So einfach ist das nicht – ein Kommentar

Böser Salvini, guter Sánchez?

Dienstag, 12. Juni 2018 | 10:59 Uhr

Bozen – 629 Migranten und Flüchtlinge – darunter 123 unbegleitete Minderjährige, elf Kleinkinder und sieben schwangere Frauen – irrten zwei Tage lang auf der Aquarius durchs Mittelmeer.

Weil laut dem italienischen Innenminister Matteo Salvini Malta zuständig sei, ließ er das Schiff nicht in Italien anlanden. Doch auch Malta weigerte sich – eine Situation, die erst durch Spaniens Einlenken gelöst wurde.

Während Ministerpräsident Pedro Sánchez nun als Menschenfreund gefeiert wird, bezeichnen viele Salvini als nationalistischen Rassisten. Doch ist es wirklich so einfach?

Viele NGOs haben in den letzten Jahren unzählige Flüchtlinge vor dem Ertrinken im Mittelmeer gerettet. Doch sie haben nicht bedacht, welche Folgen es für Italien hat, wenn mit ihrer Hilfe Hunderttausende Menschen an den Küsten ankommen.

Im Sommer 2017 hatte der damalige Innenminister Marco Minniti vom PD einen Verhaltenskodex für die NGOs im Mittelmeer vorgelegt, der von Organisationen wie Sea-Watch scharf kritisiert wurde. Minniti ging realpolitisch vor, die NGOs folgten ihrem apolitischen Idealismus – und stärkten damit auch Salvini.

Ganz sicher wird Salvini weiter auf Härte setzen, denn genau deshalb wurde er bei den Parlamentswahlen am 4. März gewählt. Bei den Kommunalwahlen am Wochenende hat die Lega ihre Ergebnisse noch einmal verbessert.

Italien hatte in der Vergangenheit mehrmals beklagt, von der EU in Sachen Flüchtlinge nicht ausreichend Unterstützung zu bekommen. Bleibt zu hoffen, dass sich das nun ändert.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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17 Kommentare auf "Böser Salvini, guter Sánchez?"


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Spitzpassauf
Spitzpassauf
Tratscher
9 Tage 4 h

Italien hat vielen “Flüchtlingen” geholfen,aber irgendwann muss schluss sein. das würde nie aufhóren mit der menschenschlepperei,da würden ja noch millionen über millionen kommen. Deshalb ist es absolut richtig dass die neue regierung mal schluss damit macht.einer muss ja mal anfangen.

sakrihittn
sakrihittn
Superredner
8 Tage 14 h

So ist es, und nur so

michaelp
michaelp
Grünschnabel
8 Tage 14 h

Absolut richtige Entscheidung von Salvini. Wenn die Häfen nicht geschlossen werden, wird das lukrative Business des Schlepperwesens niemals aufhören. Wenn diese Linie beibehalten wird, werden sich definitiv weniger bis gar keine Flüchtlinge mehr über das Meer in Bewegung setzen – langfristig gesehen also weniger Gefahr und weniger Tote und die NGO’s können sich anderen Tätigkeiten widmen. Die Außengrenzen der EU müssen geschlossen oder zumindest gesichert werden, ansonsten hat die EU keine Zukunft

Laempel
Laempel
Tratscher
8 Tage 12 h

Böser Salvini, gutet Sanchez?
Würde eher sagen: Guter Salvini, naiver Sanchez!
Niemand soll sich etwas von anderen aufzwingen lassen müssen.
Italien hat schon zu viele aufgenommen, die in den nächsten Jahren den fast leeren Steuertopf milliardenschwer belasten, und von denen sicher nicht alle eine willkommene Bereicherung werden.
Die NGO-Schiffe sollen ab nun auf ihrer Ladung sitzen bleiben und mit den Problemen, die sie bisher bequem in Italien abladen durften, für eine Weile einmal selbst klar kommen müssen. Vielleicht dämmert es ihnen dann, und sie bringen die aufgenommenen Passagiere endlich wieder zurück zur Ausgangsküste.

m69
m69
Tratscher
8 Tage 14 h

Salvini wird das schon regeln, aber es muss ein Zeichen nach Euopa und Afrika gesendet werden, sonst geschieht nichts!

Staenkerer
8 Tage 5 h

wos soll er in 11 tog no olles mochn???
lossn zeit, der hot bis jetz mehr getun wie de oan in oan johr!

Ralph
Ralph
Superredner
8 Tage 12 h

würd mal sagen, salvini ist realist

Paul
Paul
Universalgelehrter
8 Tage 13 h

bravo Salvini

Orschgeige
Orschgeige
Superredner
8 Tage 14 h

Italien hat mit Griechenland das größte Problem bei Ankunft der Migranten. In Wirklichkeit bleiben aber nur relativ wenige in Italien. In den letzten 10 Jahren haben die Staaten Nord- und Mittel- Europas in Verhältnis zur eigenen Bevölkerung wesentlich mehr Migranten aufgenommen.

aristoteles
aristoteles
Grünschnabel
8 Tage 14 h

nein, gescheiter salvini

sakrihittn
sakrihittn
Superredner
8 Tage 3 h

Doch, so einfach ist es. Die linksinstallierten Medien machen jeden fertig der nicht nach deren System tanzt…

Staenkerer
8 Tage 1 h

jo, und de rechtn sein nor de bösen wenn se nit spurn! i glab nit das deutschlond no amoll so wähln wurde!
bayern, östereich und italien solln zommholtn, sie hobn gemeinsame interessen und guate kortn de bevormundung im zaum zu holtn!

Denker97
Denker97
Grünschnabel
7 Tage 23 h

Diese Migranten befanden sich nich in internationalen Gewässern, sie wurden einfach an der lybischen Küste abgeholt….

Staenkerer
7 Tage 12 h

sell sein se jo long schun gwortn!
wenn ba ins in jedem hochtol und olm a aiutalpin hubschrauber mit besatzung wortat gabs ba ins a viel mehr schlappnbergsteiger … wettn!
i bin sicher nit zünisch gegen de toten im mittelmeer, ober do jo olle a handy hobn wissen de meisten de in de boote steign das “rettungs”schiffe in der nähe kreuzen, also wern sich viele a darauf verlossn, und je mehr “retter vor lybiens küste kreuzen, je mehr reskierns!

Staenkerer
8 Tage 5 h
italien isch long für jeden ertrunkenen flüchtling verontwortlich gemocht wortn, de “retter” von auswerts hobn sich nor aufgspielt als würde italien gor nix tien und lei zuaschaugn und hobn des lob kassiert des italien nit gekrieg hot, ober de worn zu eu und merkeltreu um sich efektif zu wehrn! als der sizilianische anwalt oder richter (honn in nome vergessn) ba de ausländischen “fährschiffe” zu forschn ungfongen hot, hot de domolige regierung amoll kurz aufgewatzt (vom sizilianer hot man nix mehr ghear, warum epper??) hot ober glei wieder gekuscht! zum hilflos auf den schiff: hilflos ba der besatzung??? wer a schiff… Weiterlesen »
l OneManArmy l
l OneManArmy l
Superredner
8 Tage 4 h

i muas schun sogen, wer a ollm des schreib, weiter so. isch nou KUAN thema gwesn wos nit interessant und a wohr wor. bravo!

Missx
Missx
Universalgelehrter
7 Tage 15 h

Scheinheiliger Sanchez
Während Italien das Schiff der NGO abgewiesen hat, lies es ein italienisches Patrouillenschiff mit über 900 Flüchtlingen anlegen.

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