Regionen sollen mehr Möglichkeiten und Kompetenzen bekommen

Brüssel: LH Kompatscher fordert Subsidiarität im Umgang mit Großraubtieren

Donnerstag, 01. Februar 2018 | 17:26 Uhr

Brüssel/Bozen – Für mehr Subsidiarität im Umgang mit Großraubtieren hat sich LH Kompatscher im Ausschuss der Regionen und in der EU-Generaldirektion Umwelt ausgesprochen.

Der europäische Ausschuss der Regionen hat gestern Abend (31. Januar) eine Stellungnahme zur “Förderung der Koexistenz mit konkurrierenden Arten” beschlossen. Den lokalen und regionalen Gebietskörperschaften sollen im Rahmen dieser Initiative mehr Möglichkeiten zum Management von Großraubtieren eingeräumt werden. Südtirol unterstützt die Initiative.

Im Rahmen der 127. Plenarsitzung des europäischen Ausschusses der Regionen hat Landeshauptmann Arno Kompatscher gestern in Brüssel klar Stellung zum Umgang mit Großraubtieren bezogen. “Es besteht die dringende Notwendigkeit, dass den Regionen Europas die Möglichkeit eingeräumt wird, auf außerordentliche Situationen auch mit geeigneten Managementsystemen zu reagieren”, forderte der Landeshauptmann. Kompatscher verwies dabei auf die Besonderheit der Südtiroler Berglandwirtschaft und unterstrich, dass die Gefahr bestehe, nicht nur eine traditionell gewachsene Bewirtschaftungsform zu verlieren, sondern auch die damit einhergehende landschaftliche, kulturelle und biologische Diversität. “Die Sorgen der Bevölkerung ernst zu nehmen, bedeutet den lokalen und regionalen Gebietskörperschaften wirkungsvolle Managementinstrumente in die Hand zu geben”, so Landeshauptmann Kompatscher. Viele Probleme ließen sich mit Information und Aufklärung lösen, doch nur vor dem Hintergrund einer überzeugenden Handlungsfähigkeit.

Nach einem Treffen in der EU-Generaldirektion Umwelt mit Kabinettschef Jürgen Müller am heutigen Donnerstag (1. Februar) zeigte sich Landeshauptmann Kompatscher zuversichtlich, dass die Tragweite der Herausforderungen durch die wachsende Zahl von Großraubtieren auch auf europäischer Ebene erkannt worden sei. “Im Sinne einer zukunftsfähigen traditionellen Berglandwirtschaft, werden wir hier den Finger weiter in die Wunde legen”, kündigte Landeshauptmann Kompatscher an.

Von: mho

Bezirk: Bozen

Kommentare

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14 Kommentare auf "Brüssel: LH Kompatscher fordert Subsidiarität im Umgang mit Großraubtieren"


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benny77
benny77
Grünschnabel
21 Tage 23 h

Ich traue LH Kompatscher NICHT

efeu
efeu
Tratscher
21 Tage 21 h

benny77 immer so misstrauisch

Paul
Paul
Tratscher
21 Tage 23 h

er kann sich ja mal im Nachbarland Slovenien informieren wie die es schaffen mit ca. 7 bis 800 Bàren und Wólfen ,zu leben

typisch
typisch
Superredner
21 Tage 21 h

oder du kannst mal dorthin fahren um einen abzuschießen

knedlfanni
knedlfanni
Tratscher
21 Tage 6 h

@typisch: typisch sinnfrei dein kommentar😂

Kurios
Kurios
Tratscher
21 Tage 21 h

Der kleine Mann in Brüssel, was für ein Erfolg

wellen
wellen
Superredner
21 Tage 21 h

Wegen des Schnees betreuben sie die Wildfütterung . Wie der Jagdaufseher zugibt, mit dem erklärten Ziel, dass das Wild nicht die Bäume verbeißt, die sie wirtschaftlich nutzen. In Analogie: Warum füttert man dann nicht auch die Wölfe, damit sie nicht Schafe fressen?

Gagarella
Gagarella
Universalgelehrter
21 Tage 12 h

Das Land der Mono-Kulturen, Apfel-Stauden, und Weinreben, will natürlich auch ein Mono bei Tieren, Nämlich nur “Nutztiere” die Geld bringen, und zum Fressen taugen.
Armes Süd-Tirol !!!!!!

Ando der Macher
Ando der Macher
Grünschnabel
21 Tage 9 h

du schreibst mir aus der Seele

Landschaftspfleger
21 Tage 5 h

Mono- Nutztierbetriebe entstehen erst wenn Bergbauern und andere Kleinbetriebe durch Großraubtiere und sinnlosen Tierschutz zum aufgeben gezwungen werden !!!

Antivirus
Antivirus
Tratscher
21 Tage 21 h

“Brüssel?” der Landeshauptmann befindet gerade im Herzen der Großraubtiere 👍👍

Sag mal
Sag mal
Universalgelehrter
21 Tage 11 h

subsidiari…was?Immer Diese Fremdwörter.

meiserl
meiserl
Neuling
21 Tage 7 h

Es gibt weitaus dringendere Probleme  in Südtirol.
Abgeordneter Köllensberger hat es zugespitzt auf den Punkt gebracht: im Landtag hätten Bär, Wolf und die Frauensauna Vorrang

Arbeitgeber
Arbeitgeber
Neuling
21 Tage 5 h

Und hierfür wird nach Brüssel geflogen ?
Geht‘s noch ??
Haben wohl keine weiteren Probleme im Lande……

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