Suchanfragen nach VPN steigen in Russland

Ukraine greift russischen Ostseehafen Ust-Luga an

Dienstag, 31. März 2026 | 10:02 Uhr

Von: mk

Moskau/Kiew – Die Ukraine, die sich mittlerweile im fünften Kriegsjahr befindet und sich gegen den Angriff Moskaus wehrt, versetzt der russischen Wirtschaft mithilfe von Drohnenangriffen weiterhin empfindliche Nadelstiche. Wie n-tv berichtet, ist der wichtige Ostseehafen Ust-Luga zum dritten Mal binnen einer Woche ins Visier geraten. Gleichzeitig jährt sich die Befreiung von Butscha vor vier Jahren – ein Ort, der wie kaum anderer für russische Kriegsverbrechen steht.

Wie der Gouverneur der Region Leningrad, Alexander Drosdenko, mitteilte, wurde der Hafen Ust-Luga beschädigt. Drei Menschen seien verletzt worden, darunter zwei Kinder. Die russische Luftabwehr hat in der Nacht im Nordwesten der Region 38 Drohnen abgefangen. Der Hafen von Ust-Luga ist ein wichtiger Umschlagplatz für Dünger und Kohle – und von Öl.

Kiew sieht Raffinerien, Öldepots und Häfen als legitime Ziele, weil Russland die Einnahmen aus dem Ölgeschäft nutzt, um den Angriffskrieg auf die Ukraine zu finanzieren. In den letzten Wochen haben die Ukrainer ihre Angriffe auf solche Anlagen verschärft.

Entlang der Front sind die russischen Truppen im Osten der Ukraine unterdessen etwas weiter vorgerückt. Laut dem ukrainischen Open-Source-Projekt Deepstate nahmen sie die Ortschaften Swjato-Pokrowski und Wasjukiwka in der Region Donezk ein. Weiter voran kamen russische Soldaten auch bei den Ortschaften Riznykowka und Bondarne vor.

Selenskyj besorgt

Gleichzeitig jährt sich die Befreiung von Butscha vor vier Jahren. Schon sehr früh im Verlauf des Kriegs hatten Truppen des Kremls Truppen die ukrainische Kleinstadt eingenommen. Als sie rund sechs Wochen von ukrainischen Truppen vertrieben wurden, enthüllte sich dort ein Bild des Grauens. Unzählige in den Straßen getötete Zivilisten wurden gefunden – manche mit gefesselten Händen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist unterdessen besorgt darüber, dass US-Präsident Donald Trump weiter auf territoriale Zugeständnisse der Ukraine bestehen könnte, wenn der Iran-Krieg vorbei. Selenskyj befürchtet, dass die US-Administration dann ihren Druck auf die Ukraine erhöhen könnte.

Suchanfragen nach VPN steigen rapide

Unterdessen scheint sich die Zivilbevölkerung in Russland immer weniger zufrieden mit der politischen Lage in ihrem Land zu sein. Zumindest trauen weniger Menschen der Staatspropaganda im Fernsehen. Während die russischen Behörden in diesem März verstärkte Internetsperren vornahmen, suchten Nutzer offenbar vermehrt nach Möglichkeiten, diese zu umgehen. Die Google-Suchanfragen nach VPN-Umgehungstools von Nutzern in Russland seien im März auf einen Höchstwert der letzten fünf Jahre gestiegen, berichtet das russische Exilmedium “Moscow Times” in Berufung auf Daten von laut Daten von Google Trends.

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