Bozner Krankenhaus: Sanierung der Bettenstationen läuft

„Durch zeitgemäße Ausstattung erhalten Patienten mehr Komfort und bessere Versorgung“

Donnerstag, 01. Januar 2026 | 10:24 Uhr

Von: ka

Bozen – Die laufenden Sanierungsarbeiten am Altbestand des Bozner Krankenhauses sollen schon bald spürbare Verbesserungen für Patientinnen und Patienten. Derzeit wird der sogenannte “rote Turm” (Westflügel) komplett modernisiert. Ziel ist es, alle Bettenabteilungen auf zeitgemäße Standards moderner Krankenhäuser zu bringen. “Wir bauen für die Menschen und für eine bessere Versorgung. Patientinnen und Patienten sollen sich im Krankenhaus gut aufgehoben fühlen, medizinisch, aber auch räumlich”, betont Gesundheitslandesrat Hubert Messner. Allein für den Bereich Gesundheit standen 2025 zusätzlich rund 64,5 Millionen Euro aus dem Nachtragshaushalt  bereit. Dies ist laut Messner ein klares Bekenntnis zur Stärkung der Gesundheitsstrukturen im Land.

Amt für Gesundheitssteuerung/Nach dem Umbau (im Bild: ein Zimmer während der Arbeiten) ersetzen im Altbau des Bozner Krankenhauses moderne Zwei-Bett-Zimmer mit eigenem Bad die bisherigen Vier-Bett-Zimmer mit Gemeinschaftsbädern.

Bisher waren die Patienten und Patientinnen im Altbestand des Bozner Krankenhauses in Vier-Bett-Zimmern untergebracht und mussten sich Gemeinschaftsbäder am Gang mit noch mehr Menschen teilen. Nach den Umbauarbeiten stehen Zwei-Bett-Zimmer, jeweils mit eigenem Bad bereit. Bis Ende 2026 wird der gesamte Altbestandes “roter Turm” umgebaut sein, um darin wichtige Bettenstationen für die Inneren Medizin, die Hämatologie, das Zentrum für Knochenmarktransplantation, die Gynäkologie  (mit angrenzendem Kreissaal, Ambulatorien usw.)  unterzubringen. Gerade in der Gynäkologie spiele beispielsweise die Privatsphäre der Patientinnen eine wichtige Rolle, sagt Messner.

Neben mehr Privatsphäre und Komfort wird jedes Zimmer mit modernster technischer Ausstattung versehen, und zwar von Lüftung, Kühlung und Heizung über Innen- und Außenbeschattung bis zu Anschlüssen für medizinische Gase. “Auch Schrankelemente zur persönlichen Aufbewahrung sowie eine Montageschiene für medizinische Geräte gehören dazu”, erklärt Edmund Pardatscher vom Bereich Infrastruktur, Bauten und Investitionen im Landesamt für Gesundheitssteuerung.

Amt für Gesundheitssteuerung/Die umgebauten Zimmer werden mit modern ausgestattet mit Lüftung, Kühlung, Heizung und Beschattung sowie medizinischen Gasanschlüssen und Stauraum für persönliche Gegenstände der Patientinnen und Patienten.

Nach Abschluss der Arbeiten im “roten Turm” und der Übersiedlung der Abteilungen wird ab 2026 der “blaue Turm” nach demselben Standard saniert. Bis 2029 sollen dann alle Bettenabteilungen auf dem neuesten Stand sein. “Die Sanierung der alten Räume ist ein wichtiger Schritt, um die stationäre Versorgung auf hohem Niveau zu sichern und um den Kranken einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen”, sagt Amtsdirektor Johannes Ortler. Bis 2035 ist außerdem angrenzend an die “Neue Klinik” der Bau eines Mutter-Kind-Zentrums (MuKi) geplant. In diesem Neubau mit zwei Gebäuden, der eine Weiterführung der bereits errichteten drei Gebäude der “Neuen Klinik” darstellt, werden langfristig alle Abteilungen und Dienste, die mit Frauen-Mutter- und Kindergesundheit zu tun haben, zusammengeführt z.B. Pädiatrie, Gynäkologie, Geburtenstation mit Bettenabteilung, Neonatologie mit Neugeborenen-Intensivstation, Day-Hospital, Ambulatorien, zentrale Mensa,  usw.

Das Krankenhaus Bozen erbringt als Landeskrankenhaus mit Abstand die meisten Gesundheitsleistungen. Parallel zu den Sanierungen entstehen in Bozen auch neue Strukturen: ein Gemeinschaftshaus, das Sozial- und Gesundheitsdienste unter einem Dach vereint, und ein Gemeinschaftskrankenhaus mit 40 Intermediärbetten. Diese neuen Einrichtungen sollen laut Gesundheitslandesrat Messner die Notaufnahmen entlasten und als Bindeglied zwischen ambulanter und stationärer Versorgung wirken. “Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist der Schlüssel für eine funktionierende und leistbare Gesundheitsbetreuung der Zukunft”, sagt Messner.

LPA/Fabio Brucculeri/Wir bauen für die Menschen und für eine bessere Versorgung. Patientinnen und Patienten sollen sich im Krankenhaus gut aufgehoben fühlen, medizinisch, aber auch räumlich, betont Gesundheitslandesrat Hubert Messner.

Ein wichtiges Vorhaben für junge Menschen in Ausbildung entsteht derzeit neben der Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe “Claudiana” und zwar ein Studentenwohnheim mit 200 Plätzen. Es ist bereits in Bau und soll im akademischen Jahr 2027/2028 in Betrieb gehen. Direkt angrenzend ist auch die definitive Unterbringung der neuen Medizinfakultät geplant. Die Planung der neuen Fakultät wurde europaweit ausgeschrieben, derzeit läuft die Bewertung der zahlreichen Bewerber. Südlich davon ist zudem ein Gebäude in Planung, in dem vier Kindertagesstätten-Sektionen und 60 Wohnmöglichkeiten für Gesundheitspersonal untergebracht werden sollen. Diese Investitionen sollen den Standort auch für auswärtiges Personal attraktiver machen und zudem zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen.

Bezirk: Bozen

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