Südtirol braucht Finanz- und Steuerhoheit

Blaas: „Flat tax könnte Landeshaushalt gefährden“

Mittwoch, 23. Mai 2018 | 13:26 Uhr

Bozen – Der freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas warnt vor einer überzogenen Euphorie angesichts der angekündigten „Flat tax“ der neuen Regierung in Rom. Die Auswirkungen auf den Südtiroler Landeshaushalt könnten gravierend sein. “Aus diesem Grund muss weiterhin für Südtirol eine Finanz- und Steuerhoheit im Sinne der Autonomie fokussiert werden.”

„Steuersenkungen sind auf dem Staatsgebiet und damit auch in Südtirol dringend notwendig“, hält der freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas in einer Aussendung einleitend fest. „Es gilt den Druck von den Bürgern und der Wirtschaft zu nehmen. Eine „Flat tax“ jedoch birgt auch Risiken für die öffentlichen Haushalte“, gibt Blaas zu bedenken.

„Ein bedachtes Wirtschaften mit den öffentlichen Mitteln ist eine notwendige Voraussetzung, um die Steuermittel gezielt und im Sinne der Bevölkerung einsetzen zu können. Bei Steuerreformen muss jedoch in Südtirol berücksichtigt werden, dass unser Land weit mehr Kompetenzen auszuführen hat, als andere Provinzen im Staat Italien. Zu Deckung dieser Aufgabenbewältigung braucht es die entsprechenden Mittel. Eine sogenannte „Flat tax“ könnte diese Besonderheiten Südtirols nicht berücksichtigen und sich negativ auf den Landeshaushalt auswirken“, so der freiheitliche Landtagsabgeordnete.

„Deshalb ist es im Sinne der Autonomie und zur Bestrebung der Eigenstaatlichkeit eine Finanz- und Steuerhoheit für Südtirol zu erlangen. Nur eine gutdurchdachte und den Bedürfnissen angepasste Steuerpolitik vor Ort, kann den Herausforderungen der Kompetenzerfüllung gerecht werden. Darüber hinaus könnte Südtirol besser auf die ökonomische Entwicklung reagieren“, so Walter Blaas abschließend.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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4 Kommentare auf "Blaas: „Flat tax könnte Landeshaushalt gefährden“"


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Tratscher
25 Tage 18 h

Nun bekommt die Südtiroler Politik kalte Füße, denn sie weis genau dass ohne Privilegien, finanziert durch Steuergelder, es das Aus für manche Südtiroler Parteie bedeuten könnte. Aber leider wird die „Flat tax“ nicht so schnell kommen, wie es zu wünschen wäre.

Paul
Paul
Superredner
25 Tage 18 h

dasses so weitergeat wia bissher , oder ?

WM
WM
Universalgelehrter
25 Tage 18 h

Joo genau und euch selber in rentenvorschuss auszahlen lossen 😬😬😬😬

wellen
wellen
Superredner
25 Tage 17 h

So banal kann man das nicht sehen. Viele Länder haben bereits eine flat Tax. Es kommt drauf an ob die Steuerprogression bei Regional- oder Gemeindesteuern oder bei der IVA bleibt. Sicher ist die Pace fiscale zwischen Staat und Bürger absolut notwendig, weil 43% max. Einkommensteuer Raubrittertum gleichkommt. Studien zeigen dass die flat Tax den Mittelstand entlastet und dass erhebliche Bürokratie wegfällt, wenn der ganze Zauber mit den Abschreibungen wegfällt. Wobei diese sowieso nur den Unternehmern zugutekommen und die Hauptlast der Steuer die Arbeiter und Angestellten tragen, nämlich in Südtirol über 70%,Herr Blaas.

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