"Menschen müssen Vorteil erkennen"

Die Rolle der makroregionalen Strategien in der EU-Politik nach 2020

Donnerstag, 11. Mai 2017 | 12:11 Uhr

Brüssel – Bei einem Treffen der “Friends of Eusalp” in Brüssel wurde über die derzeitige Lage und vor allem über die zukünftige Ausrichtung der Makroregionen, im speziellen der Europäischen Strategie für den Alpenraum (EUSALP), diskutiert.

Seit dem Jahr 2009 entstanden in der EU vier makroregionale Strategien, die heute 19 EU- und 8 Drittstaaten und 270 Millionen Bürger verbinden. Die Makroregion Alpen EUSALP ist die letzte der gegründeten Vernetzungen und ist erst seit dem Vorjahr aktiv. In diesen Monaten beginnen in der EU die Haushaltsplanungen für die Finanzperiode 2020 bis 2027. Ein Thema wird sein, wie die makroregionalen Strategien und damit auch  EUSALP dabei berücksichtigt werden.

Der Südtiroler Europaabgeordnete Herbert Dorfmann ist Mitbegründer und Vorsitzender der Initiative “Friends of Eusalp”, einer Gruppe von Abgeordneten im Europäischen Parlament, welchen die Strategie besonders am Herzen liegt. Gemeinsam mit dem Freistaat Bayern, welcher derzeit in der EUSALP den Vorsitz führt, organisierte die Gruppe am gestrigen Mittwoch ein Treffen in Brüssel, bei dem über die zukünftige Finanzierung der makroregionalen Strategien beraten wurde.

„Es muss uns gelingen, die Alpenstrategie besser in die Regionalpolitik der Europäischen Union einzubinden. Dazu ist es notwendig, die bestehenden EU- Programme wie Interreg, Horizon 2020, Erasmus+, Creative Europe, COSME, LIFE oder CEF besser zu vernetzen und auf gemeinsame Ziele auszurichten. Dafür braucht es keine neuen Rechtsvorschriften und auch keine neuen Europäische Institutionen. Im Alpenraum kann man sich im Rahmen von EUSALP auf gemeinsame Interessen einigen und das vorhandene Geld dann dafür einsetzen.“

Dorfmann rief dazu auf, die Strategie für den Alpenraum nun so zu gestalten, dass die Menschen in den Alpen darin einen wirklichen Vorteil erkennen. EUSALP biete, so Herbert Dorfmann, die Chance, gemeinsame Interessen im Alpenraum wirklich gemeinsam anzugehen. Damit könne man einen wichtigen Schritt in Richtung eines Europas der Regionen machen.

 

Von: luk

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1 Kommentar auf "Die Rolle der makroregionalen Strategien in der EU-Politik nach 2020"


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1 Monat 5 Tage
Ja, wie gewohnt die übliche Ablenkung, während alles mit den Durchführungsprotokollen der Alpenkonvention längst völkerrechtlich verbindlich am Tisch liegt. Seit Jahren und genau den Mehrwert für die Bevölkerung bringen würde, der nun für das Nullum EUSALP gefordert wird. Die EUSALP kann uns allen gar nichts bringen, weil der Ansatz völlig falsch ist: Glaubt jemand ernsthaft, dass sich andere Regionen darum “reißen”, unsere Probleme zwischen Kufstein und Salurn (enger Bereich) oder Rosenheim und Verona (Anwendungsbereich der Alpenkonvention) zu lösen? Seit Jahrzehnten sind Bayern, Nordtirol, Südtirol und das Trentino nicht einmal imstande, ihrer eigenen Bevölkerung an der Transitroute das Grundrecht auf Gesundheit… Weiterlesen »
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