Wieder Luftangriff auf Flüchtlingslager Al-Maghazi (Archivbild)

Drei Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen

Sonntag, 10. Mai 2026 | 11:52 Uhr

Von: APA/Reuters

Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen trotz der geltenden Waffenruhe sind nach palästinensischen Angaben mindestens drei Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien zwei Mitglieder der von der radikal-islamischen Hamas kontrollierten Polizei, teilten die örtlichen Gesundheitsbehörden am Sonntag mit. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht dazu.

Ein Luftangriff habe eine Person im Flüchtlingslager Al-Maghazi getötet, erklärten Sanitäter. Bei einem weiteren Angriff seien der Leiter der Kriminalpolizei in Khan Younis und sein Assistent getötet worden, teilte das von der Hamas geführte Innenministerium mit.

Israel hat seine Angriffe auf die Polizei im Gazastreifen zuletzt verstärkt, weil die Extremisten die Einsatzkräfte nutzen würden, um in den von ihnen kontrollierten Gebieten wieder Regierungsstrukturen aufzubauen.

Waffenruhe hält nicht

Die jüngsten Angriffe unterstreichen die Brüchigkeit der von den USA vermittelten Waffenruhe. Trotz der im Oktober 2025 vereinbarten Feuerpause gehen die Kämpfe im Gazastreifen weiter, wobei es fast täglich zu israelischen Angriffen kommt. Seit Inkrafttreten der Vereinbarung sind nach Angaben von Vertretern der lokalen Gesundheitsbehörden mindestens 850 Palästinenser getötet worden. Israelischen Angaben zufolge töteten Extremisten im selben Zeitraum vier Soldaten. Beide Seiten werfen einander vor, die Waffenruhe zu verletzen.

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