Von: mk
Bozen – Mit Beschluss Nr. 36 vom 23.01.2026 hat die Landesregierung die Förderung für den kombinierten Güterverkehr bis zum 31. Dezember 2028 verlängert. Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz begrüßt diesen Schritt, stellt jedoch die Frage, ob eine bloße Fortschreibung bestehender Maßnahmen ausreichend ist.
Die Förderung zum Ausgleich der externen Kosten zwischen Straße und Schiene wurde 2017 eingeführt und seither mehrfach verlängert. Sie richtet sich an Multimodal Transport Operatoren und Eisenbahnverkehrsunternehmen mit Sitz im Europäischen Wirtschaftsraum, die Schienengüterverkehrsleistungen in Südtirol erbringen. Für jede Transporteinheit, die im kombinierten Verkehr auf der Strecke Brenner–Salurn befördert wird, wird ein Beitrag gewährt.
„Die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene ist ein zentraler Hebel für eine gesunde Mobilität. Wir unterstützen daher die Verlängerung der Förderung und das Ziel des Landes, den stetig wachsenden Transitverkehr auf der Straße entlang des Brennerkorridors einzudämmen”, betont Geschäftsführer Hanspeter Staffler.
Gleichzeitig weist der Dachverband darauf hin, dass die Förderhöhe pro Transporteinheit nicht angepasst wurde. “Ob diese Höhe tatsächlich ausreichend Anreize für eine Verlagerung schafft und wie effizient die Förderung wirkt, bleibt vorläufig unklar”, sagt Elisabeth Ladinser, Vorsitzende des Dachverbandes. Aus Sicht des Dachverbands fehlt es in Südtirol derzeit an klaren und transparenten Daten zum Güterverkehr, wie zum Beispiel zu effektiven Transportkosten oder zur Auslastung der Schienenkapazitäten.
Um diese Fragen zu vertiefen, veranstaltet der Dachverband gemeinsam mit der Handelskammer Bozen am 13. März die Fachtagung „Von der Straße auf die Schiene“ (9.00–13.00 Uhr) in der Sparkasse Academy in Bozen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist aufgrund begrenzter Plätze erforderlich und bereits jetzt per E-Mail an office@umwelt.bz.it möglich.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen