430 Millionen Euro

EU-Kommission: Hilfe zur Entschädigung für Skilift-Betreiber genehmigt

Mittwoch, 04. August 2021 | 16:43 Uhr

Brüssel/Bozen – Die Europäische Kommission gibt Italien grünes Licht für die Auszahlung von 430 Millionen Euro an Skiliftbetreiber. Davon erhalten auch Südtiroler Skilift-Betreiber eine Entschädigung für die Ausfälle, die durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus entstanden sind.

Die Skiliftbetreiber werden für die Schäden entschädigt, die ihnen durch die restriktiven Maßnahmen der italienischen Regierung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus entstanden sind. Die Beiträge erfolgen in Form von Direktzahlungen für einen Teil der Umsatzverluste, die zwischen dem 4. Dezember 2020 und dem 30. April 2021 eingetreten sind. Die Maßnahmen der italienischen Regierung haben auch Skiliftbetreiber in Südtirol gezwungen ihren Betrieb einzustellen.

„Es ist richtig, dass Italien für diese entstandenen Schäden aufkommt. Die Europäische Kommission bestätigt, dass es sich dabei um rechtmäßige Beihilfemaßnahmen handelt, die den Unternehmen nach dieser schwierigen Wintersaison zustehen“, so Herbert Dorfmann. Die italienischen Behörden werden nun die Auszahlungen prüfen.

Staatshilfen für Skiliftbetreiber genehmigt

Der Wintertourismus war von der Corona-Krise besonders hart betroffen. So ist heuer die ganze Wintersaison ist ausgefallen und hat in Südtirol zu großen Verlusten geführt. Die Regierung in Rom hat in der Folge zusammen mit den Regionen und Autonomen Provinzen Kriterien für die Unterstützungsmaßnahmen im Sektor Tourismus ausgearbeitet.

Neben von der Regierung bereits beschlossenen Verlustbeiträgen wurde so ein 800-Millionen-Euro Hilfspaket für Wintersportgebiete auf den Weg gebracht. Tourismuslandesrat Arnold Schuler berichtet über die Verhandlungen, die dazu geführt hatten: “Wir haben in unzähligen Sitzungen über die Kriterien für die Aufteilung dieser Gelder gesprochen.” Erfreulich ist laut Schuler das Ergebnis: “Es ist uns gelungen, in den Verhandlungen insgesamt ein Drittel der Gelder für Südtirol zu sichern.”

Heute hat die Europäische Kommission nun die Auszahlung von 430 der 800 Millionen für die Skiliftbetreiber genehmigt. “Da ungefähr ein Drittel der Mittel nach Südtirol fließen wird, können wir in diesem Fall mit 165 Millionen Euro an Entschädigung für die Ausfälle an die Südtiroler Skiliftbetreiber rechnen”, rechnet Schuler vor. Die Beiträge werden nun von den italienischen Behörden geprüft und erfolgen in Form von Direktzahlungen für einen Teil der Umsatzverluste, die zwischen dem 4. Dezember 2020 und dem 30. April 2021 eingetreten sind. Weitere 91 Millionen Euro des Hilfspaketes hat Südtirol für die Wintergebiete erhalten und vier Millionen aus diesem Fond werden als Beiträge an die Skilehrer ausgezahlt.

“Die Beihilfemaßnahmen sind für viele existenzsichernd, denn der Wintertourismus sorgt in Südtirol in gewissen Gegenden für einen großen Teil des Jahreseinkommens”, betont Schuler, der darauf hinweist, der sich bei Landeshauptmann Arno Kompatscher, bei Senator Dieter Steger und auch beim Amtskollegen Giuliano Vettorato für den Einsatz auf nationaler Ebene bedankt.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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21 Kommentare auf "EU-Kommission: Hilfe zur Entschädigung für Skilift-Betreiber genehmigt"


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Techno Guy
Techno Guy
Tratscher
1 Monat 22 Tage

Niemand hatte so große Verluste wie die Liftbetreiber. Deshalb gut und richtig so! 👍🏻

falschauer
1 Monat 22 Tage

offensichtlich sehen hier die 👎 an der realität vorbei

falschauer
1 Monat 22 Tage

@falschauer

vom tuten und blasen keine ahnung aber 👎

monia
monia
Tratscher
1 Monat 21 Tage

Die ganzen Minusdrücker beweisen, dass wir noch viel mehr in die Schule und Weiterbildung investieren müssen damit auch die letzten endlich mal wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen können!

Rider
Rider
Superredner
1 Monat 22 Tage

De wos millionen jährlich verdienen kriegn hilfe, und viele kluane hondwerker firmen etc miasn schaugn wos si tien? Oder kriegn an bonus von 500 euro🙆 si hobn jo a unrecht auf den, sog i sicher nicht, i gönns imine a, ober i tat mol erster auf di kluanen schaugn, wos nimmer wissn wos si tien solln

Techno Guy
Techno Guy
Tratscher
1 Monat 22 Tage

Es gibt auch “kleine” Skigebiete!

Fraser
Fraser
Tratscher
1 Monat 21 Tage

Die Skigebiete obm a Mitorbeita wosn koana Millionen vodien in Foll..wieso sollatn di sebm nix kriegn?!

natan
natan
Superredner
1 Monat 22 Tage

Und wer entschädigt die arbeitskräfte für die Verluste?

andr
andr
Universalgelehrter
1 Monat 22 Tage

400 Mio die wir abstottern müssen in den nächsten Jahren
die Preise bei Benzin sind ein Vorgeschmack auf das was uns erwartet

monia
monia
Tratscher
1 Monat 22 Tage

Im Vergleich zu Österreich und Deutschland sind die Unterstützungen für den Tourismus in Italien immer noch lächerlich!

Dort haben die Betriebe bis zu 80 % vom Umsatzverlust erstattet bekommen und obwohl Italien am meisten vom EU-Fond erhalten hat war es bis jetzt nicht möglich den Betrieben ausreichend zu helfen!

Viele werden das nächste Jahr wohl nicht mehr überleben wenn die Stundungen der Darlehen auslaufen.

PuggaNagga
1 Monat 22 Tage

Die ganzen Baukräne im Land sagen was anderes.
Geld ist im Überfluss da. Es wird gekauft, investiert und gebaut was das Zeug hält. Neue Autos, Wohnung werden gekauft als wären die im Sonderangebot.
Ich gönne es jedem aber das gesumpere der Leute höre ich mir nicht mehr an und schenke keine Beachtung mehr.

corona
corona
Universalgelehrter
1 Monat 21 Tage

das ist die chance zum downsizing im wintertourismus. Historische Chance. Ein paar Gebiete werden halt zusperren, so what?! Langfristig besser als dem Wachstumswahn hinterherzulaufen. Leute, die Klimakrise hat begonnen und wir schmeißen Hunderte Millionen Euro in diese Dinosaurier-Freizeitindustrie… Geld wäre besser für Umschulungen der Mitarbeiter genützt.

Fraser
Fraser
Tratscher
1 Monat 22 Tage

Isch schun richtig..sollnse lei a Geld ausatien wennse schun entschiedn obm dassz nötig isch die Skigebiete zui zi lossn obwohl ondra Ländo gizoag obm dassz a ondorst gong war.

Ei
Ei
Tratscher
1 Monat 19 Tage

und wer zohlt mio die Saisonskorte wosi gikaft hon und decht net schifohrn giterft hon?

Besos1900
Besos1900
Neuling
1 Monat 22 Tage

alle schließen damit der Wolf und Bär platz haben. die Steuergelder in effiziente Bereiche stecken

primetime
primetime
Kinig
1 Monat 22 Tage

Mal schauen ob die Diskobetreiber auch etwas bekommen. Oder werden die mit ein paar Tausend Euro von der Provinz beglückt und basta?

ehrlich2020
ehrlich2020
Tratscher
1 Monat 22 Tage

Jo spinnsch wenn de millionen herginum wurn wos wirklich gibraucht wert 😳😳🤦🏼‍♂️🤦🏼‍♂️
Und irgendwo bohungon kindo und nor hoasts man konn et helfn und do wern amol loggo hunderte millionen ausgizohlt…
Und wenn a familie ba ins schwara zeitn hot mogse schaugn dass die förderung 50€ aubngeat

Fraser
Fraser
Tratscher
1 Monat 21 Tage

Moansch di Mitorbeita va di Skigebiete brauchn is Geld net odo wos? Di sebm vodien sicho koana Millionen..und obm a Familien zi ernährn..

binta
binta
Grünschnabel
1 Monat 22 Tage

und is personal van goschtgewerbe?
i glabs et nichts nichts

Asterope
Asterope
Grünschnabel
1 Monat 22 Tage

Leider landet von den ganzen Millionen nichts bei all den Bauern, die im Winter jedes Jahr als Liftwart gearbeitet haben, weil der Hof alleine sich kaum trägt. Vor allem im Pustertal gang und gäbe. Eine finanzielle Notlage die so manchen zur Aufgabe seines Hofes zwingen könnte. So schade…

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
1 Monat 21 Tage

Frage mich , wer das alles bezahlen kann, unsere jugend demnächst?

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