„Schönheit und ökologischen Wert unserer Alpen erhalten“

Bayerisch-Südtiroler Grünen-Gipfel fordert Alpentransitbörse

Samstag, 23. März 2019 | 17:14 Uhr

München – Die bayerischen und Südtiroler Grünen fordern eine Alpentransitbörse im gesamten Alpenraum. Das machten sie beim Treffen am Freitag in München klar.

„Wir wollen die Schönheit und den ökologischen Wert unserer Alpen erhalten. Deshalb setzen wir uns in Südtirol und Bayern für die Einführung einer Alpentransitbörse als Steuerungsinstrument des alpenquerenden Güterverkehrs ein. Es führt zu einer Verteuerung der Straßentransporte und damit zu einer Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene. So kann das gesamte Verkehrsaufkommen begrenzt werden“, erklärte Eike Hallitzky, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Bayern.

„Vor allem Inntal und Eisacktal als Zulaufstrecken für den Alpenübergang der Brennerautobahn ächzen unter dem stetig steigenden Verkehrsaufkommen. Menschen und Natur leiden unter Lärmbelastung und Luftverschmutzung. Der Güterverkehr hat daran einen signifikanten Anteil. Bisher ist die Straße der beliebtere, weil kostengünstigere Transportweg. Um eine Verlagerung der Gütertransporte von der Straße auf die Schiene zu erwirken, reicht es nicht aus, allein die Schieneninfrastruktur auszubauen. Deswegen brauchen wir dringend die Alpentransitbörse“, so Brigitte Foppa, Landesvorsitzende der Grünen Südtirol und Mitglied des Südtiroler Landtags.

Ebenso standen die europäischen Grundwerte Reisefreiheit mit offenen Grenzen, Solidarität und Menschlichkeit im Mittelpunkt der Gespräche der bayerischen und Südtiroler Grünen.

„Seit über 70 Jahren ist Europa Garant für Frieden und Freiheit. Die Europawahl im Mai ist eine entscheidende Richtungswahl. Es liegt an uns, ob die Kräfte des geeinten Europas gewinnen oder die europäische Gesellschaft in Nationalismus, Rechtspopulismus und autoritäre Politik zurückfällt. Die Salvinis und Orbans polarisieren, sie setzen auf Angst, statt auf Mut. Wir wollen die EU erneuern und gestalten – in Bayern, Südtirol und ganz Europa“, bebtont Sigi Hagl, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Bayern.

„Die rechtspopulistische Politik von Matteo Salvini rüttelt an Europas Grundwerten. Wir stehen für Menschenrechte und für Solidarität ein – denn Europa gründet sich auf den Werten der Humanität. Es ist unsere humanitäre Pflicht, Geflüchteten Schutz zu bieten und sie aufzunehmen“, fügt Hanspeter Staffler, Mitglied des Südtiroler Landtags, hinzu.

Einig sind sich die Grünen Bayerns und Südtirols in ihrem Bekenntnis zu einem Europa ohne Schlagbäume. „Die CSU will zum wiederholten Mal Grenzkontrollen an Bayerns Grenzen verlängern lassen. Das ist eine Schikane für die Pendler und bringt Schaden für die Wirtschaft. Vor allem aber schädigen Schlagbäume mitten in Europa unsere Idee des gemeinsamen europäischen Hauses und geben nationalistischen Kräften Auftrieb. Die Grünen sind hier klar: Weg mit den Binnengrenzkontrollen. Grüne wollen ein nachhaltiges gerechtes und weltoffenes Europa“, so Eike Hallitzky.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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2 Kommentare auf "Bayerisch-Südtiroler Grünen-Gipfel fordert Alpentransitbörse"


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Spitzpassauf
Spitzpassauf
Superredner
29 Tage 23 h

Wir wollen die Schönheit und den ökologischen Wert unserer Alpen erhalten. …..aber die Kultur wollt ihr durch Multikulti ersetzen. Schade um das liebenswete Südtirol und Bayern. Hört endlich auf gegen Orban,Salvini usw zu hetzen,die wollen nicht Europa abschaffen,sondern die wollen ein Europa wie es von Anfang an angedacht war,ein Europa der Vaterländer,indem jedes Land noch über sich selbst bestimmen kann und nicht von Brüssel diktiert wird. Europa war seit 70 Jahren ein Garant für Frieden seit dem man aber versucht die Vereinigten Staaten von Europa zu installieren fängt der Unmut an.

knoflheiner
knoflheiner
Universalgelehrter
29 Tage 15 h

so schnell wie möglich die grienen obschoffn.!
 die mochn europa hin mit soa politik deis isch sicher wiea is amen in der kirch.
insere ormen kinder, wos kimp auf enk nou zua…

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