Digitale Kompetenzen, präventive Medizin und gesellschaftlicher Teilhabe

Dreijahresplan zum Aktiven Altern verabschiedet

Freitag, 08. Mai 2026 | 16:04 Uhr

Von: mk

Bozen – Der Anteil der älteren Menschen, also Personen über 75 Jahren, die angeben, bei guter Gesundheit zu sein, steigt (auch) in Südtirol. Um diese Entwicklung weiter zu unterstützen, wurde im Jahr 2022 das Landesgesetz zum Aktiven Altern verabschiedet. Darin vorgesehen ist unter anderem die Erarbeitung und Verabschiedung eines Dreijahresplanes. Der Landesseniorenbeirat hat in den vergangenen Wochen und Monaten an einem Dokument gearbeitet, das von der Landesregierung am 8. Mai gutgeheißen wurde. Darin enthalten sind acht Maßnahmen und 19 spezifische Aktionen, die alle Lebensbereiche umfassen.

“Seniorinnen und Senioren sind eine wichtige, unverzichtbare Säule unserer Gesellschaft. Ein möglichst langes fittes und selbstständiges Leben ist ein wichtiges Lebensziel, bei dem wir mit geeigneten Maßnahmen und Rahmenbedingungen bestmöglich unterstützen wollen”, sagt Seniorenlandesrätin Rosmarie Pamer.

Aktives Altern ist eine Querschnittsaufgabe – dies wird auch im Dreijahresplan 2026-28 ersichtlich. So sind darin Maßnahmen aus den Bereichen Digitalisierung, Gesundheit, Pflege, gesellschaftliche Teilhabe, Ehrenamt, Arbeit und Beschäftigung, Mobilität und Entwicklung territorialer Netzwerke zu finden. Vorgeschlagene Aktionen sind unter anderem die Förderung der Barrierefreiheit im Alltag, Initiativen um die Rolle von Senioren in den Bereichen Kultur, Sport oder Zusammenleben zu stärken, die Anpassung der Grünzeiten von Fußgängerampeln, Initiativen im Bereich des “Age Managements” (also einer Arbeitspolitik, die alle Altersgruppen miteinbezieht), die Stärkung der Seniorenclubs und der Seniorenbeiräte, der Ausbau der Beratungstätigkeit zu pflegerelevanten und betreuungsrelevanten Themen, die Förderung der Gendermedizin oder der Ausbau digitaler Anlaufstellen wie Digipoints oder Diggi-Treffs.

“Mit innovativen und wirksamen Instrumenten wollen wir dazu beitragen, dass Menschen länger und auch gesünder leben, sich in die Gesellschaft eingebunden fühlen und sich aktiv einbringen können”, hebt Landesrätin Rosmarie Pamer hervor. Die unterschiedlichen Maßnahmen wurden vorab bereits mit den zuständigen Stellen der Landesverwaltung besprochen und im Sinne der Umsetzbarkeit, Nachhaltigkeit und des geschätzten finanziellen Aufwandes überprüft.

Bezirk: Bozen

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