Damit mehr Urlauber Öffis

Basis für einheitliche Gästekarte für Mobilität und Museen geschaffen

Dienstag, 11. Oktober 2022 | 15:05 Uhr

Bozen – Damit mehr Urlauber Öffis nutzen und sich in Museen über Südtirol informieren, will das Land eine einheitliche, flächendeckende, über Nächtigungen bezahlte Gästekarte einführen. Die Basis dafür steht.
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Viel und stauender Verkehr in den Haupturlaubszeiten auf Südtirols Straßen – genau da wollen Land und Tourismusorganisationen ansetzen und Abhilfe schaffen. Dazu soll 2023 der “Südtirol Guest Pass” eingeführt werden, der die Angebote der öffentlichen Mobilitätsmittel und von rund 80 Museen bündelt. Die Landesregierung hat heute (11. Oktober) die Basis für die Leistungen der Karte und somit das Vorhaben insgesamt geschaffen. Das Ziel: Durch die einheitliche und südtirolweit ausgedehnte Karte sollen immer mehr Urlaubsgäste einfach und bequem vom Privatfahrzeug auf Bus und Bahn umsteigen. Zugleich sollen die Museen den Gästen Wissen über Südtirols Geschichte, Kultur und Natur vermitteln und besser ausgelastet sein.

Die Kosten für das kombinierte Angebot der Karte werden über die Nächtigungsbetriebe abgerechnet, ebenso für touristische Linien, die zusätzlich eingeführt werden könnten.

Mehr nachhaltige Mobilität: Ausbau der Dienste und Besucherlenkung im Visier

Auf dem Weg hin zum “Südtirol Guest Pass”, den es 2023 geben soll, gibt es allerdings noch einiges zu tun, betont Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider: von der Entwicklung der Karte seitens der Touristiker über die Digitalisierung bis zur Umrüstung der öffentlichen Verkehrsmittel.

Die Vorteile aber liegen für den Mobilitätslandesrat auf der Hand: “So nutzen mehr Urlaubsgäste die nachhaltigen Mobilitätsangebote. Die Gelder werden über das mit den Betrieben abgestimmte Verrechnungssystem pro Nächtigung eingenommen. Diese können wir für den Ausbau der Mobilitätsdienste im ländlichen Gebiet und für mehr Frequenzen auf bestimmten Linien nutzen.” Sobald die Dienste digitalisiert seien, könnten damit in einem nächsten Schritt sogar Besucherströme gelenkt werden, sagte Alfreider. All das sei wichtig für mehr nachhaltige Mobilität in Südtirol.

Auch der Direktor des Ressorts Europa, Innovation, Forschung und Kommunikation, Ulrich Stofner, sieht mehrere Vorteile im künftigen System: “Südtirol als Tourismusdestination besticht auch durch sein reiches und multiperspektivisches Kulturangebot: In den Museen lernen die Besucherinnen und Besucher das Land Südtirol mit Geschichte, Kultur und Natur besser kennen – und die Einrichtungen wiederum profitieren von der steigenden Besucherzahl.”

Laut Andreas Dorfmann, Vertreter der Tourismusorganisationen, entsteht ein nicht austauschbares Produkt für die Südtiroler Betriebe: “Auf diese Weise bieten wir nun flächendeckend im Sinne eines nachhaltigen und kulturorientierten Tourismus ein genussvolles Urlaubserlebnis und besseren Service für die Urlaubsgäste.”

Neue Gästekarte in Ausarbeitung

Das neue umfassende Gästekartensystem wird derzeit vom Wirtschaftsdienstleister IDM Südtirol in Zusammenarbeit mit den Interessensvertretern der Tourismusorganisationen Südtirols entwickelt. Die Landesregierung hat am 11. Oktober die Leistungen des Landes in den Bereichen Mobilität und Museen für die Karte und die entsprechenden Tarife festgelegt. Auch für die bisherigen Gästekarten gelten ab 1. Jänner 2023 bereits neue Tarife.

Träger des neuen “Südtirol Alto Adige Guest Pass” sowie des dazugehörigen Systems ist eine eigene Koordinierungsstelle, die die Tourismusorganisationen organisieren.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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33 Kommentare auf "Basis für einheitliche Gästekarte für Mobilität und Museen geschaffen"


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alpi
alpi
Tratscher
1 Monat 26 Tage

Alles für den gast! Achso, und als nebeneffekt den ganzen museen einen sinn geben..!

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 26 Tage

…der einheimische Otto Normalbürger darf wie immer die Kosten stemmen…das kennen wir ja schon…

Paladin
Paladin
Superredner
1 Monat 26 Tage

Wer lesen kann ist klar im Vorteil:
“…will das Land eine einheitliche, flächendeckende, über Nächtigungen bezahlte Gästekarte einführen.”
und
“Die Kosten für das kombinierte Angebot der Karte werden über die Nächtigungsbetriebe abgerechnet, ebenso für touristische Linien, die zusätzlich eingeführt werden könnten.”
D.h. der Einheimische profitiert hier von den Gästen, da sie zusätzliche Dienste zahlen, die auch dem “Otto Normalbürger” zu Gute kommen.

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 26 Tage

@Paladin
…wer jeden Blödsinn glaubt, ist sowieso im Nachteil…abgerechnet heisst halt leider noch lang nicht bezahlt…das kennen wir ja schon von den Gästekarten…
😆

So ist das
1 Monat 26 Tage

Das geht dann schlussendlich zu Lasten des Steuerzahlers, mal ganz abgesehen von noch mehr überfüllten Öffis.
Hauptsache die Lobby kriegt ein Wahlzuckerl 😳

tom
tom
Universalgelehrter
1 Monat 26 Tage

@Doolin besser die fahren mit den Öffis als dass sie die uns mit ihrem herumgekrebse auf den Senkel gehen

lissi81
lissi81
Tratscher
1 Monat 26 Tage

@tom
Da hast du vollkommen Recht. Letzte Woche kam mein Sohn verspätet zum Abendessen, mein Mann wollte ihm bereits eine Standpauke über Pünktlichkeit halten. Da fing mein Sohn an: Ich wäre schon pünktlich gekommen, der Stau vor mir ALLES DEUTSCHE fuhren in 60 Zone mit 20 Stundenkilometern eine Kerzengeraden Strecke entlang.

Rudolfo
Rudolfo
Universalgelehrter
1 Monat 26 Tage

@lissi81…🥱🥱🥱🥱🥱

Gaertner.
Gaertner.
Grünschnabel
1 Monat 26 Tage

und dass die Schüler und Pendler noch seltener einen Platz im Bus bekommen als jetzt schon.
PS Ich will aber auch Freikarten für die Öffis !!!!

Paladin
Paladin
Superredner
1 Monat 26 Tage

Dann übernachte als zahlender Gast in einem Hotel in Südtirol und du bekommst die Karte auch. Nochmal die Karte ist NICHT umsonst.

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 26 Tage

@Paladin
…da zahlen wir Steuerzahler drein…
😜

neidhassmissgunst
neidhassmissgunst
Universalgelehrter
1 Monat 26 Tage

Ein Modell nach dem Prinzip: “tuttogratis” 
Eigentlich ideal für viele tausende Gäste bei uns im Bereich unterster Preisklasse. Da wird schon mal die ganze Woche Leitungswasser  getrunken damit ja keine Wirtschaftlichkeit der Gastronomie auftaucht. Im Teller landet Pizza und Co., ansonsten Selbstversorger, dazu passt auch diese Karte. 

schwarzes Schaf
schwarzes Schaf
Superredner
1 Monat 26 Tage

Lesen ist nicht die stärke der Südtiroler bitte noch mal alle leseunterricht nehmen

Staenkerer
1 Monat 26 Tage

besser so, de öffis kennen se eh schun mit der korte benutzn und de museen bleibatn eh laar wenn nit de touristn einigangen!

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 26 Tage

…bei einem Besuch kürzlich in London fragte ich im Hotel, ob ich so eine Touristenkarte bekomme, mit der man gratis U-bahn fahren kann und auch in die Museen kommt…als ich sagte, dies ist so üblich in einem kleinen Land in den Dolomiten, wo ich herkomme, fingen die an zu lachen und hörten nicht mehr auf…mit dieser typisch südtirolerischen Tourismusprostitution muss Schluss sein…

Trina1
Trina1
Kinig
1 Monat 26 Tage

Massentourismus gefördert und jetzt hobn mir es Dilemma!

Savonarola
1 Monat 26 Tage

auf der Autobahn kein Platz und nun in den Öffis auch nicht mehr 😤

doco
doco
Tratscher
1 Monat 26 Tage

mich würde interessieren wieviel die Gastbetriebe für die neue Mobilitätskarte einbezahlen wäre schon das mindeste dass man auch die Einnahmen öffentlich macht ansonsten gleiche Vergünstigungen auch für Einheimische oder sind wir wirklich nur zweite Wahl unter dem Motto “Guest first” dann wir .

FPI
FPI
Neuling
1 Monat 26 Tage

55 cent

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 26 Tage

@FPI
…una miseria…

FPI
FPI
Neuling
1 Monat 26 Tage

Die Betrieben zahlen 55 cent (!) Pro Nächtigung und Gast der eine Karte bekommt. Ich zahle mit dem Süstirol Pass bis zu 15€ um den ganzen Tag Bis zu fahren (ohne Museen).

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 26 Tage

…Beispiel:
fahr mal mit Seilbahn auf Ritten…
als Einheimischer zahlst 6 € die einfache Fahrt…
da sitzt du in Kabine inmitten lauter Touris, die gratis mit ihrer Gästekarte fahren…
Hotel hat 55 cent gezahlt, den Rest zahlst auch noch du dummer einheimischer Steuerzahler dazu…
da kriegt man so einen Hals…
😆

Ninni
Ninni
Kinig
1 Monat 26 Tage

@Doolin

..uns am Ende ist es günstiger mit Auto für uns Pendler.

Unverschämt für uns Bürger, nur an Touris zu denken.

ieztuets
ieztuets
Superredner
1 Monat 26 Tage

Lottit decht die Gäste fohrn weart jo gezohlt, suscht fohrn die Öffis in die Täler jo eh meistens holblaar manondr, obr bitte nit wieder wie oft im Schulbus!

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 25 Tage

Es könnten ja die Hotels und Gasthäuser für die 15€ Tageskarte aufkommen.

Maurus
Maurus
Tratscher
1 Monat 26 Tage

Diese Milchrechnung würde ich gerne in Zahlen sehen. Zudem, wieso geht so eine Karte nicht auch für Südtiroler. 30c pro tag x 365 wäre ein cooler preis.

Rudolfo
Rudolfo
Universalgelehrter
1 Monat 25 Tage

Liebe SNler, liebe SüdtirolerInnen, ich bin absolut auf Eurer Seite und ein Fürsprecher einer mindestens finanziellen Gleichbehandlung im ÖPNV von Einheimischen und Gästen. Aber Eines sollten/t Sie/ihr bei aller nachvollziehbaren Kritik bedenken: die ausländischen Gäste können absolut NICHTS !! dafür, dass Ihnen diese Karten von den Beherbergungsbetrieben kostenlos zur Verfügung gestellt werden….

SilviaG
SilviaG
Universalgelehrter
1 Monat 25 Tage

Draußen bleiben

Ilvi
Ilvi
Neuling
1 Monat 26 Tage

Sollen die “guests” olle gratis mit die öffentlichen Verkehrsmittel fohrn…i als “no guest” fohr mitn Auto privat,…weil mi die Fohrt Ritten Bozen mit dr Soalbohn mehr kostet …ober isch jo gleich wenn de poor “no guests” privat fohrn Hauptsoch die gefühlte Mehrheit , die “guests” bei ins do werdn guat betreut…lobenswert wia auf insre Lebenqualität in Südtirol gschaug werd…an eigene Koordinierungsstelle WOW….

Soley
Soley
Grünschnabel
1 Monat 26 Tage

Dann müsste auch gewährleistet werden, dass einheimische Pendler und Schüler genug Platz in den Öffis bekommen bzw. genug Öffis auf gefragten Routen fahren. Schon jetzt nehmen die vollen Busse in Meran Schüler und Pendler oft nicht mit.

JoeWaeffele
JoeWaeffele
Neuling
1 Monat 26 Tage
Ich finde es absolut Klasse mit der Gästekarte. Bin schon seit über 40 Jahren Gast in Südtirol. Ich genieße auch die gastlichkeit in meiner Pension und seit Jahren den komfort der Buslinien. Warum muss ich als Gast/Tourist fortlaufend mit dem PKW zusätzlich die Strasse vollstopfen und mich um Parkmöglichkeiten kämpfen. Leider sind aus meiner Sicht noch zu viele Touristen der Bequemlichkeit des eigenen Fahrzeug verfallen. Ich würde es sogar begrüßen wenn eine Stadt wie Meran die Strassen für den Touristenstrom einfach mal sperrt. Dies würde diese Stadt wieder  viel freundlicher machen. Ich genieße die fortbewegung mit dem Bus/Bahn mehr als… Weiterlesen »
Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 25 Tage

…weil mir dem waffele jo alls zohlen…solche Deppen findest sonst nirgends auf der Welt…
🤪

Rudolfo
Rudolfo
Universalgelehrter
1 Monat 25 Tage

Ich als ausländischer Gast benutze mein Auto in Südtirol fast nie. Ich reise an, stelle es ab und gut ist. Obwohl ich also einer Derjenigen bin, der von der Gästekarte massiv profitiert, finde ich es gegenüber der einheimischen Bevölkerung eine nicht zu rechtfertigende Bevorzugung. Ich würde den ÖPNV nutzen, die vielen wunderschönen Südtiroler Museen besuchen und mit den Bergbahnen fahren etc., auch wenn ich dafür selber zahlen müsste….

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