Kritik an leerstehenden Wohnungen

Brixen verabschiedet Entwicklungsprogramm bis 2040

Freitag, 30. Januar 2026 | 08:43 Uhr

Von: Ivd

Brixen – Der Gemeinderat von Brixen hat gestern das neue Gemeindeentwicklungsprogramm für Raum und Landschaft beschlossen. Das Dokument legt die Leitlinien für die Entwicklung der Stadt bis zum Jahr 2040 fest und umfasst zentrale Bereiche wie Stadtplanung, Mobilität, Landschaftsentwicklung und Tourismus. Erarbeitet wurde das Programm unter Einbindung der Oppositionsparteien sowie teilweise auch der Bürger.

Zustimmung kam auch von der Gemeinderatsfraktion GBL/AES. In einer Stellungnahme betont die Gruppe, dass man die bisherigen Bemühungen und die geleistete Arbeit anerkenne, zumal auch eigene Vorschläge in das Programm eingeflossen seien. Gleichzeitig kündigt die Fraktion an, die Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen aufmerksam begleiten zu wollen. Entscheidend sei, dass die langfristigen Ziele nicht auf dem Papier bleiben, sondern innerhalb eines klar definierten Zeitrahmens in konkrete Schritte überführt werden.

Neben dem Entwicklungsprogramm sorgte in der Sitzung auch das Thema leerstehender Wohnungen für Diskussionen. Konkret ging es um vier Gebäude in der Dantestraße, die sich im Besitz des italienischen Verteidigungsministeriums befinden. Nach Angaben der GBL/AES sind dort derzeit nur 36 Personen, also elf Familien, untergebracht, während 21 Wohnungen leer stehen. Gleichzeitig gebe es mehrere Familien von Bediensteten des Verteidigungsministeriums, die auf eine Wohnungszuweisung warten.

Die Fraktion wollte von der Stadtverwaltung wissen, ob die Situation bekannt sei und ob es Möglichkeiten gebe, die Instandhaltung der Wohnungen im Auftrag des Ministeriums zu übernehmen oder eine Vereinbarung zu treffen, um die leerstehenden Einheiten auch für Bürger von Brixen nutzbar zu machen. Mit der Antwort zeigte sich die GBL/AES nicht zufrieden, da die Verantwortung zur Lösung der Situation an das Ministerium weitergereicht worden sei.

Gerade vor dem Hintergrund des angespannten Wohnungsmarktes in Brixen bleibe es bitter, dass mehr als zwanzig Wohnungen ungenutzt seien, heißt es in der Mitteilung. Positiv äußerte sich die Fraktion hingegen zu einer weiteren Anfrage im Gemeinderat, die die Situation rund um IMI-Zahlungen betraf. Diese sei zur Zufriedenheit beantwortet worden.

Bezirk: Eisacktal

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