Von: mk
Kardaun – Mit der energetischen Sanierung des Sozial- und Gesundheitssprengels Eggental-Schlern in Kardaun startet ein zukunftsweisendes Projekt, das ökologische Verantwortung, soziale Infrastruktur und europäische Solidarität miteinander verbindet. Das Projekt befindet sich derzeit in der Startphase.
Der Sozial- und Gesundheitssprengel Eggental-Schlern gewährleistet grundlegende soziale und gesundheitliche Dienste für die Gemeinden Kastelruth, Völs am Schlern, Tiers, Karneid, Welschnofen und Deutschofen. Das Gebäude in Kardaun, das in den 1980-er und 1990-er Jahren errichtet wurde, entspricht nicht mehr den heutigen energetischen Anforderungen und wird in den kommenden Monaten umfassend saniert.
Ziel der Maßnahme ist es, die Energieeffizienz des Gebäudes deutlich zu verbessern und gleichzeitig ein gesundes, angenehmes Raumklima für Mitarbeitende und Besucher zu schaffen. Geplant sind umfangreiche Dämmarbeiten an Fassade, Unter- und Dachgeschoss, der Austausch von Fenstern und Außentüren, Maßnahmen gegen Feuchtigkeit sowie die Installation von Außenbeschattung und Anpassungen bei der Kühlung. Ein weiterer zentraler Bestandteil des Projekts ist die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach, die künftig einen Großteil des Strombedarfs des Gebäudes abdecken wird.
Die Arbeiten in den drei Gewerken – Baumeisterarbeiten, Elektroanlagen und Außenabschlüsse – wurden bereits ausgeschrieben. Für die Baumeisterarbeiten liegt bereits ein Zuschlag vor, während für die Lose Elektroanlagen und Außenabschlüsse noch bis Ende Jänner Angebote eingereicht werden können. Der Baubeginn ist für Anfang April 2026 vorgesehen, die Bauzeit beträgt voraussichtlich fünf bis sechs Monate.
Mit der Umsetzung des Projekts wird nicht nur die Qualität der Bausubstanz nachhaltig verbessert, sondern auch der Energieverbrauch spürbar reduziert. Dies führt zu langfristig geringeren Betriebskosten, höherem Komfort und einem gesteigerten Wohlbefinden für Mitarbeitende und Nutzer. Gleichzeitig leistet das Projekt einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, stärkt regionale Wirtschaftskreisläufe und festigt die soziale Infrastruktur im Einzugsgebiet.
EU-Förderung als entscheidender Erfolgsfaktor
Die Realisierung dieses bedeutenden Vorhabens wird maßgeblich durch die finanzielle Unterstützung der Europäischen Union ermöglicht. Das Projekt wird im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2021–2027 gefördert. Insgesamt werden 80 Prozent der genehmigten Gesamtkosten von 1.455.141,09 Euro durch öffentliche Mittel abgedeckt, wobei 40 Prozent direkt aus EFRE-Mitteln stammen. Die verbleibenden Kosten werden von den zuständigen Landesämtern getragen. Die EFRE-Förderung ist ein entscheidender Hebel, um nachhaltige Investitionen in die öffentliche Infrastruktur umzusetzen. Sie ermöglicht der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern, gezielt in Energieeffizienz, Klimaschutz und die langfristige Nutzung öffentlicher Gebäude zu investieren. Ohne diese substanzielle Unterstützung durch die Europäische Union wäre die Umsetzung des Projekts in dieser Qualität und in diesem Umfang nicht möglich.
Das Projekt steht beispielhaft für den Mehrwert europäischer Förderpolitik: Es stärkt Regionen, verbessert die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen vor Ort und leistet einen konkreten Beitrag zu den Klima- und Nachhaltigkeitszielen der EU – zum Nutzen der Gemeinden Kastelruth, Völs am Schlern, Tiers, Karneid, Welschnofen und Deutschofen sowie der gesamten Region.




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