„Mehr Fragen als Antworten“

BBT-Zulaufstrecken im Unterland: STF hat Zweifel

Mittwoch, 10. März 2021 | 10:07 Uhr

Bozen – Im Jahr 2030 soll der Brennerbasistunnel fertig sein. Was höchstwahrscheinlich nicht fertig sein wird, sind die Zulaufstrecken. Davon ist die Süd-Tiroler Freiheit überzeugt.

Was konkrete Schritte, Eintragung in die Bauleitpläne und den Trassenverlauf anbelangt, wollte es die Süd-Tiroler Freiheit Unterland/Überetsch genauer wissen und hat über die Landtagsabgeordneten Myriam Atz Tammerle und Sven Knoll eine Anfrage im Landtag eingereicht. Dabei würden die Ausführungen der Landesregierung mehr Fragen aufwerfen, anstatt Antworten zu geben, kritisiert die Bewegung.

Schon seit Jahren – um nicht zu sagen seit Jahrzehnten – wird über die Zulaufstrecke im Unterland diskutiert. Die Süd-Tiroler Freiheit wollte deshalb wissen, wie der Stand der Dinge ist. Für die Eintragung der Zulaufstrecke in die Bauleitpläne bräuchte es zuerst „die entsprechenden Zugzahlen auf Basis einer internationalen Studie“ meinte Landeshauptmann Arno Kompatscher – für die Süd-Tiroler Freiheit eine überraschende Aussage. „Wir haben schon mehrere diesbezügliche Anfragen eingereicht und noch nie war die Rede von so einer Studie“, zeigt sich Stefan Zelger von der Bezirksgruppe Unterland/Überetsch verwundert.

Doch die Kritik geht weiter. „Weder in Sachen Trassenführung – oberirdisch oder im Berg – noch in Sachen Finanzierung weiß die Landesregierung irgendetwas. Von einem möglichen Datum der Fertigstellung ganz zu schweigen“, meint Zelger.

„Wertvolle Jahre sind verstrichen, Landesräte gekommen und gegangen, passiert ist aber nichts“, bemängelt Werner Thaler, Sprecher der Bezirksgruppe. Gleichzeitig habe man es versäumt, die bestehende Bahnstrecke zu modernisieren und das Rollmaterial zu erneuern, meint Thaler.

Die Bezirksgruppe fordert endlich konkrete Schritte: „Wir fordern einen Zeit- und Finanzierungsplan, eine offene Diskussion über die Vor- und Nachteile der Trassenführungen und die Einziehung der Gemeinden in die nächsten Maßnahmen. Sonst wird man von der Entwicklung irgendwann vor vollendete Tatsachen gestellt und buchstäblich überrollt werden!“

Von: mk

Bezirk: Bozen, Überetsch/Unterland

Kommentare

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3 Kommentare auf "BBT-Zulaufstrecken im Unterland: STF hat Zweifel"


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Tirolisimo
Tirolisimo
Tratscher
1 Monat 11 Tage

Ja da können sich Süd-Tirol u Bayern die Hand geben, selbst nicht die Hausaufgaben für den BBT machen, ABER Moral-vu Sittenwächter über die Nord- Tiroler Politik spielen….

Zugspitze947
1 Monat 11 Tage

Tirolismo: du vergleichst Äpfel mit Birnen ! 🙁

Gurgiser
Gurgiser
Neuling
1 Monat 10 Tage
Dass die Zulaufstrecken nicht fertig sein werden, ist keine Vermutung, sondern Faktum und braucht nicht weiter diskutiert werden. Worum es aber wirklich geht, ist ganz etwas anderes: Solange von Rosenheim bis Verona – Brennerstrecke im Rahmengebiet der Alpenkonvention, ob Schiene oder Straße – keine Gemeinsamkeit herrscht, um Straße und Schiene im Wettbewerb gleich zu stellen, solange ist es ohnedies egal, ob der BBT 2030, 2040 oder 2050 fertig wird. Solange die Straße um ein VIELFACHES billiger, bequemer und attraktiver ist, wird kein Logistiker, Spediteur oder Frächter die Eisenbahn für den Gütertransport nutzen. Der BBT dient nur dazu, davon abzulenken, dass… Weiterlesen »
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