Mehr Stärke im Wettbewerb

Fusion beschlossen: Mila und Brimi schaffen den Milchhof Südtirol

Freitag, 08. Mai 2026 | 16:06 Uhr

Von: mk

Bozen – Die Delegierten der Bergmilch Südtirol (Mila) haben heute in Vertretung aller Mitglieder bei der ordentlichen Delegierten-Vollversammlung mit der erforderlichen Mehrheit für die Fusion mit dem Milchhof Brixen (Brimi) gestimmt. Mit diesem historischen Schritt entsteht eine der bedeu­tendsten Milcherzeugergenossenschaften Italiens. In der Vollversammlung des Milchhofs Brixen hatten deren Mitglieder bereits am 29. April ein positives Votum abgegeben.

Die neue gemeinsame Einheit vereint rund 3.100 Mitgliedsbetriebe in ganz Südtirol, 750 Mitarbei­tende und eine jährliche Milchanlieferungsmenge von circa 275 Millionen Kilogramm. Das Produkt­spektrum reicht von Trinkmilch, Joghurt, Käse, Mascarpone über Butter bis hin zu Mozzarella und Ricotta – alles in bewährter Südtiroler Qualität und Herkunft.

Joachim Reinalter, Obmann von Bergmilch Südtirol, erklärt: “Unsere Mitglieder haben heute eine mutige und weitsichtige Entscheidung getroffen. Wir gehen diesen Weg gemeinsam – mit klaren Werten, bewährten Marken und einem starken gemeinsamen Fundament.”

Klaus Faller, Obmann Milchhof Brixen, sagt: „Mit dem heutigen Ja haben unsere Mitglieder uns einen Vertrauensvorschuss gegeben und den Grundstein für eine stabile Zukunft gelegt. Unser klares Ziel wird es nun sein, die Erwartungen der Mitglieder zu erfüllen.“

“Heute ist ein guter Tag für die Südtiroler Berglandwirtschaft. Gemeinsam sind wir in der Lage, unseren Bäuerinnen und Bauern einen nachhaltig stabilen Auszahlungspreis zu sichern und unsere Produkte noch stärker auf dem Markt zu positionieren”, Matthias Baumgartner, Geschäftsführer Bergmilch Südtirol.

Martin Mair, der Geschäftsführer vom Milchhof Brixen, meint hingegen: „Mit der heutigen Entscheidung zur Fusion setzen unsere Mitglieder einen wichtigen Meilenstein für die Zukunft der Milchwirtschaft in Südtirol. Nun gilt es, die Integration zügig umzusetzen. Unser Anspruch ist es, die Kräfte beider Organisationen optimal zusammenzuführen und dabei Kontinuität und Verlässlichkeit für unsere Mitglieder, Mitarbeiter und Partner sicherzustellen.“

Annemarie Kaser, Direktorin vom Sennereiverband, erklärt: „Die Fusion zweier großer Mitgliedsbetriebe ist ein bedeutender Schritt für die Südtiroler Milchwirtschaft, ändert jedoch nichts an unserem Rollenverständnis: Der Sennereiverband Südtirol bleibt das Sprachrohr und der verlässliche Dienstleister aller Mitglieder – unabhängig von ihrer Größe. Wir werden alles dafür tun, dass die bisherige bewährte, gute Zusammenarbeit aller Genossenschaften weiterhin in gleicher Qualität gewährleistet bleibt und als Fundament für die Zukunft dient.“

Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher betont: „Die Fusion von Bergmilch Südtirol und Milchhof Brixen schafft die besten Voraussetzungen, um Südtiroler Qualitätsmilchprodukte noch wirkungs­voller zu vermarkten. Entscheidend bleibt dabei, dass wir die hohe Qualität erhalten, für die unsere Bäuerinnen und Bauern tagtäglich arbeiten. Als Land Südtirol unterstützen wir diese Aufbauarbeit mit Überzeugung, denn wir stehen an der Seite jener, die mutig und gemeinsam in die Zukunft gehen.“

Betriebsstandorte und Mitarbeiter bleiben

Alle bestehenden Produktionsstandorte bleiben bestehen und ebenso sind alle Arbeitsplätze für alle Mitarbeitenden sicher. Die bewährten Marken Mila und Brimi bleiben als wichtige Vertrauensanker bestehen und werden langfristig in einem gemeinsamen starken Markenauftritt weiterentwickelt.

Mehr Stärke im Wettbewerb

Der Zusammenschluss ermöglicht bedeutende Synergien in Logistik, Einkauf und Verwaltung und stärkt die Verhandlungspositionen. Gleichzeitig ergänzen sich die Produktportfolios beider Unter­nehmen auf ideale Weise: Mila als Spezialist für Milch, Joghurt, Mascarpone und Käse, Brimi als Spezialist für Mozzarella, Ricotta und Butter.

Die wirtschaftliche Solidität des Zusammenschlusses wurde von einer international renommierten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unabhängig geprüft und bestätigt. Alle relevanten rechtlichen und wirtschaftlichen Bereiche wurden ergebnisoffen analysiert.

Bezirk: Bozen, Eisacktal

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