Neujahr 2019 – ein Kommentar

Enttäuschte Erwartungen und neue Hoffnung

Donnerstag, 03. Januar 2019 | 05:04 Uhr

Bozen – Wie eigentlich jedes Mal wollen die Menschen in und außerhalb Südtirols auch das Jahr 2019 mit vielen guten Vorsätzen beginnen. Während die einen vorhaben, weniger zu rauchen und zu trinken, wollen andere wiederum vielleicht ihr Singleleben aufgeben und sich nach einem festen Partner umschauen. Wieder andere hingegen haben „nur“ vor, das, was im Jahr 2018 gut war, 2019 fortführen.

Aber eigentlich wissen wir alle, dass aus den meisten Vorsätzen leider selten genug etwas wird und dass die guten Hoffnungen und Wünsche, sich selbst und das eigene Leben zu verbessern, wohl kaum den ersten Monat im neuen Jahr überdauern werden.

APA/GEORG HOCHMUTH

Der Politik geht es nicht anders. Der Rückzug der USA aus Syrien verheißt mit den vielen Kriegsgegnern, die bereits heute die Messer wetzen, nichts Gutes. Wie Staatspräsident Sergio Mattarella in seiner Silvesteransprache angemerkt hat, ist es Italien glücklicherweise mit einigen Haushaltsanpassungen im letzten Moment gelungen, ein EU-Strafverfahren abzuwenden. Aber es ist noch längst nicht alles in trockenen Tüchern. Der sich verdunkelnde Konjunkturhimmel über Europa und der ungelöste Brexit zeigen, dass auf die Gemeinschaft noch viele Herausforderungen warten. Unnötig zu erwähnen, dass uns Flüchtlingskrise und Terrorismus ohnehin erhalten bleiben. Und Südtirol? Das neue Jahr bringt uns hoffentlich endlich eine neue Landesregierung.

Aber denken wir nicht nur an schlechte Dinge. Lassen wir uns von trüben Aussichten nicht das Jahr 2019 vermiesen. Versuchen wir im Kleinen das zu leben, was die Großen der Welt nicht imstande sind, zu verwirklichen.

Südtirol News wünscht allen Leserinnen und Lesern ein Frohes Jahr 2019.

Von: ka

Bezirk: Bozen

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