LH bei EUSALP-Treffen

Durch Maut Verkehrsbelastung einschränken

Donnerstag, 28. Februar 2019 | 17:50 Uhr

Bozen – Heute hat LH Arno Kompatscher an der Kick-Off-Veranstaltung zur italienischen EUSALP-Präsidentschaft in Mailand teilgenommen.
Der Vorsitz der Europäischen Strategie für den Alpenraum (EUSALP) ging dabei vom Bundesland Tirol an die Region Lombardei über. Landeshauptmann Arno Kompatscher nahm heute am Treffen der Makroregion Alpen (EUSALP) sowie an den Feierlichkeiten zur Übergabe der Präsidentschaft in Mailand teil.

In seiner Stellungnahme hob der Südtiroler Landeshauptmann die Notwendigkeit der regionalen Zusammenarbeit im Alpenraum hervor. “Die Herausforderungen in den Alpenregionen sind ähnliche, dadurch benötigen wir auch ähnliche Lösungsansätze. Nun gilt es die gemeinsam bereits identifizierten strategischen Ziele in konkrete Handlungen zum Wohle der Bevölkerung in den Alpentälern und in den Zentren umzusetzen”, sagte Arno Kompatscher in Mailand. Dies gelte insbesondere für die zunehmende und ausufernde Verkehrsbelastung entlang der Transitrouten. „Es gilt hier hörere Mautgebühren durchzusetzen, um die Belastung für die Bürgerinnen und Bürger durch Verkehr und Transit zu senken“, betonte der Landeshauptmann. Kompatscher sprach sich für eine gemeinsame Lösung aus, die Mautgebühren müssten dem Prinzip der Kostenwahrheit entsprechen und in den italienischen Alpenregionen müsse eine Umweltmaut gemeinsam umgesetzt werden. Der Südtiroler Landeshauptmann stieß mit dieser Forderung auf breite Zustimmung vonseiten der anwesenden Vertreter der italienischen Regionen.

Am Rande der EUSALP-Feierlichkeiten konnte Landeshauptmann Arno Kompatscher in einem Gespräch mit dem Präsidenten der Region Lombardei, Attilio Fontana sowie dem zuständigen Assessor Massimo Sertori über eine Aufwertung des Gebietes des Stilfser Jochs sprechen. “Wir wollen eine Gesellschaft gründen, um gemeinsame Projekte zur natur- aber auch nutzerfreundlichen Belebung des Stilfser Jochs voranzutreiben”, erklärte der Landeshauptmann. Demnächst ist ein weiteres Treffen geplant, zu dem neben Vertretern Südtirols und der Lombardei auch die Infrastrukturgesellschaft ANAS sowie die Schweizer Region Graubünden eingeladen werden sollen.

Von: luk

Bezirk: Bozen

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