Von: mk
Bozen/Eppan/Kaltern – Die Grünen im Landtag, Pro Eppan Appiano und die Dorfliste Kaltern fordern die Landesregierung auf, in die Planungsphase der Überetscher Bahn überzugehen und nun alle notwendigen technischen Aspekte zu prüfen.
Im Laufe der letzten Landtagswoche hat Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider in der aktuellen Fragestunde eine Anfrage der Grünen Fraktion zum Stand der Überetscher Bahn beantwortet.
Den Grünen zufolge macht die Antwort vor allem eines deutlich: „Es fehlt der politische Wille, das Projekt zeitnah voranzubringen. Trotz des klaren Auftrags des Südtiroler Landtages durch den genehmigten Beschlussantrag ‚Höchste Zeit für die Überetscher Bahn‘ im Jahr 2024 bleibt die Landesregierung bisher konkrete Schritte schuldig.“
Die Gemeinden im Überetsch sind der Aufforderung nachgekommen und haben Trassenvorschläge übermittelt. Laut Landesrat Alfreider fehlen jedoch Machbarkeitsprüfungen, insbesondere zu geologischen Anforderungen und möglichen notwendigen Enteignungen. „Genau diese Fragen wären jedoch im nächsten Schritt vom Land zu klären, denn nichts anderes bedeutet der im Beschlussantrag festgelegte Übergang in die konkrete Planungsphase. Dies wurde nicht gemacht und ist offenbar auch nicht vorgesehen“, so die Grünen.
Genau das fordern jetzt die Grünen Abgeordneten im Landtag Zeno Oberkofler, Brigitte Foppa und Madeleine Rohrer, unterstüzt von den Gemeinderätinnen Greta Klotz von Pro Eppan und Marlene Pernstich von der Dorfliste Kaltern. „All die technischen Aspekte rund um das Projekt müssen jetzt vom Land geprüft werden, damit es eine realistische Perspektive für die Überetscher Bahn gibt, ansonsten bleibt sie eine vage Zukunftsoption, ohne Zeitplan, ohne verbindliche Planung, ohne gesicherte Finanzierung. Das Land ist jetzt am Zug und muss liefern“, so der Erstunterzeichner des genehmigten Beschlussantrages Zeno Oberkofler.
Auch aus den betroffenen Gemeinden Eppan und Kaltern kommt laut den Grünen Unverständnis. „Gerade jetzt, wo der Ausbau der Bus-Vorzugsspur in Eppan angegangen werden soll, wäre der richtige Zeitpunkt, auch die Tram planerisch abzusichern. Es ist kurzsichtig, jetzt nicht vorausschauend zu planen. So verbaut man dem Überetsch nachhaltige Mobilitätslösungen für die Zukunft. Wir werden daher auch unsere Bürgermeister auffordern, sich hier klar zu positionieren“, so Greta Klotz von Pro Eppan Appiano und Marlene Pernstich von der Dorfliste Kaltern.




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