Krankenhausleistungen in die Peripherie: Dr. Tutzer zählt Vorteile auf

„Es bedarf kassenärztlicher Verträge nach österreichischem Vorbild“

Freitag, 20. Juli 2018 | 22:45 Uhr

Bozen – Dr. Andreas Tutzer, Arzt am Landeskrankenhaus Bozen und Landtagskandidat der Süd-Tiroler Freiheit, fordert die Auslagerung von medizinischen Leistungen aus dem Krankenhaus in die peripheren Strukturen. Dafür bedürfte es laut Tutzer kassenärztlicher Verträge mit privaten Einrichtungen, und zwar nach österreichischem Vorbild.

Die Vorteile dieser Maßnahme liegen für Tutzer auf der Hand. Er zählt auf:

“1. Die langen Wartezeiten im Sanitätsbetrieb würden deutlich verkürzt. 2. Die Krankenhäuser könnten sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren, und die bestehenden privaten medizinischen Einrichtungen würden ausgelastet. 3. Ebenso ausgeschöpft werden könnte das landesweit tätige ärztliche und pflegerische Potential. 4. Insgesamt ergäbe sich ein feinmaschiges Netzwerk in der medizinischen Abdeckung”, so der Landtagskandidat der Süd-Tiroler Freiheit, Dr. Andreas Tutzer.

STF

Der Forderung Tutzers gehen folgende Überlegungen voraus:

“Seit einigen Jahren versucht die Landesregierung, die Wartezeiten für Erstvisiten in den Griff zu bekommen. Die Aufstockung des Personals erweist sich als schwierig und langwierig. Seit 2014 können daher Patienten für durchgeführte Privatvisiten um Kostenrückerstattung ansuchen. Es wird eine Pauschale von 50 Euro ausgezahlt. Die Übernahme von Kosten für Privatvisiten bedeutet für den Sanitätsbetrieb keine zusätzliche Belastung. Würden Visiten in derselben Anzahl in öffentlichen Strukturen durchgeführt, wären die Kosten gleich hoch”, so Dr. Andreas Tutzer weiter.

“Die einfache Maßnahme der Kostenrückerstattung zeigt Wirkung. Die wartenden Patienten wandern nämlich tatsächlich in die Privatwirtschaft ab. Zwar bedeutet Privatvisite nicht zwangsläufig bessere Behandlung, doch der Patient bekommt das geboten, was bei einer Krankenhausvisite oft zu kurz kommt: mehr Zeit mit dem Arzt. Zudem kann der Patient den Arzt frei wählen, was in der öffentlichen Gesundheitsbetreuung ein Manko ist”, abschließend Dr. Andreas Tutzer.

 

Von: ka

Bezirk: Bozen

Kommentare

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3 Kommentare auf "„Es bedarf kassenärztlicher Verträge nach österreichischem Vorbild“"


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giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
25 Tage 18 h

es liegt an der führung ,ob die sanität funktioniert.

wenn die führung immer gegen steuert kann es nicht funktionieren.
die frage ist ,wieso sollen die oberen in der sanität so gut bezayhlt werden ,wenn nicht funktioniert?
 austauschen und von unten bewerten lassen 

wellen
wellen
Superredner
25 Tage 18 h

Der Herr ignoriert dass in Italien die Krankenkassen 1981abgeschafft worden sind. In Österreich und Deutschland kollabieren diese am eigenen kassenärztlichen System, die Kassrn sind Konzerne, die sich unterreinander konkurrenzieren, den Bürger in teure Prämirn zwingen wie die Autoversicherungrn, ärztliche Leistungen künstlich aufblähen, kurz, am eigenen Ptofit interessiert sind. Herr Dr. Tutzer, reden Sie nicht solchen Unsinn. Italien hat vor 40 Jahren schon ein für alle Bürger zugänglichesSystem geschaffen. Probieren Sie mal teure Behsndlungen zu bekomnen, wenn Sie in der ” falschen Kasse” eingeschrieben sind.

thomas
thomas
Universalgelehrter
25 Tage 17 h

dieser Quatschkopf hot olles verstonden….schade nur, dass Italien ein anderes Finanzierungssystem hat. Übrigens: ob BRD, Schweiz oder Österreich – überall die selbe Laier. Überall überlaufene Notaufnahmen. Überall lange Wartezeiten

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