Unterberger zum Welttag für Menschenrechte

„Eine Verpflichtung, die jeden Tag erneuert werden muss“

Samstag, 10. Dezember 2022 | 08:16 Uhr

Bozen – Am 10. Dezember wird auf der ganzen Welt der Internationale Tag der Menschenrechte begangen. Er erinnert an die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen. „Die aktuellen Geschehnisse zeigen uns, dass es immer noch wichtig ist, diesen Gedenktag zu zelebrieren. Er soll uns vor Augen führen, dass in vielen Teilen der Welt grundlegende Rechte noch immer nicht gewährt werden und dass es eine starke Unterstützung jener Menschen braucht, die für diese Rechte kämpfen“, teilt die Vorsitzende der Autonomiegruppe, Julia Unterberger, in einer Aussendung mit.

Iranische Jungen und Mädchen gingen für das Recht der Frauen auf Selbstbestimmung und gegen ein undurchsichtiges, gewalttätiges Regime auf die Straße und würden dabei ihr Leben riskieren. Sie seien der Beweis dafür, dass Freiheit ein angeborener und unbändiger Drang ist. „Wir sind aufgerufen, ihre Proteste mutiger zu unterstützen“, erklärt Unterberger.

Drüber hinaus dürfe man nicht vergessen, was in anderen Ländern geschieht, etwa in der Ukraine, wo durch den militärischen Angriff Russlands eine ganze Reihe von grundlegenden Menschenrechten mit Füßen getreten werde. „Oder in Afghanistan, wo die Taliban tagtäglich die elementarsten Rechte von Frauen verletzen.“

Aber auch in Italien würden die Menschenrechte nicht immer hochgehalten. „Die unmenschlichen Bedingungen in bestimmten Gefängnissen, die Anwendung von Folter durch die Gefängnispolizei, die Ausbeutung von Migranten in der Landwirtschaft sind nur einige Beispiele. Erst jüngst hat der Europäische Gerichtshof Italien verurteilt, weil zwei Kinder jahrelang durch die italienischen Gerichte gezwungen worden sind, zu ihrem gewalttätigen Vater zu gehen. Zusammengefasst: Der Kampf um Menschenrechte muss täglich aufs Neue geführt werden“, so Unterberger.

Daher ist es positiv, dass der Senat auch in dieser Legislatur wieder eine Kommission für Menschenrechte einführen wird.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

6 Kommentare auf "„Eine Verpflichtung, die jeden Tag erneuert werden muss“"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Wunder
Wunder
Superredner
1 Monat 21 Tage

Traurig, dass daran erinnert werden muss…
Wir leben in einer ver-rückten Welt, wo Menschenrechte mit Füßen getreten werden und Alltagsrassismus, Diskriminierung, Gewalt zum täglichen Leben dazugehören.
So manches Stammtischgespräch ist zum Schämen!!!!

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 21 Tage

an schönen Worten fehlt es nicht.Aber die Realität ist eine Andere .

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 21 Tage

Also anders als sie sagt, muss man nicht auf die Achtung der Menschenrechte achten? Die sind bereits alle perfekt umgesetzt?
Anders als sie sagt, werden in Italien die Menschenrechte immer hochgehalten? Es gibt keine Ausbeutung oder Folterung?

Oder meinst du eine andere andere Realität?

Rudolfo
Rudolfo
Kinig
1 Monat 21 Tage

Verehrte Frau Senatorin, ich gebe Ihnen recht, dass auf die Einhaltung der Menschenrechte unser aller Hauptaugenmerk gerichtet sein sollte. Allerdings möchte ich dazu ergänzen, dass im Zusammenhang mit der Einhaltung bzw. der Verletzung von Menschenrechten Politiker aller !!! Nationalitäten und politischer “Farbenlehre” gerne dazu neigen, arrogant und “von Oben herab” möglichst auf Andere, weit weg und über die eigenen ideologischen und nationalen Grenzen hinaus, zu zeigen. Dabei gäbe es vor den eigenen Haustüren genug zum 🧹🧹 . Und bekanntlich zeigen mindestens 3 !! Finger auf Einen selber, wenn man mit 1 👉 !! auf Andere zeigt….

Entequatch
Entequatch
Tratscher
1 Monat 21 Tage

Wehrte frau, mir wurde heute verboten die stadt verkehrbedingt, sagte der stadtpolizist, zu verlassen. Wo bleiben meine grundrechte?

Wunder
Wunder
Superredner
1 Monat 20 Tage

So ein Schmarrn, entequach!!!

wpDiscuz