

Spiegel
Spiegel
Tratscher
2 Monate 13 Tage

Ja leider die Landesangestellten verstehen nicht dass ohne Wirtschaft ( Landw. Tourismus Handwerk und Industrie) die Haushaltskasse leer bleibt und somit keine Gehälter ausbezahlt werden können. Usw usw usw usw usw
Die heutige Gesellschaft redet alles erreichte MADIG.

schlauer
schlauer
Grünschnabel
2 Monate 13 Tage

Müssten nicht umweltgruppen in erster Linie für den Naturschutz eintreten unter dem leitsatz: „zuallererst schützen was noch da ist zu schützen“ (O-Ton des Dachverbandes für Natur und Umweltschutz Südtirol)?
Passiert in diesem Falle leider nicht mehr…. seeehr schade😢

Staenkerer
2 Monate 13 Tage

@Spiegel jo, jo und in 30- 50 johrleg klb man an idustri-e- hotel-, lift-, und stroßneinfriedungmauern fotos von einst den kindern, de jugendlichen das man oll des einst für a poor geldscheine zerstört hot! de hobn sicher a freid!

Staenkerer
2 Monate 13 Tage

@Staenkerer danke für de minus in der kurzn zeit!
scheinen genua ummer zu sein dewegn a hond voll geld weiterhin bedenkenlos natur, umwelt und heimat zur sau mochn und verkafn!

Staenkerer
2 Monate 13 Tage

i zweifl das man heit de, in vielen johrhunderten, johrtausenden gwochsenen natur “verschiebn” konn wie a kastl!
i find es respektlos der natur gegenüber, den profit einer firma dem unberührten, kloan fleckl unberührten auwold, in vorzug zu gebn!

schlauer
schlauer
Grünschnabel
2 Monate 13 Tage

Wie ich gehört habe ist das gelände wohin die erweiterung der millander au führt auch stark pestizid belastet und wo früher auch bauschutt
abgelagert wurde. Also wie dort richtige unbelastete natur entstehen kann, das muss mir mal jemand erklären? Der bestehende und gesunde auwald hingegen ist total pestizidfrei!

Spiegel
Spiegel
Tratscher
2 Monate 13 Tage

Ja man sieht in diesen Text das sie nicht gross Ahnung haben. Lieber Pestizide als Mykotoxine

schlauer
schlauer
Grünschnabel
2 Monate 13 Tage

Die Frage ist nur ob die akteure dieses faulen deals bzw. Kuhhandels am ende noch in den „spiegel“ schauen können…..

susisorglos
susisorglos
Grünschnabel
2 Monate 12 Tage

@Spiegel mykotoxine hat es vor den Pestiziden gegeben und sie wird es nach den Pestiziden geben. Pestizide haben nur Tot und Krankheiten gebracht, angefangen bei allerlei Allergien usw. Deshalb schluss mit diesen Giften. Sogar im Trinkwasser haben wir diese scheisse Südtirol weit, praktisch sind wir alle dank euch mit Pestiziden durchgeimpft. Danke

anonymous
anonymous
Universalgelehrter
2 Monate 13 Tage

Jaaa plastert U betoniert alles zu, Eisacktal U Wipptal ist ja schon voll von Industrie, Erholung ist Vergangenheit bald gibt es Urlaub im Industriegebiet

Nichname
Nichname
Tratscher
2 Monate 13 Tage

Im Jahr 1912 hat die “Brixener Chronik”, das war die damals in Brixen erscheinende Zeitung, vorgeschlagen, die damals noch ausgedehnten Auwälder im Süden der Stadt unter Naturschutz zu stellen. Jetzt will man den letzten kümmerlichen Rest auch noch vernichten. Die Erweiterung der Millander Biotops auf der gegenüberliegenden Seite des Eisacks ist eine reine Augenauswischerei. Dort hat man ja bereits die alten Dachziegel der Brixner Pfarrkirche und die Reste der ehemaligen Betonbrücke versenkt und darauf mit viel Pestiziden behandelte Obstwiesen anlegt. Und das soll ein Biotop sein? Anscheinend war man vor über 100 Jahren umweltbewusster als heute.

schlauer
schlauer
Grünschnabel
2 Monate 12 Tage

Nichname@
Bin ganz deiner Meinung. Suuuper👍

susisorglos
susisorglos
Grünschnabel
2 Monate 12 Tage

Da über Jahrzehnte die Zone Wettbeberbsmässig mittlerweile einige Meter immer wieder aufgefüllt wurde. Hat man jetzt dann die Möglichkeit samt verseuchten Boden das alles wieder abzutragen. Man sollte eigentlich das in der ganzen Zone machen. Das beste wäre Biotop Sarns und Biotop Millanderau wieder zusammenschließen. Beide Biotope sind sowieso wie sie jetzt sind mit Pestiziden belastet da es eben Südtirol weit keine Abstandsregelung zu solchen Zonen gibt.

junger suedtiroler
junger suedtiroler
Grünschnabel
2 Monate 13 Tage

der wold isch in rua zu lossen

schlauer
schlauer
Grünschnabel
2 Monate 13 Tage

Apropo honn keart dass am nächsten somsta ba der mensa unten ban auwold um 15.30 uhr a demo gegen die rodung stottfindet! Hoffentlich kemmen viele leit um a zeichen zu setzen👍

eco
eco
Neuling
2 Monate 9 Tage
Die Umweltgruppe Brixen wurde weder eingelullt, noch sind die Ausgleichsmaßnahmen eine Augenauswischerei – Umwelt- und Biodiversitätsschutz sind vorrangige Aspekte einer gesamtnachhaltigen Entwicklung! Anstatt zu Fronten zu verhärten ist jeder und jede dazu eingeladen sich mit der wissenschaftlich fundierten Sachlage auseinanderzusetzen! Der Dialog ist das Mittel der Wahl für den nachhaltigen Naturschutz! Die konstruktive Zusammenarbeit von Umweltverbänden, Wirtschaft und Gemeinde ist beispielhaft – würde auch nur die Hälfte aller Bauvorhaben in Südtirol auf diese Weise angegangen wäre unsere Landschaft eine andere! Hier wird letztlich ein absoluter Mehrwert für die Biodiversität geschaffen – der Laubfrosch nimmt da nur einen Platz unter vielen… Weiterlesen »
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