Lokalaugenschein

Bauarbeiten für neue Stettiner Hütte gehen voran

Donnerstag, 01. Juli 2021 | 14:03 Uhr

Moos in Passeier – Im Naturpark Texelgruppe gehen auf 2785 Metern Meereshöhe die Bauarbeiten für die neue Stettiner Hütte rasch voran. Die Schutzhütte wird anstelle des alten Gebäudes auf am Südhang der Ötztaler Alpen auf dem Gebiet der Gemeinde Moos in Passeier wiederaufgebaut und soll sich dort harmonisch in die alpine Landschaft einfügen. Die frühere Hütte war 2014 von einer Lawine zerstört worden.

Hochbau- und Vermögenslandesrat Massimo Bessone hat sich kürzlich vor Ort gemeinsam mit den Technikern ein Bild vom Baufortschritt gemacht. Mit dabei waren der Verfahrensverantwortliche und geschäftsführende Direktor des Landesamts für Hochbau West Stefan Canale, der Direktor der Landesabteilung Vermögen Daniel Bedin, als Vertreter des Architekturstudios “Area Architetti Associati” Andrea Fregoni, der Schutzhüttenverwalter Andreas Schwarz und der Inhaber des Bauunternehmens “Graf & Söhne” Roland Graf.

Eröffnung im Sommer 2022 scheint realistisch

“Dank des großen Einsatzes der Unternehmen, die am Berg unter schwierigen Voraussetzungen arbeiten, scheint derzeit die Übergabe der neuen Hütte im Sommer 2022 realistisch”, sagt Landesrat Bessone. Die Schutzhütte werde dann wieder Berg-Begeisterte, Ausflügler und Urlaubsgäste aufnehmen und verbesserte Dienste anbieten, meint Bessone. Das Gebäude liegt am Tiroler Höhenweg, am Meraner Höhenweg und mehreren alpenquerenden Routen sowie mehreren Mountainbike-Routen.

Gros der Arbeiten soll 2021 beendet werden

Im Juni wurden die Bauarbeiten für die neue Infrastruktur wieder aufgenommen. “Aktuell wird an den Innenwänden sowie den Sanitär- und Elektroanlagen gearbeitet”, sagt Canale. Nach Abschluss dieser Arbeiten kommt der Guss des Unterbaus an die Reihe und die Stein-, Fliesen- und Holzbeläge werden verlegt. Zudem wird das Gebäude mit Holz ausgekleidet. Neu gebaut wird auch die Terrassenmauer und die Terrasse selbst. Zwichen Ende September und Anfang Oktober dürfte die Küche eingebaut werden, danach folgen die Möbel. Ziel ist, so viele Arbeiten wie möglich noch heuer abzuschließen, sofern es das Wetter zulässt. “Dann könnten wir 2022 die Abschluss- und Feinarbeiten machen”, erklärt Canale. Läuft alles nach Plan, kann die Hütte voraussichtlich im Juli 2022 öffnen. Erst 2020 war der Rohbau errichtet worden.

Moderne und nachhaltige Struktur

Laut Projekt der Architektengruppe unter der Leitung der “Area Architetti Associati” wird die neue Unterkunft 84 Schlafplätze anbieten, aufgeteilt auf Schlafsäle für vier, sechs und acht Personen sowie auf einen großen Schlafsaal für 20 Personen. Zudem wird die Schutzhütte über Speisesäle für insgesamt 96 Gäste, eine Bar, Küche, Waschküche, Toiletten sowie Räume für Mitarbeitende und Lagerräume verfügen. Für die Einrichtung werden Kosten von rund 350.000 Euro anfallen. Das neue Gebäude wird eine Bruttofläche von etwas mehr als 1000 Quadratmeter und ein Volumen von über 3000 Kubikmeter umfassen.

Die Arbeiten für den Wiederaufbau der neuen landeseigenen Stettiner Hütte werden von der temporären Bietergemeinschaft  der Unternehmen “Graf & Söhne – HOLKA Genossenschaft” abgewickelt, welche die europaweite Ausschreibung gewonnen hatte. “Die Unternehmen, die im Einsatz sind, stammen aus Moos in Passeier und arbeiten mit Überzeugung für den Wiederaufschwung in Südtirol”, ist Bessone überzeugt. Insgesamt investiert das Land rund sechs Millionen Euro (davon 3,155 Millionen Euro in die Bauarbeiten) in die neue Schutzhütte und laut Bessone somit für das Land, den Tourismus und die Gesellschaft insgesamt.

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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5 Kommentare auf "Bauarbeiten für neue Stettiner Hütte gehen voran"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
brunner
brunner
Universalgelehrter
23 Tage 14 h

Protzbau total….gross größer am größten…..aber das kennen wir ja von unserem Südtirol…

Opa1950
Opa1950
Tratscher
21 Tage 13 h

Wieder Schlagzeilen und Billigwerbung für Bessone.

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
23 Tage 17 h

Hallo ins Pfelderer Tal,

schön für die Wirtsleute wenn sie endlich aus dem Provisorium herauskommen.
Sowieso ein Wunder warum das die letzten Jahre gehalten hat..

Im Provisorium ging er dermassen beengt zu, an schöneren Sommertagen mussten sogar Wanderer und Mountainbiker friedlich nebeneinander sitzen.

Eigentlich ein Fall für den Friedensnobelpreis und von den paar hunderttausend Euro Preisgeld hätte man 5 Tage Freibier für alle spendieren können.
Vielleicht nicht fünf, aber bestimmt vier..

Auf Wiedersehen in Hinterpasseier

Guennl
Guennl
Superredner
22 Tage 19 h

Das ist ein Schande für Südtirol!

Zugspitze947
22 Tage 19 h

Also wenn DAS der Plan ist dann gute Nacht ! Schon wieder ein BUNKER- Protzbau in den Bergen ! Übrigens stimmt es NICHT dass die Lawine die ganze Hütte zerstört hat ! Es war genau die Hälfte noch perfekt intakt ,ich war am Tag des Abbruchs drin und habe Fotobeweise dass man die Hälfte ohne große Problem hätte wieder einfügen können und DAS für höchstens 3-400.000,00 € ! 👌Aber Südtirol hat ja scheinbar genug Geld um 3 MIO MEHR auszugeben als nötig:echt traurig denn der FLAIR der alten Hütte wird mit diesem Bunker sicher nie errreicht 👌😢😡

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